Mengentext

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Mengentext wird der (meistens als Fließtext gesetzte) Haupttext von Büchern, Zeitschriften und Ähnlichem bezeichnet.[1][2]

Abgrenzung zu anderen Textelementen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht zum Mengentext zählen beispielsweise:

Bei den weitaus meisten Texten liegt der Mengentext in Form von Fließtext vor; deswegen wird dieser Begriff auch zuweilen in der Bedeutung von „Mengentext“ verwendet. Das ist aber nicht ganz richtig: Fließtext beschreibt den Umbruch mehrzeiliger Absätze; ein Versepos (zum Beispiel Deutschland. Ein Wintermärchen von Heinrich Heine) enthält den Mengentext aber in Zeilenform und nicht als Fließtext.

Typografische Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mengentext und dessen Thematik, Stil, Umfang etc. bestimmen wesentlich die Wahl der geeigneten Schriftfamilie. Vorrangig ist hier die gute Lesbarkeit. In der gewählten Schriftart (eigentlich: „Brotschrift“, oft „Grundschrift“; selten: „Mengenschrift“) werden auch untergeordnete Textteile wie beispielsweise Fußnoten gesetzt, jedoch oft in etwas kleinerer Schriftgröße. Auch für Überschriften wird häufig dieselbe Schriftart wie für den Mengentext gewählt, jedoch größer und hervorgehoben, zum Beispiel durch Fettschrift oder kursiv. Alternativ kann für Überschriften aber auch eine deutlich abweichende Schriftfamilie gewählt werden, meist in Form von Grotesk-Überschriften zu Antiqua-Mengentext.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Füssel, Helmut Hiller: Wörterbuch des Buches. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-465-03495-3.
  • Erhardt D. Stiebner, Walter Leonhard: Handbuch der Schrift. Bruckmann, München 1977.
  • Albert Ernst: Wechselwirkung: Textinhalt und typografische Gestaltung. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bücher-Wiki: Buchherstellungs-Glossar (darin unter „Fließtext“: „Mengentext“), ed. 16. Dezember 2006, gepr. 28. Februar 2012

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albert Ernst: Wechselwirkung: Textinhalt und typografische Gestaltung. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, S. 267 u. pass.
  2. Erhardt D. Stiebner, Walter Leonhard: Handbuch der Schrift, Bruckmann, München 1977, S. 132.