Meliá Hotels International

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Meliá Hotels International, S.A.
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN ES0176252718
Gründung 1956
Sitz Palma, Spanien
Leitung Gabriel Escarrer Juliá (Chairman), Gabriel Juan Escarrer Jaume (CEO)
Mitarbeiter 35.200 (2007)[1]
Umsatz 1,351 Mrd. Euro (2007)[1]
Branche Hotel- und Gaststättengewerbe
Website www.melia.com
Das Hotel Melia Madrid Princesa
Hotel Gran Meliá Salinas auf Lanzarote
Das Meliá Luxembourg

Meliá Hotels International, S.A. (ehemals Sol Meliá Hotels & Resorts S.A., eigene Schreibweise auch MELIÃ) ist eine spanische Hotelkette, die im Jahre 1956 von Gabriel Escarrer Juliá in Palma, Spanien gegründet wurde. Das Unternehmen ist der weltgrößte Betreiber von Resorts[2] und die dreizehnt größte Hotelkette weltweit (Stand 2008).[3] In Spanien ist Meliá Marktführer in den Kategorien Hotels und Resorts.[4] Im Moment betreibt Sol Meliá weltweit mehr als dreihundert Hotels in dreißig Ländern und beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln des Unternehmens reichen in das Jahr 1956 zurück, als der damals 21-jährige Gabriel Escarrer Juliá das Altair Hotel in Palma de Mallorca mietete.[5] In den folgenden Jahren machte sich Escarrer die zunehmende Beliebtheit der Insel als Touristenziel zu Nutze und integrierte von Zeit zu Zeit immer mehr Hotels in sein Unternehmen Hoteles Mallorquines.[5] In den 1960er- und 1970er Jahren expandierte die Hotelkette auch geographisch, indem Hotels sowohl auf den Kanaren als auch auf den restlichen Balearischen Inseln akquiriert wurden. Nach dem Ende der Regierungszeit General Francos entwickelte sich der Tourismus in Spanien schneller als je zuvor und Hoteles Mallorquines konnte daher mit einer hohen Dynamik in das spanische Inland expandieren. Auf diese Weise wurde Anfang der 1980er-Jahre eine landesweite Präsenz in Spanien erreicht.[5]

Im Jahre 1984 wurde die Hotelkette in Hoteles Sol umbenannt. Nur kurze Zeit später konnte sich das Unternehmen als größte Hotelkette in Spanien etablieren, nachdem die Akquisition der Hotasa Group erfolgreich gelungen war. Diese war an insgesamt 32 Standorten vertreten.[5] Eine weitere Fusion fand drei Jahre später mit der Hotelkette Meliá statt, aus der dann die heutige Kette Sol Meliá hervorging.[5] Der Zusammenschluss erhöhte die weltweite Präsenz der Hotelkette enorm, da sie nun auch in der Karibik, den sogenannten Americas und in anderen Teilen Europas vertreten war.

In der jüngsten Zeit unternahm die Firma Sol Meliá Hotels & Resorts S.A. zunehmend Versuche, Partnerschaften mit anderen Unternehmen der Tourismusbranche einzugehen. Obwohl die Aktie von Sol Meliá seit 1996 an der Madrider Börse gehandelt wird, hält die Escarrer-Familie immer noch einen Anteil von über 61 Prozent im Jahre 2007.

Die Sol Meliá Hotels & Resorts S.A. unterhält Partnerschaften mit zahlreichen Fluggesellschaften, u.a. mit Lufthansa, American Airlines, Delta Airlines, Iberia, Air Berlin und Spanair sowie seit Oktober 2011 mit der KLM / Air France.[6]

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Produktportfolio von Sol Meliá besteht aus verschiedenen Marken, die sich in Komfort und Profil unterscheiden. In diesem Portfolio befinden sich die Marken: Gran Meliá, Meliá, ME by Meliá, INNSIDE, TRYP Hotels, Sol Hotels, Paradisus Resorts, Sol Meliá Vacation Club und QGREENHOTEL by Meliá.

Im Juli 2010 gaben Sol Meliá und Wyndham Worldwide den Verkauf der Hotelmarke Tryp Hotels an den US-Konzern bekannt. Die Hotels sollten weiter von Sol Meliá als Tryp by Wyndham betrieben werden. Zudem war eine strategische Allianz beider Hotelkonzerne vorgesehen.

2008 betrieb das Unternehmen über 300 Hotels, von denen sich über 180 in Spanien befinden. Von den übrigen 29 Ländern befinden sich die meisten Hotels in Kuba, Kroatien, Deutschland, Portugal und Brasilien.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Annual Report 2007. Sol Meliá. Abgerufen am 7. Dezember 2008.
  2. Nadja Brandt: Deutsche Telekom, Ryanair, Sol Melia: European Equity Preview. In: Bloomberg, 4. Juni 2007. Abgerufen am 7. Dezember 2008. 
  3. Ben Harding, Hetz, Robert: Spain's Sol Melia cuts capex, gloomy on 2009. In: Reuters, 11. November 2008. Abgerufen am 7. Dezember 2008. 
  4. Ben Harding: Sol Melia's H1 profit drops 41 pct, to miss target. In: Reuters, 7. August 2008. Abgerufen am 7. Dezember 2008. 
  5. a b c d e Cohen, M.L. (2006). "Sol Meliá S.A.". International Directory of Company Histories. The Gale Group. Abgerufen: 7. Dezember 2008.
  6. Meliá Hotels International wird Flying Blue-Partner. In: dmm.travel.
  7. Hotel directory. Sol Meliá. Abgerufen am 7. Dezember 2008.