Mercedes-AMG GT

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Mercedes-AMG
Mercedes-AMG GT S

Mercedes-AMG GT S

Mercedes-AMG GT
Produktionszeitraum: seit 2014
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Roadster
Motoren: Ottomotoren:
4,0 Liter
(340–430 kW)
Länge: 4546–4551 mm
Breite: 1939–2007 mm
Höhe: 1284–1288 mm
Radstand: 2630[1] mm
Leergewicht: 1615–1645[2] kg
Vorgängermodell: Mercedes-Benz SLS AMG
Nachfolgemodell: keines
Mercedes-AMG GT R
Mercedes-AMG GT C Roadster

Der Mercedes-AMG GT (interne Bezeichnung C 190) ist ein Gran-Turismo. Der Sportwagen von Mercedes-Benz wurde als Coupé am 9. September 2014 erstmals vorgestellt und ist im Frühjahr 2015 in zwei Leistungsstufen auf den Markt gekommen. Die Publikumspremiere fand im Oktober 2014 auf dem Pariser Autosalon statt. Das Kürzel GT auf dem Heck steht für Gran-Turismo. Am 15. September 2016 präsentierte Mercedes-AMG erstmals den Roadster. Auch dieser feiert seine Publikumspremiere wieder auf dem Pariser Autosalon.

Es handelt sich nach dem SLS AMG um das zweite von AMG eigenständig entwickelte Fahrzeug. Jeder Motor wird nach dem Motto „Ein Mann, ein Motor“ von einem Mitarbeiter im AMG-Werk in Affalterbach von Hand zusammengesetzt und mit einer entsprechenden Plakette mit seiner gravierten Unterschrift dokumentiert.[3] Die Rohkarosse wird von ThyssenKrupp System Engineering in Weinsberg gefertigt und zugeliefert[4]. Zusammengebaut wird das Fahrzeug im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen.[5]

Vermarktung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mercedes-AMG stellte den GT am 9. September 2014 bei AMG in Affalterbach vor[6], die erste Präsentation bei einer Messe fand auf der Mondial de l’automobile de Paris 2014 statt.[7]

Erste Bilder des GT-Roadster zeigte Mercedes-AMG am 15. September 2016, auch dieser feiert auf der Mondial de l’automobile de Paris seine Öffentlichkeitspremiere.[8]

Die Auslegung des Sportwagens und seine Positionierung am Markt wird als direkte Konkurrenz zum Porsche 911 gewertet.[9][6]

„Die Revierübertretungen begannen mit Mercedes-Sportwagen wie dem SLR und SLS, sowie mit dem Porsche-Luxusmodell Panamera. Nun legt Daimler nach: Denn der jetzt vorgestellte Mercedes-AMG GT ist eine klare Kampfansage an den Evergreen Porsche 911.“

Tom Grünweg: Spiegel Online[10]

Motor und Getriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Motor mit der Bezeichnung M 178 ist ein hinter der Vorderachse als Frontmittelmotor eingebauter V8-Motor mit 4 Liter Hubraum. Die Motorhöchstleistung des AMG GT beträgt 340 kW (462 PS) bei einer Drehzahl von 6000 Umdrehungen pro Minute, der Motor entwickelt ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern und wiegt 209 Kilogramm.[11] Im GT S leistet der Motor 375 kW (510 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 650 Nm und im auf dem Goodwood Festival of Speed im Juni 2016 präsentierten GT R 430 kW (585 PS) bzw. 700 Nm.

Im Roadster kommt ebenfalls der M178-Motor zum Einsatz. Neben dem GT debütiert noch eine neue GT C-Version mit 410 kW (557 PS) bzw. 680 Nm, die später auch im Coupé angeboten wird.[8] Später folgt im offenen Modell ebenso eine GT S-Motorisierung mit 375 kW und 650 Nm Drehmoment.[12]

Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kommt wie schon beim SLS vom Zulieferer Getrag und ist in Transaxle-Bauweise direkt an der Hinterachse montiert.

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Detroit Motor Show 2017 wurde der überarbeitete AMG GT und AMG GT S sowie der AMG GT C Coupé vorgestellt, die geschlossene Variante des GT C Roadster. Außerdem wurde das Sondermodell Mercedes-AMG GT C Edition 50 präsentiert. Anlass für die Modellpflege sowie die Edition 50 war das 50-jährige AMG-Jubiläum.[13]

Die AMG GT Modellpflege umfasst eine überarbeitete Front, die dem schon zuvor vorgestellten AMG GT C ähnelt, sowie den AMG Panamericana Kühlergrill, abgleitet vom AMG GT3 Rennwagen. Darüber hinaus produzieren der AMG GT bzw. der AMG GT S nach Modellpflege nun 350 kW bzw. 384 kW. Auch neu ist das aus dem AMG GT R stammende und nun für alle AMG GT Modelle verfügbare Luftregelsystem AIRPANEL. Ferner werden die Modelle GT C[14] und GT R[15] zukünftig serienmäßig mit einer Allradlenkung ausgestattet, das Modell GT S erhält diese als optionale Ausstattungsvariante[14].

