Merkel-Zelle

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In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Unklar, bei welchen Lebewesen es die Merkel-Zellen gibt. Scheint es bei allen Säugetieren zu geben, aber eventuell auch noch bei anderen (Wirbel-)Tieren/sonstigen Lebewesen? --S.K. (Diskussion) 23:46, 28. Nov. 2015 (CET)
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Schema: Bestandteile der Haut mit Merkel-Zelle (gelb dargestellt)

Merkel-Zellen oder Merkel-Körperchen (benannt nach dem Göttinger Anatomen Friedrich Merkel, der die Zellen im Jahr 1875 entdeckte)[1] sind spezielle Sinneszellen in den tieferen Anteilen der Epidermis (Basalzellschicht/Stratum basale), die als Druckrezeptoren wirken. Sie befinden sich einzeln (in der unbehaarten Haut) oder in Gruppen (in der behaarten Haut, dann gelegentlich auch als Pinkus-Iggo-Tastscheiben bezeichnet) zwischen den Basalzellen. Der Komplex aus Merkel-Zellen und Nervenendigung wird als Merkel-Scheibe bezeichnet.

Merkel-Zellen gehören zu den Mechanorezeptoren der taktilen Wahrnehmung. Sie adaptieren langsam und feuern mit einer zur Reizintensität, also der Druckstärke, proportionalen Frequenz. Adäquater Reiz ist Eindrücken der Haut mit einer Rate von 0,3 bis 3 Hz.

Die Merkel-Zellen der Säugetiere sind epithelialen Ursprungs.[2] Sie enthalten Zytokeratine, neuropeptidhaltige Granula und kurze Fortsätze. Wahrscheinlich sind sie auch neurosekretorisch aktiv. Ein von den Merkel-Zellen ausgehender seltener bösartiger Tumor ist das Merkelzellkarzinom.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. F. Merkel: Tastzellen and Tastkoerperchen bei den Hausthieren und beim Menschen. In: Arch Mikrosc Anat. 11, 1875, S. 636–652.
  2. K. M. Morrison, G. R. Miesegaes, E. A. Lumpkin, S. M. Maricich: Mammalian Merkel cells are descended from the epidermal lineage. In: Developmental biology. Band 336, Nummer 1, Dezember 2009, S. 76–83, ISSN 1095-564X. doi:10.1016/j.ydbio.2009.09.032. PMID 19782676. PMC 2783667 (freier Volltext).