Merefa-Cherson-Brücke

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Koordinaten: 48° 28′ 4″ N, 35° 5′ 0″ O

Merefa-Cherson-Brücke
Merefo-Chersonskyj mist
Merefa-Cherson-Brücke Merefo-Chersonskyj mist
Die Merefa-Cherson-Brücke über den
an dieser Stelle 1250 m breiten Dnepr
Offizieller Name Мерефо-Херсонський міст/Merefo-Chersonskyj mist
Querung von Dnepr
Ort Dnipro
Konstruktion Bogenbrücke
Gesamtlänge 1610 m
Baubeginn 1912
Fertigstellung 1932
Eröffnung 21. Dezember 1931
Planer G. P. Perederi
Lage
Merefa-Cherson-Brücke (Ukraine)
Merefa-Cherson-Brücke
Dneprarm mit Klosterinsel links und Merefa-Cherson-Brücke im Hintergrund

Die Merefa-Cherson-Brücke (ukrainisch Мерефо-Херсонський міст/Merefo-Chersonskyj mist, russisch Мерефо-Херсонский мост/Merefo-Chersonski most) ist eine 1610 Meter lange Eisenbahnbrücke über den Dnepr in der ukrainischen Stadt Dnipro.

Die zweitälteste Brücke der Stadt[1] und die erste Eisenbahn-Bogenbrücke in der Sowjetunion war zum Zeitpunkt ihrer Konstruktion die größte Bogenbrücke Europas und wird als ein einzigartiges Ingenieurbauwerk im Register der Architekturdenkmäler der Ukraine aufgeführt (FN P-86, 1 bis 493 PS, op. 1).[2]

Sie führt vom rechten Dneprufer über den Bischof-Kanal (Архієрейська протока), einen Seitenarm des Dneprs, und die Klosterinsel an das linke Ufer des Flusses.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während des Russischen Kaiserreiches wurde der Bau einer Eisenbahnbrücke im damaligen Jekaterinoslaw für die Eisenbahnstrecke MerefaCherson beschlossen. Der Streckenname gab der Brücke auch ihren Namen.

Die ersten Bautätigkeiten fanden in den Jahren 1912 bis 1916 statt, wurden dann aber durch den Ersten Weltkrieg, die anschließenden Wirren des Russischen Bürgerkrieges und den nachrevolutionären Umgestaltungen unterbrochen. Anfang der 1930er Jahre wurde der Bau der Brücke wieder aufgenommen und nach nur einem Jahr und vier Monaten Bauzeit wurde am 24. Oktober 1932 der letzte Kubikmeter Beton verlegt. Am 21. Dezember desselben Jahres fand die Inbetriebnahme statt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie von der aus Dnepropetrowsk abrückenden Roten Armee unbrauchbar gemacht. Die deutschen Besatzer setzten die Brücke wieder instand und benannten sie nach Generaloberst von Kleist, der persönlich zur Eröffnung „seiner“ Brücke kam. Beim Rückzug der Wehrmacht zerstörte diese die Brücke erneut. Nach Kriegsende wurde sie wieder aufgebaut.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Stadt-Brücken Dnipro, (russisch); zuletzt abgerufen am 7. Februar 2014
  2. Zentrales Staatsarchiv der Wissenschaft und Technik Ukraine, (ukrainisch); zuletzt abgerufen am 7. Februar 2014