Melvyn Douglas

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Melvyn Douglas, eigentlich Melvyn Edouard Hesselberg, (* 5. April 1901 in Macon, Georgia; † 4. August 1981 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der in seiner langen Filmkarriere über 70 Filme drehte. Für seine Auftritte in Der Wildeste unter Tausend und Willkommen Mr. Chance gewann Douglas jeweils den Oscar als bester Nebendarsteller.

Leben[Bearbeiten]

Melvyn Douglas war der Sohn eines bekannten Konzertpianisten und schon früh entschlossen, zur Bühne zu gehen. Nach der Rückkehr aus dem Krieg ging er 1919 mit verschiedenen Kompanien auf Tournee und gab schließlich 1928 sein Broadwaydebüt als Gangster in dem Drama A Free Soul. Seinen größten Erfolg auf der Bühne hatte er mit der Komödie Tonight or Never, bei deren Verfilmung er 1931 neben Gloria Swanson seine Filmdebüt gab. Sein Ansehen als sensibler Darsteller auch komplexer Rollen trug ihm 1932 eine der Hauptrollen neben Greta Garbo in der Adaption von Luigi Pirandellos Wie Du mich wünschst ein. Der Film war ein Erfolg, doch die nachfolgenden Rollen waren eher marginal und Douglas ging 1934 zurück an den Broadway. Ein lukrativer nicht-exklusiver Vertrag mit Columbia brachte ihn jedoch wieder nach Hollywood, wo er mit seinem Auftritt neben Claudette Colbert in She Married Her Boss zu einem der beliebtesten Komödiendarsteller der Dekade aufstieg. In der Folgezeit wirkte er neben einigen der größten weiblichen Stars mit. Neben Marlene Dietrich war er in Engel unter der Regie von Ernst Lubitsch zu sehen. Douglas spielte an der Seite von Irene Dunne in Theodora Goes Wild und war mehrfach Partner von Joan Crawford, darunter in Brennendes Feuer der Leidenschaft und Die Frau mit der Narbe. Seine heute noch bekannteste Rolle spielte er 1939 in Ninotschka, wo er Greta Garbo zum Lachen bringt. Nach 1942 ging er erneut in den Krieg. Seine Filme nach 1946 waren jedoch nur selten von der Qualität seiner bisherigen Arbeiten und Douglas kehrte erneut an den Broadway zurück. Er gewann einen Tony Award für seine Darstellung in The Best Man.

Erst Anfang der 1960er kehrte Douglas zurück auf die Leinwand und gewann auf der Oscarverleihung 1964 prompt den Oscar als bester Nebendarsteller in Martin Ritts Western Der Wildeste unter Tausend neben Paul Newman. Daneben wirkte er auch gelegentlich im Fernsehen mit. Für seine Darstellung in Do Not Go Gentle into That Good Night gewann er einen Emmy-Award. Auf der Oscarverleihung 1980 erhielt er für seine Darstellung des schwer kranken Ben Rand in Willkommen, Mr. Chance erneut einen Oscar als bester Nebendarsteller.

Seine zweite Frau war die Schauspielerin Helen Gahagan, die in den 1940er Jahren in die Politik ging und einen Sitz im US-Kongress gewann. 1950 verlor sie die Wahl zur Senatorin von Kalifornien gegen Richard Nixon.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar/Bester Nebendarsteller[Bearbeiten]

Golden Globe Award/Bester Nebendarsteller[Bearbeiten]

Golden Globe Award/Bester Hauptdarsteller – Drama[Bearbeiten]

National Board of Review Award/Bester Nebendarsteller[Bearbeiten]

  • 1963: gewonnen für Der Wildeste unter Tausend

New York Film Critics Circle Award/Bester Nebendarsteller[Bearbeiten]

  • 1979: gewonnen für Willkommen Mr. Chance

Tony Award/Bester Hauptdarsteller[Bearbeiten]

  • 1960: gewonnen für The Best Man

Weblinks[Bearbeiten]