Mescherin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mescherin führt kein Wappen
Mescherin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mescherin hervorgehoben
53.247514.4316666666674Koordinaten: 53° 15′ N, 14° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gartz (Oder)
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 31,04 km²
Einwohner: 795 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16307
Vorwahl: 033332
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 393
Adresse der Amtsverwaltung: Kleine Klosterstraße 153
16307 Gartz (Oder)
Webpräsenz: www.gartz.de
Bürgermeister: Wilfried Burghardt
Lage der Gemeinde Mescherin im Landkreis Uckermark
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Mescherin ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Uckermark. Sie liegt im Bundesland Brandenburg (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Gartz (Oder) mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Das westliche Gemeindegebiet liegt im Bereich einer Endmoräne, die sich am Westrand des Odertales mit Höhen von etwa 65 m ü. NN entlang zieht. Der Hauptort Mescherin dagegen liegt direkt am steilen Ufer der Westoder, die 10 km flussaufwärts aus der Teilung des Hauptstromes, der hier nur Zentimeter über dem Meeresspiegel liegt, hervorgeht. Die Westoder (polnisch: Odra Zachodnia) ist Grenzfluss zur Republik Polen, die parallel fließende Ostoder (polnisch: Odra Wschodnia) befindet sich vollständig auf polnischem Territorium. Zwei Kilometer nördlich von Mescherin ist auch die Westoder beidseitig polnisch; hier beginnt der etwa 55 km lange Abschnitt der Landgrenze zu Polen, der sich nach Norden bis zum Stettiner Haff hinzieht.

Die nächstgelegenen Städte sind Gryfino (Greifenhagen), Gartz (Oder), Penkun und Stettin. Mescherin ist die nördlichste Gemeinde im Nationalpark Unteres Odertal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2002 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Mescherin, Neurochlitz, Radekow und Rosow zusammen.[2] Sie sind seitdem Ortsteile der Gemeinde Mescherin. Daneben gehören die bewohnten Gemeindeteile Staffelde des Ortsteils Mescherin sowie Neu-Rosow des Ortsteils Rosow zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Seeberg, Blick in Richtung Osten.

1297 wurde Mescherin erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der das gesamte Gebiet stark in Mitleidenschaft zog, gehörte Mescherin 72 Jahre zu Schwedisch-Pommern.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde aus anfänglichen Sandgruben ein regelrechter Abbau-Standort. 1857 wurden zwei Holzbrücken über die Oder gebaut, 1911 folgte eine Eisenbrücke, die nach lang anhaltenden Kampfhandlungen 1945 zerstört wurde. Bis 1945 war Mescherin ein Bestandteil der preußischen Provinz Pommern.

Mit dem Bau von Wochenendhäusern und einem Campingplatz ab 1977 begann die Erschließung der Gemeinde für den Tourismus. 1999 wurde das Bollwerk an der Westoder restauriert, so dass heute auch Sportboote dort anlegen können.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 819
1890 746
1910 840
1925 613
1933 638
1939 692
1946 784
1950 611
1964 634
1971 616
Jahr Einwohner
1981 469
1985 431
1989 382
1990 377
1991 365
1992 386
1993 390
1994 408
1995 406
1996 401
Jahr Einwohner
1997 396
1998 398
1999 417
2000 411
2001 397
2002 809
2003 800
2004 785
2005 776
2006 778
Jahr Einwohner
2007 783
2008 777
2009 788
2010 785
2011 760
2012 791
2013 784
2014 795

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Nach den Ergebnissen des Zensus 2011 hat die Gemeinde einen Ausländeranteil von 13,8 %, wobei es sich ausschließlich um polnische Staatsbürger handelt.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Mescherin besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Dorfverein am Oderstrom 4 Sitze
  • Pro Neurochlitz 2 Sitze
  • Bürgerliste Rosow 2 Sitze
  • Pro Radekow 1 Sitz
  • Die Linke 1 Sitz

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Mescherin ist der Endpunkt der B 113, die zwei Kilometer westlich von Mescherin die B 2 (Schwedt/Oder–Szczecin) kreuzt. Die B 113 führt in zwölf Kilometern Entfernung zum Autobahnanschluss Penkun der A 11. Die nächste Bahnstation ist der Bahnhof Tantow an der Bahnstrecke Berlin–Szczecin in der Nachbargemeinde Tantow. Bis 1980 gab es mit dem Bahnhof Rosow auch im heutigen Mescheriner Ortsteil Rosow eine Bahnstation. Zur polnischen Nachbarstadt Gryfino/Greifenhagen besteht in Fortführung der B 113 ein Grenzübergang über die Oder.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gedenkstein neben der Kirche

In der Liste der Baudenkmale in Mescherin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 22–25
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Zensus 2011
  6. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mescherin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien