Messingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Messingen
Messingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Messingen hervorgehoben
52.4666666666677.466666666666734Koordinaten: 52° 28′ N, 7° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Freren
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 25,43 km²
Einwohner: 1093 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49832
Vorwahl: 05905
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
49832 Freren
Webpräsenz: www.messingen.de
Bürgermeister: August Roosmann (CDU)
Lage der Gemeinde Messingen im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
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Die Gemeinde Messingen liegt im Süden des Landkreises Emsland und ist Teil der Samtgemeinde Freren.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Messingen liegt im Schnittpunkt der Landesstraßen L 57, L 58 und der Kreisstraße K 332 etwa 13 km südöstlich von Lingen.

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Thuine, Baccum und Langen, im Osten die Stadt Freren, im Süden die Gemeinde Beesten und im Westen die Stadt Lingen und die Gemeinde Lünne.

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Der Name des Ortes kommt als Masinge im Corveyer Heberegister vor. Die Herkunft des Namens ist nicht ganz sicher. Nach Jellinghaus scheint ein Eigenname mit der Bedeutung Wald der Masinge dahinter zu stecken. Das Grundwort -ingen steht für eine Ortsnamenendung germanischen Ursprungs; Diese geht auf eine siedelnde Sippe oder ganz allgemein auf Ansiedlung zurück.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Heberegistern der Abtei Werden wird Messingen erstmals bereits 835 als zum Venkigau gehöriger Ort erwähnt. Die Tributpflicht scheint von Werden nach Corvey gewechselt zu haben. In einer Urkunde des Klosters Corvey von 836 - 891 wird berichtet, dass Garward und Erb einen Teil des Messinger Waldes an Corvey schenkten, was durch Hohrid, Aldmer, Ragenwig, Pumi, Bernold und Ardwich bezeugt wurde. Ziozo und Baessi lieferten jährlich sechs Maß Honig und ein Schaf, Gerold acht Scheffel Gerste, zwei Schafe und eineinhalb Krüge Honig.

Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch in Messingen Spuren. So kamen 1623 die Mansfelder und kurz darauf die Kaiserlichen. Sie raubten und verwüsteten das Land und die Kirche.

Im Jahre 1806 wurde Messingen von Thuine abgepfarrt und zu einer eigenen Pfarrei erhoben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1832 1850 1862 1875 1900 1925 1933 1939 1950 2006 2008
Einwohner 725 702 667 584 621 681 760 747 979 1184 1105

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Dem Gemeinderat setzt sich aus 11 Ratsfrauen und -herren zusammen. Diese gehören nach der Kommunalwahl 2011 weiterhin alle der CDU an.[2]

Die nächsten Kommunalwahlen werden 2016 stattfinden.

Kirche St. Antonius[Bearbeiten]

Bereits im Jahr 1295 gab es in Messingen eine Antonius-Kapelle. An Sonn- und Festtagen, zur Taufe, zur Erstkommunion, zur Eheschließung und zu Beerdigungen gingen die Einwohner von Messigen in die Pfarrkirche Thuine. 1806 wurde dann in Messsingen eine eigene Kirchgemeinde gebildet.

Am 7. August 1862 wurde der Grundstein zur heutigen Kirche St. Antonius gelegt. Die alte Kapelle war nicht nur zu klein geworden, sondern an einigen Stellen baufällig. Nur der Turm konnte von der alten Kapelle erhalten und in den Neubau integriert werden. Die feierliche Konsekration fand am 30. November 1863 statt, bis zur endgültigen Fertigstellung am 29. Juli 1868 vergingen aber noch fast fünf Jahre. 1868 bekam die Kirche die erste Orgel; die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1959. In den Jahren 1991 bis 1993 fanden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Außen- und Innenbereich der Kirche statt.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind Rheine-Nord an der Autobahn A 30 sowie Lingen an der A 31.
In Osnabrück und Münster befinden sich die nächsten ICE-Bahnhöfe.
Der Flughafen Münster-Osnabrück ist knapp 50 km entfernt.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück: Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling: Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth, Heinrich Dünheuft: Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Hg.): Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983), ISBN 3-487-01733-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://www.freren.com/
  3. Geschichte der Kirche auf www.pfarreiengemeinschaftfreren.de. Abgerufen am 26. August 2011 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Messingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien