Messerschmitt Bf 163

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Messerschmitt Bf 163
Seitenriss der Bf 163
Typ: STOL-Flugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Messerschmitt AG
Erstflug: 19. Februar 1938
Indienststellung:
Stückzahl: 1

Die Messerschmitt Bf 163 ist ein propellergetriebenes Flugzeug, das als Konkurrenzentwurf zur Fieseler Fi 156 Storch und Flugzeugwerk Halle KG (später Siebel) Fh/Si 201 beim Reichsluftfahrtministerium eingereicht wurde. Entwickelt wurde zunächst bei BFW in Augsburg. Kurze Zeit später wurde der Entwurf, für den Robert Lusser zuständig war, an die Firma Rohrbach in Berlin zur Durcharbeitung weitergeleitet, da BFW zu dieser Zeit durch andere Projekte stark ausgelastet war. Die Firma Rohrbach übertrug ihrerseits wiederum den Bau und das Einfliegen der Firma Weserflug. Die dadurch entstandene zeitliche Verzögerung hatte zur Folge, dass bei Beginn des Zusammenbaus der Teile die Erprobung des Storchs in Rechlin bereits abgeschlossen war und das Reichsluftfahrtministerium sich für ihn entschieden hatte.

Daraufhin wurde das Flugzeug heruntergestuft auf zunächst nur zwei Stück, schließlich auf nur eines, dessen Erstflug am 19. Februar 1938 stattfand. Mit dieser Maschine wurden am 22. und 23. Februar neun weitere Flüge durchgeführt. Auf die geplante Erprobung bei der Erprobungsstelle Rechlin wurde verzichtet und es wurde daraufhin nach Augsburg zurückgebracht. Am 29. September 1938 wurde es als Lehrobjekt der Fliegertechnischen Schule München übergeben, auf Initiative des Konstrukteurs Richard Bauer, der an der Schule auch Flugzeugbau lehrte.[1] Als technische Besonderheit konnte bei der Bf 163 der mit einem automatischen Vorflügel über die ganze Spannweite und mit weit ausschlagenden Klappen versehene Flügel im Fluge den Einstellwinkel verändern, so dass der Rumpf stets seine horizontale Lage beibehielt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung ein Pilot und zwei Beobachter
Länge 9,75 m
Spannweite 13,58 m
Höhe ca. 3 m
Tragflügelfläche ca. 25 m²
Leermasse ca. 900 kg
Flugmasse ca. 1400 kg
Höchstgeschwindigkeit ca. 200 km/h
Mindestgeschwindigkeit 45 km/h
Reichweite ca. 400 km
Dienstgipfelhöhe ca. 4500 m
Triebwerke 1 × Argus As 10C, hängender, luftgekühlter V8-Motor mit 240 PS Startleistung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans J. Ebert, Johann B. Kaiser, Klaus Peters: Willy Messerschmitt – Pionier der Luftfahrt und des Leichtbaues. Eine Biographie. Bernard & Graefe, Bonn 1992, ISBN 3-7637-6103-9, S. 205.