Melchior Wyrsch

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Statue von Melchior Wyrsch in Buochs

Johann Melchior Wyrsch (* 21. August 1732 in Buochs; † 9. September 1798 ebenda) war ein Schweizer Porträtmaler des 18. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Melchior Wyrsch begann seine 1745 Ausbildung zum Maler. Diese tätigte er bei Johann Michael Suter in Luzern und Franz Anton Kraus in Einsiedeln. Zwischen 1753 und 1754 hielt er sich auf einer Studienreise in Italien auf, hierbei vor allem in Rom und Neapel. Anschliessend kehrte er in die Schweiz zurück und nahm seine Tätigkeit als Porträt- und Kirchenmaler auf. 1768 zog er nach Besançon, wo er viele Porträts angesehener Leute malte. Zusammen mit dem Bildhauer Luc Breton, den er in Rom kennengelernt hatte, gründete er 1773 eine Akademie für Malerei und Zeichnen (Académie de peinture et de dessin) in Besançon. Im Jahr 1877 reiste er nach Paris, und kehrte nach Besançon zurück, wo er 1784 zum Ehrenbürger ernannt wurde. Im selben Jahr zog er nach Luzern und gründete dort wiederum eine Schule für Kunstmaler. Infolge einer zunehmenden Erblindung, die er dem Grauen Star zuschrieb, zog er sich nach Buochs zurück, wo er bei der Eroberung Nidwaldens durch die Truppen Napoleon Bonapartes ermordet wurde.

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Im Übergang von Barock und Rokoko einerseits zu Klassizismus und Romantik andererseits vollzog Wyrsch die Entwicklung vom Standesporträt zur differenzierten Charakterisierung eines einzelnen Individuums. Er war im „aufgeklärten Patriarchalismus“ der Alten Eidgenossenschaft verankert, sein Werk weist jedoch bereits auf das liberale bürgerliche Zeitalter. Als Sakralmaler – zahlreiche Altäre in der Innerschweiz und in der Franche-Comté sind heute noch mit seinen Gemälden geschmückt – blieb der Innerschweizer Maler der spätbarocken Tradition verhaftet. Dennoch ist ihm in seiner Heimat kein zeitgenössischer Kirchenmaler als gleichwertig an die Seite zu stellen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ehrenbürger der Stadt Besançon wurde eine Strasse nach ihm (Rue Jean Wyrsch) benannt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]