Merlin Rose

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Merlin Rose (* 22. Januar 1993[1][2][3]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merlin Rose stammt aus einer bürgerlichen Familie, die keine Berührungsängste mit der Filmbranche kannte; sein Vater ist Schlosser, seine Mutter Sozialarbeiterin.[4] Schon im Alter von 11 Jahren hatte er den Wunsch, Schauspieler zu werden.[4] 2009 stand er erstmals vor der Kamera, in Bundeskanzler Honecker, einem Kurzfilm der HFF Potsdam/Filmuniversität Babelsberg. Daraufhin folgten einige kleinere Rollen, in denen er schauspielerische Erfahrungen sammelte.[1] Seine erste Fernsehrolle hatte er in einer Folge der KiKA-Serie Krimi.de, in der er die Episodenhauptrolle des jungen Paul Wiegand, den Sohn der Apothekerin Marianne Wiegand (dargestellt von Julia Richter), spielte. Anschließend war er in der ZDF-Komödie Scheidung für Fortgeschrittene (2010) zu sehen, in der er als Timo Wiedemann den Filmsohn von Mariele Millowitsch und Walter Sittler verkörperte.

Ab 2011 folgten dann weitere, auch größere Fernsehrollen.[1] 2011 spielte er in dem Fernsehdrama Vater Mutter Mörder (Premiere: November 2011 beim Filmfest München) den 16-jährigen Jugendlichen und Schüler Lukas Wesnik, der zum kaltblütigen, mehrfachen Mörder wird, und allem Anschein nach zu diesen Taten angestiftet wurde.[5][6] 2011 stand er für insgesamt 13 Folgen der TV-Serie Die Stein als Schüler Nils Metzer vor der Kamera.[1][2]

Es folgten weitere Nebenrollen, unter anderem in der ZDF-Fernsehreihe Frühling als verantwortungsvoller 16-jähriger Bauernsohn Timmy Böhm in dem Fernsehfilm Frühlingskinder (Erstausstrahlung: Februar 2013), eine Gastrolle bei Alarm für Cobra 11 (2013) und eine wiederkehrende Serienrolle in der RTL-Serie Der Lehrer als Jonas Burmeister; er war der uneheliche homosexuelle Sohn der Titelfigur Stefan Vollmer (Hendrik Duryn), der die Schule verlässt, aber mit seinem Vater außerschulisch im Kontakt bleibt.

2013 war Rose als Pommesverkäufer in Feuchtgebiete das erste Mal im Kino zu sehen. 2014 bekam er in Marco Petrys Teenagerkomödie Doktorspiele seine erste Kinohauptrolle.[7][8] Er spielte den „schüchternen Andi“ und „wurde damit auch einem breiteren Publikum bekannt“.[2] In Andreas Dresens Kinofilm Als wir träumten (2015) nach Clemens Meyers gleichnamigen Roman spielte er eine der Hauptrollen, das „wilde Crashkid“ Dani.[4]

Rose hatte außerdem Rollen in mehreren Krimireihen. Im Taunuskrimi verkörperte er im Film Mordsfreunde (Erstausstrahlung: Oktober 2014) in einer Nebenrolle den Gymnasialschüler Jonas Bock. In der Fernsehreihe Zorn (Vom Lieben und Sterben; Erstausstrahlung: April 2015) spielte er den jungen Max Brandt, dem „Schmuddelkommissar Zorn“ das Leben rettet und der sich schließlich als Täter herausstellt.[9] Im Fernsehfilm Marie Brand und die Schatten der Vergangenheit (Erstausstrahlung: Januar 2016) war er der labile und gereizte Adoptivsohn Fabian.[10] Von Februar bis April 2016 spielte er in der 1. Staffel der ZDF-Krimiserie Die Spezialisten – Im Namen der Opfer in zehn Folgen eine der Hauptrollen im Ermittler-Team, den jungen Kriminalkommissar Jannik Meissner.[11]

In der österreichisch-deutschen Filmproduktion Aus der Haut, die im Juni 2015 ihre Premiere auf dem Filmfest München hatte und im März 2016 im Ersten erstausgestrahlt wurde, spielte Rose die männliche Hauptrolle. Er verkörperte den 17-jährigen Milan Schultze, der feststellt, dass er schwul ist, und an dieser Erkenntnis fast zerbricht.[12][13] Rose wurde für seine Rolle 2016 mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis ausgezeichnet.[1]