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngrößen[5] AMG GT AMG GT S AMG GT C AMG GT R
Bauzeitraum 03/2015–03/2017 seit 03/2017[16] 03/2015–03/2017 seit 03/2017 seit 03/2017 seit 03/2017
Motorkenndaten
Motorbezeichnung* M 178 DE 40 AL
Motortyp V8-Ottomotor
Gemischaufbereitung Direkteinspritzung
Motoraufladung Biturbo
Hubraum 3982 cm3
Leistung 340 kW (462 PS)
bei 6000/min
350 kW (476 PS)
bei 6000/min
375 kW (510 PS)
bei 6250/min
384 kW (522 PS)
bei 6250/min
410 kW (557 PS)
bei 5750–6750/min
430 kW (585 PS)
bei 6250/min
max. Drehmoment 600 Nm
bei 1600–5000/min
630 Nm
bei 1700–5000/min
650 Nm
bei 1750–4750/min
670 Nm bei
1800–5000/min
680 Nm
bei 1900–5750/min
700 Nm
bei 1900–5500/min
Kraftübertragung
Antrieb Hinterradantrieb
Lenkung Vorderradlenkung Vorderradlenkung,
Allradlenkung (optional)[14]
Allradlenkung[14][15]
Getriebe AMG SPEEDSHIFT DCT
7‑Gang Doppelkupplungsgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit Coupé 304 km/h 310 km/h 318 km/h
Höchstgeschwindigkeit Roadster 302 km/h 316 km/h
Beschleunigung
0–100 km/h Coupé
4,0 s 3,8 s 3,6 s
Beschleunigung
0–100 km/h Roadster
4,0 s 3,7 s
Kraftstoffverbrauch
auf 100 km (kombiniert) Coupé
9,3 l Super Plus 9,4 l Super Plus 11,4 l Super Plus
Kraftstoffverbrauch
auf 100 km (kombiniert) Roadster
9,4 l Super Plus 11,4 l Super Plus
CO2-Emission (kombiniert) Coupé 216 g/km 219 g/km 259 g/km
CO2-Emission (kombiniert) Roadster 219 g/km 259 g/km

 * Die Motorbezeichnung ist wie folgt verschlüsselt: M = Motor (Otto), Baureihe = 3 stellig, DE = Direkteinspritzung, Hubraum = Deziliter (gerundet), A = Abgasturbolader, L = Ladeluftkühlung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mercedes-AMG GT – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Mercedes-AMG GT. Mercedes-AMG, abgerufen am 3. Oktober 2014 (Offizielle deutsche Website).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abmessungen des Mercedes-AMG GT. Mercedes-Benz, abgerufen am 16. Oktober 2014.
  2. Technische Daten des Mercedes-AMG GT. Mercedes-Benz, abgerufen am 16. Oktober 2014.
  3. Ein Mann, ein Motor. Der AMG Unterschied. Mercedes-AMG, abgerufen am 3. Oktober 2014: „Bei Mercedes-AMG wird traditionell jeder Motor nach der Philosophie „Ein Mann, ein Motor“ von Hand aufgebaut.“
  4. Mercedes - AMG GT lässt die Hüllen fallen. Leichtbau BW, abgerufen am 24. April 2016 (deutsch).
  5. a b Mercedes-Benz AMG GT (C190) - Alle Bilder & Infos auto-fokus.com, 9. September 2014
  6. a b Werner Ehrensperger: Weltpremiere des Mercedes-AMG GT S. Feuerwerk mit Nico Rosberg. Neue Zürcher Zeitung, 18. September 2014, abgerufen am 3. Oktober 2014: „Mercedes jedenfalls nimmt mit dem AMG GT den Kampf gegen den Dauerbrenner Porsche 911 auf – ein bedeutsamer Moment.“
  7. Jonas Eling: Mercedes-AMG GT S: Live-Bbilder auf dem Pariser Autosalon 2014. Porsche, hab acht. Auto Zeitung, 2. Oktober 2014, abgerufen am 3. Oktober 2014.
  8. a b Uli Baumann: Mercedes-AMG GT Roadster (2017). Sportwagen-Version mit Stoffverdeck und mehr Power. auto motor und sport, 15. September 2016, abgerufen am 16. September 2016.
  9. Holger Wittich: Mercedes AMG GT. Das ist der neue Porsche-Jäger. auto motor und sport, 9. September 2014, abgerufen am 3. Oktober 2014.
  10. Tom Grünweg: Weltpremiere Mercedes-AMG GT. Das gibt Ärger mit dem Nachbarn. Spiegel Online, 9. September 2014, abgerufen am 3. Oktober 2014.
  11. Jürgen Voigt: Technik-Check: 4,0-Liter-Biturbo-V8-Motor von Mercedes AMG. Kraft-Konzentrat. Auto Zeitung, 25. Juli 2014, abgerufen am 3. Oktober 2014.
  12. AMG GT Roadster kommt auch als S-Variante. In: Mercedes-Benz Passion Blog. 22. September 2016 (mercedes-benz-passion.com [abgerufen am 19. November 2016]).
  13. Mercedes-AMG wertet AMG GT-Familie umfangreich auf: Mehr Sportwagen von Mercedes-AMG zum 50. Jubiläum | marsMediaSite. In: marsMediaSite. Abgerufen am 10. Januar 2017 (de-de).
  14. a b c d Mercedes-AMG GT Familie. Abgerufen am 22. Februar 2017 (englisch).
  15. a b Der Mercedes-AMG GT R — Das Biest der Grünen Hölle. Abgerufen am 22. Februar 2017 (englisch).
  16. Mercedes startet Produktion von drei neuen AMG GT Sportwagen auf automobil-produktion.de, abgerufen am 5. März 2017.