Metal Church

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Metal Church
Metal Church live Wacken 2016
Metal Church live Wacken 2016
Allgemeine Informationen
Herkunft Seattle, Vereinigte Staaten
Genre(s) Heavy Metal, Speed Metal, Thrash Metal
Gründung 1981, 1999
Auflösung 1993, 2009
Website www.metalchurchmusic.com
Gründungsmitglieder
Kurdt Vanderhoof
Kirk Arrington (bis 2005)
Mike Murphy (bis 1981)
Duke Erickson (bis 1993)
Gitarre
Craig Wells (bis 1993, 1998)
Letzte Besetzung
Gitarre
Kurdt Vanderhoof
Bass
Steve Unger (seit 2004)
Gitarre
Rick Van Zandt (seit 2008)
Schlagzeug
Stet Howland (seit 2017)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
David Wayne † (1981–1989, 1998–2001)
Gesang
Mike Howe † (1988–1994, 2015–2021)
Gitarre
John Marshall (1989–1993, 1998–2001)
Schlagzeug
Andrew „Raven's Claw“ Peters (?–?)
Gitarre
Jay Reynolds (2004–2008)
Gesang
Ronny Munroe (2004–2014)
Schlagzeug
Jeff Plate (?–2017)

Metal Church ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Seattle. Sie wurde 1981 von Kurdt Vanderhoof unter dem Namen Shrapnel gegründet.

Zur Zeit ihrer Gründung befanden sich die Subgenres Thrash Metal und Speed Metal noch in ihrer Entwicklung. Metal Church prägten diese wesentlich mit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gitarrist Kurdt Vanderhoof Live 2006

Kurdt Vanderhoof gründete die Band zusammen mit Kirk Arrington, Mike Murphy, Duke Erickson und Craig Wells, die er noch aus Highschool-Tagen kannte. Zunächst traten sie als Coverband auf und begann erst nach und nach, eigene Lieder zu schreiben. Statt Kirk Arrington war zunächst ein anderer Freund Vanderhoofs, der spätere Metallica-Mitbegründer Lars Ulrich, als Schlagzeuger vorgesehen. Gerade zur Zeit der Gründung Shrapnels zog dieser jedoch nach Los Angeles um. 1983 wurde die Band in Metal Church umbenannt. Der Name geht auf Kurdt Vanderhoofs Apartment in San Francisco zurück, die sogenannte „Metal Church“, in der sich für ihn und seine Freunde alles um Heavy Metal drehte. 1984 erschien das Debütalbum, das positiv aufgenommen wurde und der Band auch einen kommerziellen Erfolg bescherte. Mit der Veröffentlichung von The Dark wurden Metal Church in einem Atemzug mit Metallica genannt, mit denen sie dann auch auf eine große Tour gingen. Die Band trennte sich in dieser Zeit von David Wayne, da dieser seine Alkoholprobleme nicht mäßigen konnte. Mit dem neuen Sänger Mike Howe (zuvor bei Heretic) und dem Album Blessing in Disguise befanden sich Metal Church 1989 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.

1990er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf The Human Factor zeigte sich Mike Howe 1991 als voll in die Band integriert. Nachdem dieses Album veröffentlicht war, trieb Kurdt Vanderhoof seine Solo-Karriere verstärkt voran, ohne jedoch Metal Church gänzlich aufzugeben. Zusammen mit dem Bedeutungsverlust des gesamten Genres in den 90er-Jahren führte das jedoch dazu, dass die Band sich 1993 nach der Veröffentlichung von Hanging in the Balance auflöste. Die einzelnen Musiker verbrachten die folgenden Jahre mit ihren Solo-Projekten.

Reunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metal Church beim Wacken Open Air 2016

1998 wiedervereinigten sich Metal Church mit David Wayne, als es mit dem Heavy Metal wieder etwas aufwärtsging. Die ersten Lebenszeichen waren das Livealbum Live, welches jedoch nur ein Konzert aus den Achtzigern beinhaltet. 1999 folgte Masterpeace, das auf geteilte Kritiken stieß. 2001 verließ David Wayne die Band, 2004 kamen Ronny Munroe, Jay Reynolds und Steve Unger dazu. Nebenprojekte Vanderhoofs verzögerten die Veröffentlichung des Albums The Weight of the World bis 2004.

