Melvyn Douglas

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Melvyn Douglas, eigentlich Melvyn Edouard Hesselberg, (* 5. April 1901 in Macon, Georgia; † 4. August 1981 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der in seiner langen Filmkarriere über 70 Filme drehte. Für seine Auftritte in Der Wildeste unter Tausend von 1963 und Willkommen Mr. Chance aus dem Jahr 1979 gewann Douglas jeweils den Oscar als bester Nebendarsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melvyn Douglas war der Sohn eines bekannten Konzertpianisten und schon früh entschlossen, zur Bühne zu gehen. Nach der Rückkehr aus dem Krieg ging er 1919 mit verschiedenen Kompanien auf Tournee und gab schließlich 1928 sein Broadwaydebüt als Gangster in dem Drama A Free Soul. Seinen größten Erfolg auf der Bühne hatte er mit der Komödie Tonight or Never, bei deren Verfilmung er 1931 neben Gloria Swanson sein Filmdebüt gab. Sein Ansehen als sensibler Darsteller auch komplexer Rollen trug ihm 1932 eine der Hauptrollen neben Greta Garbo in der Adaption von Luigi Pirandellos Wie Du mich wünschst ein. Der Film war ein Erfolg, doch die nachfolgenden Rollen waren eher marginal und Douglas ging 1934 zurück an den Broadway. Ein lukrativer nicht-exklusiver Vertrag mit Columbia brachte ihn jedoch wieder nach Hollywood, wo er mit seinem Auftritt neben Claudette Colbert in She Married Her Boss zu einem der beliebtesten Komödiendarsteller der Dekade aufstieg. In der Folgezeit wirkte er neben einigen der größten weiblichen Stars mit. Neben Marlene Dietrich war er in Engel unter der Regie von Ernst Lubitsch zu sehen. Douglas spielte an der Seite von Irene Dunne in Theodora Goes Wild und war mehrfach Partner von Joan Crawford, darunter in Brennendes Feuer der Leidenschaft und Die Frau mit der Narbe. Seine heute noch bekannteste Rolle spielte er 1939 in Ninotschka, wo er Greta Garbo zum Lachen bringt.

Nach 1942 ging er erneut in den Krieg. Seine Filme nach 1946 waren jedoch nur selten von der Qualität seiner bisherigen Arbeiten und Douglas kehrte erneut an den Broadway zurück. Hier bewies er sich zusehends als Charakterdarsteller und gewann einen Tony Award für seine Darstellung in The Best Man. Erst Anfang der 1960er war Douglas wieder auf der Leinwand zu sehen und wurden auf der Oscarverleihung 1964 prompt als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Vater von Paul Newman in Martin Ritts Western Der Wildeste unter Tausend ausgezeichnet. Es folgten weitere wichtige Filmrollen für Douglas, außerdem wirkte er auch gelegentlich als Schauspieler im Fernsehen mit. Für seine Darstellung in Do Not Go Gentle into That Good Night gewann er einen Emmy-Award. Auf der Oscarverleihung 1980 erhielt er für seine Darstellung eines Schwerkranken in Willkommen, Mr. Chance erneut einen Oscar als bester Nebendarsteller.

Seine zweite Frau war die Schauspielerin Helen Gahagan, die in den 1940er Jahren in die Politik ging und einen Sitz im US-Kongress gewann. 1950 verlor sie die Wahl zur Senatorin von Kalifornien gegen Richard Nixon.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar als Bester Nebendarsteller

Golden Globe Award als Bester Nebendarsteller

Golden Globe Award als Bester Hauptdarsteller – Drama

National Board of Review Award als Bester Nebendarsteller

  • 1963: gewonnen für Der Wildeste unter Tausend

New York Film Critics Circle Award als Bester Nebendarsteller

  • 1979: gewonnen für Willkommen Mr. Chance

Tony Award als Bester Hauptdarsteller

  • 1960: gewonnen für The Best Man

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]