Meta (Webspinne)

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Meta
Meta menardi

Meta menardi

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Familie: Dickkieferspinnen (Tetragnathidae)
Gattung: Meta
Wissenschaftlicher Name
Meta
C. L. Koch, 1836

Meta ist eine Gattung der Echten Webspinnen aus der Familie der Dickkieferspinnen (Tetragnathidae) mit weltweiter Verbreitung und umfasst 34 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung wird uneinheitlich abgegrenzt, sie wird von einigen nahe verwandten Gattungen vor allem anhand der Begattungsorgane, der Epigyne des Weibchens und des männlichen Pedipalpus differenziert. Sie umfasst mittelgroße Arten (in Europa von 8 bis 17 Millimeter Körperlänge), die Radnetze bauen, bei welchen die Nabe des kreisförmigen Netzes offen ist. Das Grundglied der Cheliceren ist bei Meta (und der nahe verwandten Gattung Metellina) nicht, wie bei den anderen Arten der Familie auffallend lang und kräftig, so dass die Namenszordnung „Dickkieferspinnen“, oder wissenschaftlich Tetra-Gnathidae (also mit „vier Kiefern“) auf sie eigentlich nicht zutrifft; die Gattung wurde bis in die 1980er Jahre auch noch nicht dieser Familie zugeordnet, sondern bei den Araneidae oder in einer eigenen Familie Metidae eingeordnet. Das Labium wirkt am vorderen (distalen) Ende angeschwollen und ist hier blass gefärbt. Das Sternum (die Bauchplatte) des Vorderkörpers ist glatt, ohne Punktgruben. Der Hinterleib (Ophistosoma) ist rundlich, nicht langgestreckt (Unterschied zu Tetragnatha). Die Beine sind deutlich und reich bestachelt (Unterschied zu Pachygnatha, die zudem keine Fangnetze baut), die Femora der Beine besitzen kein Trichobothrium. Von der Gattung Metellina, deren Arten im Durchschnitt etwas kleiner sind, ist die Gattung ausschließlich anhand der Begattungsorgane differenzierbar: Die Epigyne des Weibchens, das Paracymbium und der Embolus (Bestandteile des Pedipalpus) sind bei Meta stärker sklerotisiert, bei Meta ist der Embolus nicht durch einen Konduktor verborgen, der dorsale Teil des Paracymbiums ist sehr breit und am Ende gelappt. Die Öffnung der Epigyne ist bei Meta eher nach hinten, bei Metellina nach unten (ventral) gerichtet, bei Ansicht von unten ist daher bei Meta die Epigyne mit breiter Grube ausgebildet, bei Metellina mit einer Mittelplatte.

Areal, Lebensweise und Habitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung ist weltweit verbreitet und kommt auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis vor. Die meisten Arten besitzen eine besondere Bindung an Höhlen als Lebensraum, sind also höhlenliebend oder troglophil; dies gilt aber nicht für alle Arten. Sie leben aber meist nicht tief im Höhleninneren, sondern eher in der Zone des Zwielichts nahe dem Höhleneingang. Von dort sind sie auch in menschengemachte Habitate wie Tunnels, Keller, Brücken u.ä. übergegangen. Sie sind Lauerjäger, die ihre Beute mit Hilfe von Radnetzen erbeuten, verlassen aber teilweise auch aktiv das Netz und jagen frei an den Höhlenwänden. Die Weibchen der europäischen Arten legen für ihre Eier einen einige Zentimeter langen rundlichen, an einem Fadenstrang aufgehängten Kokon an, der vom Weibchen bewacht wird. Die geschlüpften Jungspinnen verlassen diesen erst im Frühjahr des folgenden Jahres. Teilweise begeben sie sich zum Höhlenausgang, wo sie sich mit Hilfe eines in die Luft abgegebenen, langen Seidenfadens losfliegen („ballooning“ genannt) und so durch Fernverbreitung neue Habitate kolonisieren können. Sie erkennen diese möglicherweise an dem kühlen Luftzug aus der Öffnung heraus. Die Lebensweise der meisten außereuropäischen Arten ist unbekannt.

Einheimische Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 34 Arten kommen nur drei in Europa vor:

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der World Spider Catalog listet für die Gattung Meta aktuell 34 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 17.0 – Meta. Abgerufen am 14. Juni 2016