2005 musste Kirk Arrington die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen und wurde durch Jeff Plate ersetzt. David Wayne starb am 10. Mai desselben Jahres nach einem Autounfall.

Am 21. Februar 2008 gab die Band bekannt, dass Gitarrist Jay Reynolds die Band aus persönlichen Gründen verlassen habe. Sein Nachfolger war Rick Van Zandt, der bereits mit Ronny Munroe zusammen gespielt hatte.

Im Juli 2009 gab die Band auf ihrer Webseite bekannt, dass sie sich aufgelöst hat, jedoch noch ein letztes Konzert auf dem Rocklahoma spielen wird. Die restlichen Konzerte für 2009 wurden abgesagt. Als Grund für die Trennung wurde unter anderem der Bankrott ihres Labels SPV genannt.

Im Oktober 2012 kam es zur zweiten Reunion. Im Oktober 2013 veröffentlichte die Band ihr Album Generation Nothing. Im September 2014 verließ Ronny Munroe die Band.

2015 gab die Band auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass Mike Howe nach über 20 Jahren zur Band zurückkehren werde und ein neues Album geplant sei.[1] 2016 veröffentlichte die Band ihr Comeback Album XI und im Dezember 2018 folgte mit Damned if you Do ein weiteres Album.

Mike Howe starb am 26. Juli 2021 im Alter von 55 Jahren durch Suizid.[2][3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH US US
1984 Metal Church
Ground Zero
Erstveröffentlichung: Juli 1984
1986 The Dark
Elektra Records
US92
(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 1986
1989 Blessing in Disguise
Elektra Records
DE39
(4 Wo.)DE
US75
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. Februar 1989
1991 The Human Factor
Epic Records
DE39
(4 Wo.)DE
US75
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. März 1991
1993 Hanging in the Balance
SPV/Steamhammer
DE79
(8 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 1993
1999 Masterpeace
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 22. Juli 1999
2004 The Weight of the World
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 28. September 2004
2006 A Light in the Dark
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2006
2008 This Present Wasteland
SPV/Steamhammer
Erstveröffentlichung: 23. September 2008
2013 Generation Nothing
Body of Work Recordings
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2013
2016 XI
Rat Pak Records
DE34
(1 Wo.)DE
AT51
(1 Wo.)AT
CH30
(1 Wo.)CH
US57
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. März 2016
2018 Damned If You Do
Nuclear Blast
DE68
(1 Wo.)DE
CH83
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2018
2020 From the Vault
Nuclear Blast
DE85
(2 Wo.)DE
CH78
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 10. April 2020

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Live
  • 1998: Live in Japan

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Gods of Wrath
  • 1986: Start the Fire
  • 1986: Watch the Children Pray
  • 1988: Iron Man (mit Sir Mix-a-Lot)
  • 1989: Fake Healer
  • 1989: Badlands
  • 1991: Date with Poverty
  • 1991: In Harm’s Way
  • 1991: In Mourning
  • 1991: The Human Factor
  • 1993: Gods of Second Chance
  • 2015: Badlands

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Dynamo – Classic Concerts 1991

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Watch the Children Play
  • 1989: Badlands
  • 1991: Date with Poverty
  • 1991: In Harm’s Way
  • 2016: No Tomorrow
  • 2016: Needle & Suture
  • 2018: Damned If You Do

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Metal Church – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Metal Church Rejoined By Singer Mike Howe. In: Blabbermouth.net. 30. April 2015. Abgerufen am 30. April 2015.
  2. METAL CHURCH - Mike Howe ist tot, abgerufen am 27. Juli 2021
  3. https://www.rockhard.de/artikel/metal-church-mike-howe-nahm-sich-das-leben_553041.html