Melchior Hoffmann

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Dieser Artikel behandelt den mitteldeutschen Barockkomponisten G. Melchior Hoffmann. Zur Persönlichkeit der Täuferbewegung siehe Melchior Hofmann.

Georg Melchior Hoffmann (auch: Hofmann; * um 1679 in Bärenstein (Osterzgebirge)[1], nach anderen Angaben 1685 in Scheibenberg; † 6. Oktober 1715 in Leipzig) war ein deutscher Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Anfangsjahren als Kapellknabe in Dresden war Melchior Hoffmann Organist und Musikdirektor an der Neukirche in Leipzig. Von etwa 1704 bis 1714 leitete er als Nachfolger von Georg Philipp Telemann das Collegium Musicum und die Oper am Brühl in Leipzig. Als Hoffmann für längere Zeit England bereiste, wurde er von Johann Georg Pisendel vertreten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei von Hoffmanns (mutmaßlichen) Werken wurden bekannt, weil sie lange Zeit für Kompositionen Johann Sebastian Bachs gehalten wurden: die Alt-Arie Schlage doch, gewünschte Stunde (BWV 53) und die Solo-Kantate für Tenor Meine Seele rühmt und preist (BWV 189), ferner ein Magnificat in a-Moll (BWV Anh. 21) von 1707. Teilweise wurden seine Werke auch seinem Vorgänger Telemann zugeschrieben.

An weiteren Werken sind von Hoffmann eine Missa brevis in C-Dur, eine Sinfonia in f-Moll, ein „Lamento“ für Streicher und Basso continuo und ein Konzert für Horn und Orchester (letzteres zweifelhaft) erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Glöckner: Melchior Hoffmann. In: The New Grove. Dictionary of Music and Musicians. London 2001, Band 11, S. 595.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sächsische Biographie