Melkersson-Rosenthal-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
G51.2 Melkersson-Rosenthal-Syndrom
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Das Melkersson-Rosenthal-Syndrom (MRS) ist eine idiopathische entzündliche Erkrankung. Benannt wurde das aus drei Hauptsymptomen bestehende Syndrom nach dem Schweden Ernst Melkersson (1898–1932) und dem in Breslau geborenen Arzt Curt Rosenthal (1892–1937).[1]

Ursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursache des Melkersson-Rosenthal-Syndroms ist eine granulomatöse Entzündung (Arteriitis).

Klinisches Bild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Melkersson-Rosenthal-Syndrom manifestiert sich in der Trias:

  • verstärkt gefurchte Zunge (Lingua plicata)
  • anfallsartig auftretende Schwellungen im Bereich der Lippen, durch vergrößerte Lippenspeicheldrüsen (als Cheilitis granulomatosa) bzw. des Gesichts (Bereich der Augen, Wangen oder Stirn)
  • anfallsartig auftretende periphere Fazialislähmung nur in 10 % der Fälle (verursacht durch eine Schwellung des Nervus facialis im Canalis n. VII). Eine Parese tritt jedoch gar nicht oder erst sehr viel später auf. Eine Trias trifft man nur in seltenen Fällen an. Meist ist es ein monosymptomatischer Verlauf (als Cheilitis Granulomatosa).

Im Allgemeinen tritt eine spontane Remission ein, es besteht allerdings eine Neigung zu Rezidiven. Die Erkrankung manifestiert sich oft bereits im jugendlichen Alter. Es besteht eine gehäufte Assoziation zum Morbus Crohn.

Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Therapie besteht aus der intraläsionalen Glukokortikoid-Injektion (bei starker Schwellung) sowie der Gabe von Clofazimin oder DADPS (beides eigentlich Lepramittel).

Bei leichten Schwellungen hilft Kortison z. B. Prednisolon (1 mg/KG Körpergewicht) für 2 Wochen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner Gottwald: Breslauer Ärzte und ihre Bedeutung für die medizinische Terminologie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 8, 1990, S. 289–294; hier: S. 289 und 293
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