Melat Yisak Kejeta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Melat Yisak Kejeta Leichtathletik

Melat Yisak Kejeta (cropped).jpg
Melat Yisak Kejeta (2017)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland AthiopienÄthiopien Äthiopien
Geburtstag 27. September 1992 (27 Jahre)
Geburtsort Äthiopien
Karriere
Verein LG Eintracht Frankfurt (bis 2015)
PSV Grün-Weiß Kassel (2016–2018)
Laufteam Kassel (seit 2019)
Trainer Winfried Aufenanger, Patrick Sang
Medaillenspiegel
Deutsche Meisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
Gold Hamburg 2016 10-km-Straßenlauf
letzte Änderung: 19. November 2019

Melat Yisak Kejeta (* 27. September 1992)[1] ist eine deutsche Langstreckenläuferin äthiopischer Herkunft.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melat Yisak Kejeta lebt seit einigen Jahren in Deutschland und wurde 2016 beim Hamburger Alsterlauf Deutsche 10-km-Meisterin.

Erstmals fiel Kejeta 2012 auf, als sie in Frankreich beim Halbmarathon Humarathon zwischen Ivry-sur-Seine und Vitry-sur-Seine in 1:10:27 h hinter den beiden Kenianerinnen Cynthia Jerotich Limo und Gladys Kipsoi auf Platz Drei kam.[2] 2013 gewann sie den Frankfurter Silvesterlauf.[3]

Im Frühjahr 2017 belegte Kejeta beim CPC Loop Den Haag in 1:12:30 h den dritten[4] und beim Berliner Halbmarathon mit 1:11:00 h den vierten Platz[5] jeweils als schnellste Zeit einer Läuferin für einen deutschen Verein.

Kejeta blieb es 2017 auf Grund einer neuen Regelung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) verwehrt, ohne deutsche Staatsangehörigkeit ihren Titel als Deutsche Meisterin zu verteidigen. Bis 2016 war für die Meisterschaftsteilnahme nur ein deutscher Startpass und ein Jahr ständiger Wohnsitz im DLV-Gebiet erforderlich.[6] Im März 2019 erhielt Kejeta nach bestandenem Einbürgerungstest die deutsche Staatsbürgerschaft. Als für den nationalen Verband interessante Topathletin konnte dies ein Jahr früher als offiziell vorgesehen passieren, nachdem der DLV die notwendige Empfehlung aussprach und das zuständige Ministerium des Innern und für Sport sowie der Deutsche Olympische Sportbund ebenfalls zustimmten.[7] Beim Berlin-Marathon belegte sie in 2:23:57 h den sechsten Platz und unterbot damit die Olympiaqualifikationsnorm von 2:29:30 h deutlich. Zugleich war dies das schnellste Marathondebüt einer deutschen Läuferin.[8]

Kejeta startete bis Ende 2015 für die LG Eintracht Frankfurt, danach wurde sie beim PSV Grün-Weiß Kassel von Winfried Aufenanger betreut. Zur Saison 2019 wechselte sie zum von Aufenanger neu gegründeten Laufteam Kassel.[9]

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

weitere Resultate siehe Athletenporträt ARRS (Association of Road Racing Statisticians)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Topveld (Memento vom 8. Mai 2019 auf WebCite). In: venloop.nl (niederländisch).
  2. Resultats Humarathon International
  3. Neuer Stern beim Silvesterlauf (Memento vom 4. September 2017 im Internet Archive). In: Frankfurter Neue Presse. 30. Dezember 2013
  4. Keniaan Yegon wint halve marathon CPC Loop. In: Algemeen Dagblad. 12. März 2017
  5. Wilfried Raatz: Deutsche 10-km-Meisterin Melat Kejeta wird Vierte in Berlin – und ist dennoch nicht beste deutsche Läuferin beim 37. Berliner Halbmarathon In: German Road Races. 5. April 2017.
  6. Ausgrenzung statt Integration (2) – Melat Yisak Kejeta wird Deutsche 10 km-Meisterin und wird nach aktueller DLV-Lesart seit diesem Jahr ausgegrenzt. In: germanroadraces.de. 22. April 2017, abgerufen am 20. März 2019.
  7. Melat im Glück: Olympia jetzt großes Ziel. In: kassel-marathon.de. Abgerufen am 20. März 2019.
  8. Pamela Lechner, Jörg Wenig: Melat Kejeta träumt von Marathon-Zeit unter 2:20 Stunden. In: leichtathletik.de. 17. Oktober 2019, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  9. 40 Neuzugänge für Aufenangers Laufteam in Kassel. In: hna.de. 19. November 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018.