Melotte 111

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Offener Sternhaufen
Melotte 111 / Coma-Berenices-Sternhaufen
Comastarcluster.jpg
Aufnahme des Haars der Berenike. Der orangefarbene Stern links oben (Nordrichtung) ist γ Com. Eine Version des Bildes mit Koordinatenlinien findet man hier.
Sternbild Haar der Berenike
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension 12h 23m [1]
Deklination +25° 51′ [1]
Erscheinungsbild
Helligkeit (visuell) 1,8 mag
Winkelausdehnung 270' [1]
Anzahl Sterne 37
Hellster Stern γ Com, +4,3m mag
Physikalische Daten
Entfernung  288 Lj
Durchmesser 20 Lj
Alter 400 Mio. Jahre
Geschichte
Katalogbezeichnungen
 C 1222+263 • OCl 588 • Mel 111 • Cr 256 •
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Melotte 111 oder der Coma-Berenices-Sternhaufen ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Haar der Berenike, der mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Der Sternhaufen bildet mit seinen 37 Einzelsternen den Hauptteil des Sternbildes Haar der Berenike. Zudem war der Eindruck dieses Sternhaufens mit dem bloßen Auge wohl namensgebend für das Sternbild.

Karte des Coma-Berenices-Sternhaufen

Die Ausdehnung des Sternhaufen beträgt etwa 4,5°, bzw. - bei einer Entfernung von 288 Lichtjahren - etwa 20 Lichtjahre. Der hellste Stern des Haufens ist γ Com mit einer Helligkeit von 4,3 mag, die Gesamthelligkeit des Haufens beträgt etwa 1,8 mag.[1] Der Haufen enthält keine Sterne, die schwächer als 10,5 mag sind. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die kleinsten Mitglieder dieses Haufens bereits entwichen sind.

Durch seine Größe und Helligkeit ist dieser Sternhaufen seit der Antike bekannt und wurde zum ersten Mal von Ptolemäus katalogisiert. Wie viele andere Sternhaufen, die eine sehr geringe Entfernung zur Erde haben und daher einen großen scheinbaren Durchmesser besitzen (z.B. die Ursa-Major-Gruppe oder die Hyaden), wurde er jedoch nicht in die modernen Standard-Kataloge Messier, NGC und IC aufgenommen. Erst P.J. Melotte nahm den Haufen 1915 in seinen Katalog offener Sternhaufen auf. Unter der Bezeichnung Cr 256 ist der Haufen ebenfalls im Katalog von Per Collinder zu finden.

Der Sternhaufen ist ein so genannter Bewegungshaufen, d. h. die Sterne besitzen alle eine ähnliche Eigenbewegung (im Durchschnitt -12,4 mas in Rektaszension und -9,4 mas in Deklination). Da der Mittelwert der Eigenbewegungen allerdings fast exakt tangential ist (mittlere Radialgeschwindigkeit -1,17 km/s),[1] ermöglicht diese Bewegung (im Gegensatz zum bekannten Beispiel der Hyaden) keine einfache Bestimmung der Entfernung durch die Sternstromparallaxe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d http://simbad.u-strasbg.fr/simbad/sim-basic?Ident=melotte+111&submit=SIMBAD+search