Menso Alting

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Menso Alting

Menso Alting (* 9. November 1541 in Eelde südlich der Stadt Groningen; † 7. Oktober 1612 in Emden, Ostfriesland) war ein bedeutender Prediger und Theologe der Reformationszeit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menso Alting studierte in Köln Theologie. Er trat 1565 vom Katholizismus zur reformierten Kirche über und setzte sein theologisches Studium in Heidelberg fort. Nach Abschluss seiner Studien wirkte er als Prediger in Helpen und Sleen (Holland), musste aber im Juli 1567 in der Folge der spanischen Gegenreformation unter Herzog Alba aus den Niederlanden flüchten. In Leiselheim bei Worms, in Dirmstein bei Frankenthal in der Pfalz und in Heidelberg fand er ein neues Arbeitsfeld. Im Oktober 1575 kam er als Nachfolger von Albert Ritzaeus Hardenberg nach Emden, wo er bis 1612 Leiter des Presbyteriums und Präses des Coetus der reformierten Prediger Ostfrieslands wurde.

Alting beeinflusste maßgeblich die Durchsetzung des Calvinismus in Emden. Zur Abwehr der Gegenreformation erstrebte er eine protestantische Union im Geiste des kämpferischen Calvinismus. Das wiederum verwickelte ihn in die Auseinandersetzungen der Niederlande mit Spanien wie auch der ostfriesischen Stände mit den absolutistischen Neigungen der lutherischen Grafen Edzard II. und Enno III. von Ostfriesland. Alting hat die Sonderstellung der Stadt Emden im Staatsgefüge der Grafschaft mitbegründet.

Menso Alting war mit Ubbo Emmius befreundet. Mit ihm wechselte er fast täglich Briefe. Ubbo Emmius verfasste bald nach dem Tode seines Freundes dessen Biographie.

Sein Sohn, Basilius Alting, erlernte bei ihm die Pharmazie.

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Friedrich Reershemius schreibt in seinem Werk „Ostfriesländisches Prediger-Denkmal“ über Menso Altling:

Er war ein feuriger, unternehmender, begabter Mann und galt sehr viel im Lande. Sonderlich hielt man ihn in Emden sehr hoch, und er hatte die Herzen seiner Gemeinde in seiner Hand.“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]