Mentor – Die Leselernhelfer

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Otto Stender, Mitbegründer und Präsident des Bundesverbandes

Mentor – Die Leselernhelfer Bundesverband e. V. mit Sitz in Köln,[1] ist eine deutsche gemeinnützige Initiative, die sich der Förderung von Heranwachsenden im Bereich Spracherwerb Deutsch widmet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Entwicklung der Lesekompetenz (Lesefähigkeit und Leseverständnis) von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihre Idee „Hannovers Antwort auf Pisa“ fanden das Ehepaar Otto und Johanna Stender, beide Buchhändler, im Freundeskreis breite Unterstützung und gründeten 2003 den genannten Verein.[2] Nach ersten Zeitungsberichten meldeten sich über 100 interessierte Freiwillige; noch im gleichen Jahr wurden fast 200 Schulen in Hannover betreut. Die Initiative wurde zum Erfolgsmodell und erhielt nur ein Jahr später durch den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder den startsocial-Bundespreis.

Mitbegründer Otto Stender und seine erste Schülerin wurden im April 2009 von Prince Charles nach Berlin eingeladen, um dem Kronprinzen die Idee des Mentor-Projektes persönlich vorzustellen.[3]

Die Mentoren arbeiten nach dem 1:1-Prinzip, ein Mentor betreut ausschließlich ein Kind über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. 7.500 Schüler wurden 2011 von rund 6.000 Mentoren begleitet, die wiederum in 40 Regionalvereinen organisiert sind. 2017 werden über 14.000 Schüler von rund 11.000 Mentoren durch 63 regionale Mitgliedsvereine begleitet.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft!“ („Çocular geleceğimizdir Onlari destekleyelin“); Gemeinsamer Informationsstand der Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen (FÖTEV-Nds) mit Mentor – Die Leselernhelfer Hannover e.V.;
2015 beim „Entdeckertag der Region Hannover

Der Verein versteht sich als politisch unabhängige Anlaufstelle für Leseinitiativen in Deutschland, die sich der individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Lese- und Sprachkompetenz verschrieben haben. Der Bundesverband fühlt sich dem Wachstum der Idee Mentor – Die Leselernhelfer verpflichtet und möchte darüber hinaus Qualitätsstandards für die Begleitung der betreuten Kinder und Jugendlichen entwickeln und sichern.

Er dient als Organisations- und Informationsplattform, als Diskussions- und Schulungsforum für seine Mitglieder und vertritt darüber hinaus deren Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft. Mitglieder sind eingetragene Vereine sowie weitere juristische Personen, die den Status der Gemeinnützigkeit nachweisen können. Einmal jährlich entscheidet die Mitgliederversammlung über die weitere Entwicklung der Bewegung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mentor – Die Leselernhelfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Margret Schaaf, Huguette Morin-Hauser (Verantw.): Impressum laut der auf der Webseite des Bundesverbands, zuletzt abgerufen am 3. Mai 2017
  2. Historie auf mentor-leselernhelfer-heidelberg.de
  3. Jan Sedelies: Briten entdecken “Mentor”-Projekt, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 23. April 2009