Mercedes-Maybach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Mercedes Maybach)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mercedes-Maybach S 500 4MATIC
Heckansicht
Mercedes-Maybach Pullman

Mercedes-Maybach ist seit Ende 2014 eine Ergänzungsmarke von Mercedes-Benz. Sie folgt auf die bis dahin bestandene Maybach-Manufaktur, die eine Sparte der Daimler AG war, die Limousinen der Marke Maybach produzierte und verkauft hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Maybach verkaufte bereits die Maybach-Motorenbau GmbH von 1921 bis 1941 luxuriöse Automobile[1]. 1960 übernahm Daimler-Benz die Maybach-Motorenbau GmbH und damit die Markenrechte. Die Maybach-Motorenbau GmbH wurde 1969 zu MTU Friedrichshafen umfirmiert. Erst im Jahr 2000 kündigte der Daimler-Benz-Nachfolge-Konzern DaimlerChrysler (heutige Daimler AG) an, ab 2002 wieder Fahrzeuge unter der Marke Maybach zu verkaufen,[2] Ende des Jahres 2002 wurden schließlich die ersten Fahrzeuge ausgeliefert.[3]

Im November 2011 gab Daimler-Chef Dieter Zetsche bekannt, die Marke Maybach werde 2012 zu Gunsten weiterer Modelle der Mercedes S-Klasse eingestellt. Verkauft wurden die Maybach-Limousinen noch bis ins Jahr 2013, danach sollte der Name Maybach nicht mehr genutzt werden.

Am 17. Dezember 2012 verließ das letzte Maybach-Fahrzeug die Maybach-Manufaktur im Daimler-Werk Sindelfingen.[4]

Ende 2014 wurde jedoch die erneute Verwendung des Namens Maybach durch den Daimler-Konzern bekanntgegeben. Die verlängerte Version (X 222) der aktuellen Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe 222) trägt nun den Namenszusatz Maybach. Der Mercedes-Maybach S 500 (4,7-l-V8) bzw. S 600 (6,0-l-V12) wird neben hochwertigeren Materialien und abermals gesteigerter Beinfreiheit (+ 40 cm im Gegensatz zur Standard-S-Klasse) im Fond nun auch auf der Fahrerseite über den optionalen Liegesitz verfügen. Zudem erhält die Mercedes-Maybach S-Klasse exklusive Ausstattungsoptionen, die anderen Varianten der S-Klasse vorenthalten bleiben.[5] Der neue Mercedes-Maybach S 500 und S 600 wurden erstmals auf der Los Angeles Auto Show und auf der Guangzhou International Automobile Exhibition in China präsentiert. Als Hauptabsatzmärkte der Luxuslimousine werden China, Russland und die USA genannt.[6]

Den Mercedes-Maybach S 500 und S 600 erkennt man am Maybach-Logo, welches seitlich an der C-Säule angebracht wurde. Außerdem ist der Maybach 20 cm länger als die S-Klasse.

Auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance im August 2016 wurde das Konzeptfahrzeug Mercedes-Maybach 6 vorgestellt. Der 5,70 Meter lange Zweitürer zeigt ein mögliches Maybach-Coupé, das als Alternative zu den Modellen Wraith und Phantom Coupé von Rolls-Royce auf den Markt kommen könnte. Den Antrieb in der Studie übernehmen vier Elektromotoren, die alle vier Räder antreiben und eine Gesamtleistung von 550 kW (750 PS) erreichen. Der Viersitzer beschleunigt auf 100 km/h in unter vier Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die Reichweite beträgt 500 Kilometer.[7] Bereits 2005 präsentierte die Maybach-Manufaktur mit dem Exelero ein ähnliches Luxus-Coupé.

Pkw-Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S-Klasse als Mercedes-Maybach
    • S 500 (auch als 4MATIC) (Biturbo-V8, 4.663 cm³, 335 kW (455 PS), 700 Nm)
    • S 600 (Biturbo-V12, 5.980 cm³, 390 kW (530 PS), 830 Nm)

Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Maybach werden auch Lederartikel, Brillen und weitere Produkte von der MAYBACH Icons of Luxury GmbH vertrieben.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mercedes-Maybach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maybach 1921-2012 – Zwei Leben Viele historische Bilder auf zwischengas.com (zuletzt aufgerufen 5. Juli 2016)
  2. „Ausblick“ (PDF) In: Geschäftsbericht der DaimlerChrysler AG 2000. Abgerufen am 27. Februar 2009.
  3. „Mercedes Car Group“ (PDF) In: Geschäftsbericht der DaimlerChrysler AG 2002. Abgerufen am 27. Februar 2009.
  4. Harry Pretzlaff: Für den Maybach war nichts zu teuer. In: Stuttgarter Zeitung, 30. Dezember 2012.
  5. Daimler beendet Maybach-Ära (Memento vom 26. November 2011 im Internet Archive)
  6. Mercedes-Maybach: Die Wiederbelebung der Luxuslimousine. In: Auto im Test. Abgerufen am 19. November 2014.
  7. Vision Mercedes Maybach 6 in Pebble Beach. In: auto-motor-und-sport.de. 14. August 2016. Abgerufen am 18. August 2016.
  8. Pressemitteilung. In: maybach-luxury.com (englisch).