Maischberger (Fernsehsendung)

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Seriendaten
Originaltitel Maischberger
bis 2015: Menschen bei Maischberger
Maischberger - 2016-12-14-7459.jpg
Produktionsland Deutschland
Jahr(e) seit 2003
Produktions-
unternehmen
Vincent Berlin GmbH
Länge 75 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich
(mittwochs 22:45 Uhr)
Genre Talkshow
Moderation Sandra Maischberger
Erstausstrahlung 2. September 2003 auf Das Erste

Maischberger (vormals Menschen bei Maischberger) ist eine wöchentliche Talkshow, die Sandra Maischberger seit 2003 moderiert. Sie wird jede Woche mittwochs im Ersten ausgestrahlt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Talksendung wurde von September 2003 bis Dezember 2015 als Nachfolger von Alfred Bioleks Boulevard Bio unter dem Namen Menschen bei Maischberger dienstags um 22:45 Uhr in Köln (gelegentlich in Berlin) produziert.

Am 13. Januar 2016 änderten sich Titel und Sendeplatz nach 475 Folgen.[1] Seither spricht und diskutiert Sandra Maischberger unter dem Titel Maischberger mit ihren Gästen jeweils am Mittwochabend um 22:45 Uhr im Ersten – auf dem bisherigen Sendeplatz von Anne Will. Laut ARD wurde das redaktionelle Konzept der Sendung hin zu mehr politischen Themen verändert.[2]

Am 17. November 2016 wurde die Talkshow erstmals in Form einer Publikumsdiskussion produziert. Menschen aus dem Publikum konnten sich in der Sendung spontan zu Wort melden. Neben geladenen Gästen aus ganz Deutschland waren zwei Politiker Teil der Diskussion.[3]

Das Format wird von der Berliner Firma Vincent Berlin GmbH, an der Sandra Maischberger beteiligt ist, im Auftrag des WDR produziert.

Umstrittene Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Anschluss an die – umstrittene – Ausstrahlung der Sendung Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa, die sich in weiten Teilen auch mit dem Nahostkonflikt auseinander gesetzt hat, fand eine Debatte in der Sendung „Maischberger“ statt, die mit einem einmaligen Vorgang im Fernsehen einherging. Die Autoren des Films konnten sich in der Talkrunde nicht äußern. Als „Ein Debakel für den WDR auf allen Ebenen“ und „Ein missglückter Abend für den WDR“ wurde die Talkshow kommentiert.[4][5] Der WDR bot am Folgetag für die Doku und die Talkrunde einen „Faktencheck“ an, der den Eindruck starker Voreingenommenheit bestärkte. Als Missbrauch des Faktenchecks kommentierte mena-watch den Faktencheck.[6] Teilweise sei einfach nur eine Gegenmeinung im Faktencheck präsentiert worden.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Maischberger" ab 2016 am Mittwoch im Ersten | Maischberger. In: Erstes Deutsches Fernsehen (ARD). ("Maischberger" ab 2016 am Mittwoch im Ersten | Maischberger (Memento vom 17. Januar 2016 im Internet Archive) [abgerufen am 23. November 2016]).
  2. "MAISCHBERGER" – neuer Sendetitel, neuer Sendeplatz | DasErste.de. In: Erstes Deutsches Fernsehen (ARD). ("MAISCHBERGER" – neuer Sendetitel, neuer Sendeplatz | DasErste.de (Memento vom 1. Dezember 2015 im Internet Archive) [abgerufen am 23. November 2016]).
  3. Die Publikumsdebatte: Angst vor dem Islam – Alles nur Populismus? | Maischberger. In: Erstes Deutsches Fernsehen (ARD). Abgerufen am 23. November 2016.
  4. Stefan Winterbauer, Die Antisemitismus-Doku bei „Maischberger“ – ein Debakel für den WDR auf allen Ebenen, MEEDIA, 22. Juni 2017. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  5. Doku und Talk über Antisemitismus – Ein missglückter Abend für den WDR, Spiegel. Abgerufen am 29. Juli 20127.
  6. Der Faktencheck im Faktencheck, mena-watch, 23. Juni 2017. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  7. "Maischberger" zu Antisemitismus-Doku "Haben Sie nicht!" - "Haben wir doch!", Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2017. Abgerufen am 29. Juli 2017