Metal Church

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Metal Church
Jay Reynolds (links) und Kurdt Vanderhoof 2006
Jay Reynolds (links) und Kurdt Vanderhoof 2006
Allgemeine Informationen
Genre(s) Heavy Metal, Thrash Metal, Power Metal
Gründung 1981
Auflösung 1993 und 2009
Neugründung 1999 und 2012
Website www.metalchurchmusic.com
Gründungsmitglieder
Kurdt Vanderhoof
Kirk Arrington (bis 2005)
Mike Murphy (bis 1981)
Duke Erickson (bis 1993)
Gitarre
Craig Wells (bis 1993, 1998)
Aktuelle Besetzung
Gitarre
Kurdt Vanderhoof
Gesang
Mike Howe (1988–1994, seit 2015)
Bass
Steve Unger (seit 2004)
Gitarre
Rick Van Zandt (seit 2008)
Schlagzeug
Jeff Plate (seit 2005)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
David Wayne † (1981–1989, 1998–2001)
Gitarre
John Marshall (1989–1993, 1998–2001)
Schlagzeug
Andrew „Raven's Claw“ Peters (?–?)
Gitarre
Jay Reynolds (2004–2008)
Gesang
Ronny Munroe (2004–2014)

Metal Church ist eine amerikanische Metal-Band aus Seattle. Sie wurde 1981 von Kurdt Vanderhoof unter dem Namen Shrapnel gegründet und veröffentlichte zwischen 1984 und ihrer zweiten Auflösung im Juli 2009 neun Studioalben.

Zur Zeit ihrer Gründung befanden sich die Subgenres Thrash Metal und Speed Metal noch in ihrer Entwicklung. Metal Church prägten diese wesentlich mit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gitarrist Kurdt Vanderhoof Live 2006

Kurdt Vanderhoof gründete die Band zusammen mit Kirk Arrington, Mike Murphy, Duke Erickson und Craig Wells, die er noch aus Highschool-Tagen kannte. Zunächst trat die Band als Coverband auf und begann erst nach und nach, eigene Lieder zu schreiben. Statt Kirk Arrington war zunächst ein anderer Freund Vanderhoofs, der spätere Metallica-Mitbegründer Lars Ulrich, als Schlagzeuger vorgesehen. Gerade zur Zeit der Gründung Shrapnels zog dieser jedoch nach Los Angeles um. 1983 wurde die Band in Metal Church umbenannt. Der Name geht auf auf Kurdt Vanderhoofs Apartment in San Francisco, der sogenannten „Metal Church“, in der sich für ihn und seine Freunde alles um Heavy Metal drehte, zurück. 1984 erschien dann das Debütalbum, das positiv aufgenommen wurde und der Band auch einen kommerziellen Erfolg bescherte. Mit der Veröffentlichung von The Dark wurden Metal Church in einem Atemzug mit Metallica genannt, mit denen sie dann auch auf eine große Tour gingen. Die Band trennte sich in dieser Zeit von David Wayne, da dieser seine Alkoholprobleme nicht mäßigen konnte. Mit dem neuen Sänger Mike Howe (zuvor bei Heretic) und dem Album Blessing in Disguise befanden sich Metal Church 1989 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.

1990er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf The Human Factor zeigte sich Mike Howe 1991 als voll in die Band integriert. Nachdem dieses Album veröffentlicht war, trieb Kurdt Vanderhoof seine Solo-Karriere verstärkt voran, ohne jedoch Metal Church gänzlich aufzugeben. Zusammen mit dem Bedeutungsverlust des gesamten Genres in den 90er-Jahren führte das jedoch dazu, dass die Band sich 1993 nach der Veröffentlichung von Hanging in the Balance auflöste. Die einzelnen Musiker verbrachten die folgenden Jahre mit ihren Solo-Projekten.

Reunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 wiedervereinigten sich Metal Church mit David Wayne, als es mit dem Heavy Metal wieder etwas aufwärtsging. Die ersten Lebenszeichen waren das Livealbum Live, welches jedoch nur ein Konzert aus den Achtzigern beinhaltet. Es folgte 1999 Masterpeace das auf geteilte Kritiken stieß. 2001 verließ David Wayne die Band. 2004 kamen dann Ronny Munroe, Jay Reynolds und Steve Unger zu der Band. Nebenprojekte Vanderhoofs verzögerten bis 2004 die Veröffentlichung des Albums The Weight of the World.

2005 musste Kirk Arrington die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen und wurde durch Jeff Plate ersetzt. David Wayne starb am 10. Mai desselben Jahres nach einem Autounfall.

Am 21. Februar 2008 gab die Band bekannt, dass Gitarrist Jay Reynolds die Band aus persönlichen Gründen verlassen habe. Sein Nachfolger war Rick Van Zandt, der mit Ronny Munroe bereits zusammen gespielt hat.

Im Juli 2009 gab die Band auf ihrer Webseite bekannt, dass sie sich aufgelöst hat, jedoch noch ein letztes Konzert in Rocklahoma spielen wird. Die restlichen Konzerte für 2009 wurden abgesagt. Als Grund für die Trennung wurde unter anderem der Bankrott ihres Labels SPV genannt.

Im Oktober 2012 kam es zur zweiten Reunion. Im Oktober 2013 veröffentlichte die Band ihr Album Generation Nothing. Im September 2014 verließ Ronny Munroe die Band. 2015 gab die Band auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass Mike Howe nach über 20 Jahren zur Band zurückkehren wird und ein neues Album geplant ist.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[2]
The Dark
  US 92 08.11.1986 (23 Wo.)
Blessing in Disguise
  DE 39 13.03.1989 (4 Wo.)
  US 75 11.03.1989 (15 Wo.)
Hanging in the Balance
  DE 79 28.02.1994 (8 Wo.)
XI
  DE 34 01.04.2016 (… Wo.)
  AT 51 08.04.2016 (1 Wo.)
  CH 30 03.04.2016 (1 Wo.)
  US 57 16.04.2016 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Metal Church
  • 1986: The Dark
  • 1989: Blessing in Disguise
  • 1991: The Human Factor
  • 1993: Hanging in the Balance
  • 1999: Masterpeace
  • 2004: The Weight of the World
  • 2006: A Light in the Dark
  • 2008: This Present Wasteland
  • 2013: Generation Nothing
  • 2016: XI

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Live
  • 1998: Live in Japan

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Promo-Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Gods of Wrath
  • 1986: Start the Fire
  • 1986: Watch the Children Play
  • 1989: Fake Healer
  • 1989: Badlands
  • 1991: Date with Poverty
  • 1991: In Harm’s Way
  • 1991: In Mourning
  • 1991: The Human Factor
  • 1993: Gods of Second Chance
  • 2015: Badlands (2015) (nur als digitaler Download)

Videografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Dynamo – Classic Concerts 1991

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Watch the Children Play
  • 1989: Badlands
  • 1991: Date with Poverty
  • 1991: In Harm’s Way
  • 2016: No Tomorrow

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Metal Church – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Metal Church Rejoined By Singer Mike Howe. In: Blabbermouth.net. 30. April 2015. Abgerufen am 30. April 2015.
  2. Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweizUSA