Menzingen ZG

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ZG ist das Kürzel für den Kanton Zug in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Menzingenf zu vermeiden.
Menzingen
Wappen von Menzingen
Staat: Schweiz
Kanton: Zug ZG
Bezirk: (Der Kanton Zug kennt keine Bezirke.)w
BFS-Nr.: 1704i1f3f4
Postleitzahl: 6313
UN/LOCODE: CH EDB (Edlibach)

CH MZN (Menzingen)

Koordinaten: 687398 / 226153Koordinaten: 47° 10′ 50″ N, 8° 35′ 30″ O; CH1903: 687398 / 226153
Höhe: 805 m ü. M.
Fläche: 27,50 km²
Einwohner: 4337 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 158 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
19,4 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.menzingen.ch
Menzingen

Menzingen

Karte
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Menzingen ist eine politische Gemeinde des Kantons Zug in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menzingen liegt in der hügeligen Landschaft im nordöstlichen Teil des Kantons Zug und grenzt an den Kanton Zürich. Die Gemeinde besteht aus den drei Ortschaften Edlibach, Finstersee und Menzingen.

Seit 2002 ist Menzingen Sitz des neuen Kantonalen Gymnasiums (kgm). In Menzingen liegt das Generalhaus der Priesterbruderschaft St. Pius X. und das Institut der Schwestern vom Heiligen Kreuz (Menzinger Schwestern).

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[3]
Jahr 1850 1880 1900 1910 1920 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner 2'112 2'316 2'495 2'690 2'912 2'976 2'922 3'398 3'340 3'483 3'564 4'197 4'495 4'361

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menzingen wird bereits um 1060 erstmals erwähnt. Die alemannische Siedlungsform mit zahlreichen Einzelhöfen ist bis heute zu erkennen. Der Ort gehört zu den altfreien Gemeinden des Amtes Zug.

1480 wurde Menzingen eine eigene Pfarrei; zuvor war die Schönbrunn-Kapelle das Gotteshaus für die Berggemeinde gewesen. Aus dieser Zeit stammen das gotische Rippengewölbe im Chor der Kirche und die St. Anna-Kapelle. Beim Bau der heutigen Kirche (1620–1637) wurden der prunkvolle Hochaltar und das reich geschnitzte Portal geschaffen. Spätbarock und Klassizismus prägen das Deckengemälde und die farbigen Stuckaturen.

In der Gemeinde stehen sehenswerte Zuger Häuser, oft mit prächtigem Blumenschmuck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Steinhausen besteht aus sechs Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Peter Dittli (FDP): Gemeindepräsident; Präsidial- und Schulabteilung
  • Susan Staub (CVP): Sozial- und Gesundheitsabteilung
  • Barbara Beck-Iselin (ALG): Volkswirtschafts- und Sicherheitsabteilung
  • Martin Kempf (SVP): Bauabteilung
  • Isabelle Menzi (CVP): Finanzabteilung
  • Petra Poletti (parteilos): Gemeindeschreiberin

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2014 des Kantons Zug betrugen die Wähleranteile in Menzingen: CVP 45,0 %, SVP 29,3 %, FDP 13,2 %, GPS und CSP 11,0 %, PPS 1,5 %.[4]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Menzingen: CVP 34,8 %, SVP 28,3 %, FDP 18,8 %, SP 9,8 %, GPS 5,3 %, glp 1,7 %.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Gubel steht das Kapuzinerinnenkloster Maria-Hilf mit einer Wallfahrtskapelle aus dem Rokoko.
  • Die etwas östlich des Dorfes liegende Wallfahrtskapelle St. Wendelin wurde 1597 erbaut.
  • Unter dem Namen Bad Schönbrunn bestand ab 1858 ein Kurhaus bei Edlibach. Das Kurhaus wurde 1968–1970 durch einen modernen Bau ersetzt und beherbergt seitdem ein Bildungshaus, das seit 1993 unter dem Namen Lassalle-Haus auftritt.
  • Institut der Schwestern vom Heiligen Kreuz[6].

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Band I: Einleitung und Zug-Land. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 5). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1934.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Menzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Eidgenössische Volkszählung 2000 – Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden 1850–2000. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel 2002, ISBN 3-303-01154-0
  4. Kanton Zug – Listenergebnisse Menzingen grafisch (C-G) (pdf)
  5. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 15. Juni 2016.
  6. Josef Grünenfelder, Uta Fromherz: Institut Menzingen. Kanton Zug. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 891, Serie 90). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2011, ISBN 978-3-03797-016-4.