Mennokate

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Die Mennokate

Die Mennokate – auch Menno-Kate – ist eine Kate in Bad Oldesloe, die von dem Reformator Menno Simons und seinen Anhängern errichtet worden sein soll. Das Reetdachhaus und die davor stehende Linde stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schlichte, weiß gekalkte, Mitte des 16. Jahrhunderts entstandene Ziegelkate beherbergte seit 1555 eine Druckerei, in der mennonitische Schriften gedruckt wurden. Das heutige Reetdach stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Kate gehörte zum damaligen Gut Fresenburg. Unweit der Kate befand sich die von Täufern besiedelte Ortschaft Wüstenfelde.

Die Mennokate heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist in dem Haus ein kleines Museum eingerichtet, das an das Wirken von Menno Simons erinnert. In den Museumsräumen befinden sich Schriften, Karten und Bilder, die unter anderem über die Wirkungsorte Menno Simons’ Auskunft geben. Weiteres Material gibt Auskunft über die Verbreitung und Geschichte der Mennoniten. Vor der Kate steht seit 1957 ein von Richard Kuöhl entworfener Gedenkstein mit einem in Kupfer getriebenen Bildnis von Menno Simons. Die vor dem Haus stehende Linde soll noch von Menno Simons gepflanzt worden sein.

Die Mennokate befindet sich im Eigentum des Freiherrn von Jenisch aus Bad Oldesloe. Dieser hat das Gebäude an die Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden (VDM) verpachtet; die Betreuung des Museums hat der Mennonitische Geschichtsverein übernommen. Bewohnt wird die Mennokate von dem Ehepaar Behrmann, dem auch die Betreuung der beiden Museumsräume obliegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 49′ 17″ N, 10° 22′ 17″ O