Mercedes-Benz M 137

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Der M 137 ist ein V-12-Zylinder-Ottomotor von Mercedes-Benz. Er wurde 1999 im S-Klasse-Modell S 600 der Baureihe 220 eingeführt und löste den M 120 ab. Nachfolger ist der ab 2002 angebotene M 275.

Technik[Bearbeiten]

Der M 137 ist technisch den Acht- und Sechszylindermotoren M 113 und M 112 ähnlich. Wie diese hat er je Zylinderreihe eine Nockenwelle und je Zylinder zwei Einlass- und ein Auslassventil, die von Alu-Rollenkipphebeln betätigt werden, und zwei Zündkerzen, die zeitversetzt angesteuert werden.

Das Leichtmetall-Kurbelgehäuse mit eingegossenen Silitec-Zylinderlaufbuchsen (Al-Si-Legierung) ist in Bedplate-Bauweise ausgeführt, d. h. auf Höhe der Kurbelwelle geteilt, wobei in das Unterteil Kurbelwellen-Lagerbrücken aus GGG eingeschraubt sind.

Der Motor musste für den Einbau in die Baureihe 220 sehr kompakt ausgeführt werden. Der W 220 ist gegenüber dem Vorläufer Baureihe 140 deutlich kleiner; der Motorraum im W 220 ist konzeptiv auf die Abmessungen des Achtzylinders M 113 abgestimmt. Die Entscheidung, im W 220 dennoch wieder wie im Vorgänger auch einen Zwölfzylinder anzubieten, war im Verlauf der Entwicklung recht spät gefallen. Darum wurde der V12-Motor leicht langhubig ausgelegt (Kolbenhub größer als Zylinderbohrung); der Zylinderabstand wurde auf nur 90 mm festgelegt.

Der M 137 ist nicht nur wesentlich kleiner, sondern mit 220 kg auch um 80 kg leichter als der M 120. Der M 137 ist als Dreiventiler und mit nur einer Nockenwelle pro Bank etwas einfacher aufgebaut als sein Vorgänger M 120, der ein Vierventiler mit zwei Nockenwellen pro Zylinderbank ist.

Der M 137 besitzt als Neuerung hingegen eine Zylinderabschaltung. Bei niedriger Last und bis zu einer Drehzahl von 3000/min läuft der Motor zwar mit allen zwölf Kolben, es "arbeiten" aber nur sechs Zylinder der rechten Bank. Die Ventile der linken Bank werden in geschlossenem Zustand stillgelegt, um Pumpverluste zu vermeiden. Die Schlepphebel sind dafür zweigeteilt; sie können durch einen hydraulisch betätigten Kolben entkoppelt werden. Eine eigene Ölpumpe versorgt diese Hydraulik mit Öl aus dem Motorölkreislauf. Die Zylinderabschaltung verbessert den Wirkungsgrad des Motors durch kleinere Drosselverluste und höhere effektive Verdichtung, da die Zylinder der rechten Bank bei entkoppeltem Ventiltrieb der linken Bank bei weniger drosselnder Klappenstellung besser gefüllt werden und damit der "halbierte Motor" im Sechszylinderbetrieb aus der verbesserten Füllung ein höheres anteiliges Drehmoment erzielt.

AMG[Bearbeiten]

Die etwas im Hubraum erhöhte AMG-Version des M 137 wurde ab Herbst 2001 in der S-Klasse und im CL-Coupé eingesetzt. Wenige Exemplare wurden auch von der G-Klasse (G 63 AMG) mit V12 gebaut. Die auf 6,3 Liter vergrößerte Maschine leistet 326 kW (444 PS). Sie wurde schon 2002 in allen Modellen nach kurzer Zeit vom aufgeladenen 5,5-Liter-Kompressor-V8 abgelöst. Dieser hatte zwar nur acht Zylinder, übertraf den V12 aber in Leistung und Drehmoment deutlich.

Einsatz[Bearbeiten]

M 137 E 58[Bearbeiten]

Verkaufsbezeichnung Baureihe Bauzeitraum
Hubraum: 5786 cm³, Leistung: 270 kW (367 PS) bei 5500/min, Drehmoment: 530 Nm bei 4250/min
CL 600 C 215 1999–2002
S 600 L W/V 220 1999–2002

M 137 E 63[Bearbeiten]

Verkaufsbezeichnung Baureihe Bauzeitraum
Hubraum: 6258 cm³, Leistung: 326 kW (444 PS) bei 5500/min, Drehmoment: 620 Nm bei 4400/min
CL 63 AMG C 215 2001–2002
S 63 AMG W/V 220 2001–2002
G 63 AMG W 463 2002–2003

Technische Daten[Bearbeiten]

M 137 E 58[Bearbeiten]

  • Zylinderbankwinkel: 60°
  • Zylinderabstand: 90 mm
  • Bohrung x Hub: 84 mm x 87 mm
  • Hubraum: 5786 cm³
  • Einspritzung: Saugrohreinspritzung
  • Verdichtung: 10,0 : 1
  • Leistung: 270 kW (367 PS) bei 5500/min
  • Drehmoment: 530 Nm bei 4250/min

M 137 E 63 AMG[Bearbeiten]

  • Zylinderbankwinkel: 60°
  • Bohrung x Hub: 84,5 mm x 93 mm
  • Hubraum: 6258 cm³
  • Einspritzung: Saugrohreinspritzung
  • Verdichtung: 10,0:1
  • Leistung: 326 kW (444 PS) bei 5500/min
  • Drehmoment: 620 Nm bei 4400/min

Quellen/Weblinks[Bearbeiten]