Im 3. Teil der Krimireihe Der Usedom-Krimi mit dem Titel Engelmacher (Erstausstrahlung: November 2016) spielte Rose den jungen Gärtner Christoph Dierwald, einen radikalen Abtreibungsgegner, der auf Usedom gegen den polnisch-deutschen „Abtreibungstourismus“ kämpft, und sich große Sorgen um seine verschwundene polnische Freundin macht.[14] Im 25. Fall der ZDF-Krimireihe Kommissarin Lucas (Erstausstrahlung: Mai 2017) verkörperte Rose die Figur des jungen Johannes Conrad, einen Anhänger der örtlichen Regensburger Neonazi-Szene.[15][16]

Im Dresdner Tatort: Level X (Erstausstrahlung: Juni 2017) spielte er das Mordopfer, den 17-jährigen Simson, der sein Geld damit verdient, indem er anderen Leuten Streiche („Pranks“[17]) spielt, sich dabei filmt und live im Internet überträgt. Im Oktober 2017 war er im ZDF-Zweiteiler Tod im Internat zu sehen; er spielte Till Rückert, den Freund der Tochter des designierten LKA-Präsidenten Herbert Wichert. In der ZDF-Krimireihe Unter anderen Umständen hatte er in der Episode Liebesrausch (Erstausstrahlung: Dezember 2017) eine Nebenrolle als Jonas Rogge; er spielte den Sohn eines manisch-depressiven Vaters. Im Dezember 2017 war Rose außerdem in der ZDF-Krimireihe Ein starkes Team in der Episode Familienbande in einer Hauptrolle an der Seite von Michelle Barthel zu sehen; er spielte Tobias Stens, den männlichen Part eines „zornigen“ und „eiskalten“ Entführerpärchens.[18]

Merlin Rose lebt in Berlin.[2][4] Zu seinen Hobbys gehören Lesen, Musik und Longboard-Fahren.[19]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Merlin Rose bekommt Nachwuchspreis für Hauptrolle in MDR/ORF-Koproduktion „Aus der Haut“ (Memento des Originals vom 9. Oktober 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de. Offizielle Internetpräsenz des MDR vom 3. Juni 2016. Abgerufen am 9. Oktober 2017.
  2. a b c d Von den Verhältnissen. Kurzbiografie. In: der Freitag vom 26. Februar 2015. Abgerufen am 9. Oktober 2017.
  3. STARPORTRÄT: Merlin Rose. Biografie und Porträt in GALA. Abgerufen am 9. August 2018.
  4. a b c d Der Schauspieler Merlin Rose: Berlin, mittags, Regen. Porträt und Interview. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 9. Oktober 2017.
  5. TV-Kritik: "Vater Mutter Mörder": Brillantes Psychodrama. Fernsehkritik. In: Frankfurter Neue Presse vom 16. Juni 2015. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  6. ZDF-Drama "Vater Mutter Mörder": Drei Menschen tot, alle Fragen offen. Fernsehkritik. In: DER SPIEGEL vom 10. Februar 2012. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  7. Merlin Rose bei filmportal.de
  8. Merlin Rose Agenturprofil
  9. TV-Kritik: "Vom Lieben und Sterben": Nicht überzeugend. Fernsehkritik. In: Frankfurter Neue Presse vom 17. April 2015. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  10. MARIE BRAND UND DIE SCHATTEN DER VERGANGENHEIT. Handlung bei filmstarts.de. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  11. Die Spezialisten – Im Namen der Opfer auf stern.de
  12. "Aus der Haut": Wenn nur die anderen nicht wären auf ZEIT online vom 9. März 2016. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  13. Interview: AUS DER HAUT. Interview mit Merlin Rose auf UFA FICTION. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  14. Engelmacher – Der Usedom-Krimi. Handlung, Besetzung und Bildergalerie. Offizielle Internetpräsenz Das Erste. Abgerufen am 16. November 2018
  15. ZDF-KRIMI: Der 25. Fall von "Kommissarin Lucas" ist keine Sternstunde. Fernsehkritik. In: Berliner Morgenpost vom 6. Mai 2017. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  16. Reihe „Kommissarin Lucas – Familiengeheimnis“. Fernsehkritik. Auf: Tittelbach.tv vom 6. Mai 2017. Abgerufen am 9. Oktober 2017
  17. Englischsprachiges Wiktionary: prankster
  18. Tilmann P. Gangloff: Eiskalte Früchtchen. Fernsehkritik. In. Frankfurter Rundschau vom 29. Dezember 2017. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  19. "Aus der Haut": Nachwuchs-Star Merlin Rose mit kleinem Liebes-Geheimnis. In: B.Z. vom 9. März 2016. Abgerufen am 9. Oktober 2017