Mercedes-AMG Project ONE

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Mercedes-AMG
Der Mercedes-AMG Project ONE auf der IAA 2017

Der Mercedes-AMG Project ONE auf der IAA 2017

Project ONE
Produktionszeitraum: ab 2019
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotor:
1,6 Liter
(558 kW)
+ Elektromotoren:
80–120 kW
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
Leergewicht:

Mercedes-AMG Project ONE (interne Bezeichnung R50)[1] ist ein von Mercedes-AMG entwickelter, zweisitziger Plug-in-Hybrid-Supersportwagen,[2] dessen erste öffentliche Vorstellung am 11. September 2017 auf der Internationalen-Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main stattfand.

In dem Fahrzeug wird die gleiche Antriebseinheit verwendet wie in dem Formel-1-Rennwagen Mercedes F1 W07 Hybrid. Die Gesamtleistung des 1,6-Liter-V6-Ottomotors und der drei Elektromotoren beträgt 773 kW (1054 PS).[3] Die Auflage der Kleinserie ist auf 275 Exemplare begrenzt, die Auslieferung der ersten Fahrzeuge soll 2019 beginnen.[4]

Antriebsstrang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Antriebseinheit des Project ONE stammt aus dem in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2016 eingesetzten Rennwagen Mercedes F1 W07 Hybrid. Der als Mittelmotor angeordnete V6-Zylinder Ottomotor von Mercedes AMG HPP hat die Bezeichnung Mercedes-Benz PU106C Hybrid. Mit einem Hubraum von 1,6 Litern leistet er 558 kW (759 PS) bei 11.000/min. Der Motor mit 4-Ventil-Zylinderköpfen ist mit einem elektrisch unterstützten Abgasturbolader und nachgeschaltetem Ladeluftkühler ausgerüstet. Die Schaufelräder des Turboladers und eine 80 kW (109 PS) starke elektrische Maschine sitzen auf derselben Welle im heißen „V“ zwischen den Zylinderköpfen. Dadurch wird ein verzögerungsfreies Ansprechen des Motors erreicht und eine teilweise Rückgewinnung von nicht genutzter thermischer Energie möglich. Ein 120 kW (163 PS) starker Elektromotor wirkt über Zahnräder auf die Kurbelwelle des Verbrennungsmotors und erzeugt im Schleppbetrieb Strom zum Laden der Traktionsbatterien. Die Verbrennungsluft wird über ein Saugluftgehäuse mit einer am Fahrzeugdach positionierten Lufthutze zugeführt. Die Kraftabgabe an die aktiv gelenkten Hinterräder erfolgt über ein neu entwickeltes, automatisiertes Schaltgetriebe mit acht Vorwärtsgängen. Zwei Elektromotoren mit je 120 kW (163 PS) treiben die Vorderräder an. Durch sie ist eine aktive Drehmomentverteilung und der rein elektrische Antrieb über eine Strecke von rund 25 Kilometern möglich.[1][5]

Der Verbrennungsmotor ist auf eine Laufleistung von 50.000 km ausgelegt.[6]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Project ONE
Motorbauart/Zylinder V6 Hybrid
Hubraum 1600 cm³
Motoraufladung Abgasturbolader
Bohrung × Hub
Leistung (Ottomotor) bei min−1 558 kW (759 PS) bei 11.000
Literleistung 474,4 PS/l
Leistung (Elektromotoren) 3x 120 kW
Gesamtleistung 773 kW (1054 PS)
Max. Drehmoment
Höchstgeschwindigkeit > 350 km/h
Beschleunigung (0–100 km/h) < 2,6 Sekunden[3]
Beschleunigung (0–200 km/h) < 6,0 Sekunden
Beschleunigung (0–300 km/h) < 11,0 Sekunden[3]
Getriebe Automatisiertes 8-Gang-Schaltgetriebe
Kohlenstoffdioxid-Emissionen
Verbrauch (NEFZ)
Grundpreis 2,275 Millionen Euro ohne MwSt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mercedes-AMG Project ONE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Holger Wittich, Jens Dralle, Andreas Haupt: Hypercar mit 4 Elektromotoren. 1. September 2017, abgerufen am 1. September 2017.
  2. http://media.daimler.com/marsMediaSite/en/instance/ko.xhtml?oid=29206687&ls=L2VuL2luc3RhbmNlL2tvLnhodG1sP29pZD00ODM2MjU4JnJlbElkPTYwODI5JmZyb21PaWQ9NDgzNjI1OCZib3JkZXJzPXRydWUmcmVzdWx0SW5mb1R5cGVJZD00MDYyNiZ2aWV3VHlwZT10aHVtYnM!&rs=0
  3. a b c Formel 1 für die Strasse. In: IAA Spot. Nr. 2017, S. 38–39.
  4. Georg Kacher, Jan Götze, Katharina Berndt: Über 1000 PS im AMG Hypercar. 1. September 2017, abgerufen am 1. September 2017.
  5. Weltpremiere Showcar Mercedes-AMG Project ONE: Mercedes-AMG bringt Formel 1-Technologie für die Straße. 11. September 2017, abgerufen am 12. September 2017.
  6. Torr, F. (2017): AMG hypercar engine only good for 50,000km, abgerufen am 14. September 2017