Metaplan

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Metaplan
Rechtsform GmbH
Gründung 1959; seit 1972 „Metaplan“
Sitz Quickborn bei Hamburg
Mitarbeiter ca. 60
Branche Unternehmensberatung
Website www.metaplan.com

Metaplan ist eine internationale Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Quickborn bei Hamburg.

Das Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma wurde 1959 gegründet. 1972 spezialisierten sich Wolfgang Schnelle und Eberhard Schnelle auf Entscheidertraining und Moderationsführung. Seitdem firmiert das Unternehmen unter dem Namen Metaplan.[1]

Heute hat die Unternehmensberatung Niederlassungen in Quickborn, Zürich, Versailles, Princeton, Shanghai und Singapur. Ihre Akademie-Sparte bietet auch Weiterbildungen an.

Von Metaplan entwickelte Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderationsmethode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntheit erlangte die Firma insbesondere durch die von ihr entwickelte Metaplan-Methode.[2][3][4][5] Mit der Metaplan-Methode werden Diskussionen auf Moderationswänden visualisiert und strukturiert. Heute wird diese Form der Gesprächs- und Workshopführung in verschiedenen Bereichen angewandt. Neben der Anwendung in Wirtschaftsunternehmen[6], ist die Methode insbesondere im Bildungssektor[7] und Kulturmanagement[8], sowie in der Forschung[9] verbreitet.

Werkstattzirkel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Werkstattzirkel ist ein auf spezifische Bedürfnisse der deutschen Wirtschaftskultur zugeschnittener Qualitätszirkel. Im Vergleich zu diesem werden die Teilnehmenden eines Werkstattzirkels je nach Bezug zum vorher definierten Thema ausgewählt und er hat eine vorgegebene Aufgabe und Bearbeitungsdauer. Er ist ein sehr projektorientiertes, alle aktivierendes und pragmatisches Instrument (Projektgruppe) der Mitarbeiterbeteiligung.

Laterale Führung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Laterale Führung umschreibt die Situation der Führung ohne direkte Weisungsbefugnis. Die Einflussnahme auf die Willensbildung und das Handeln innerhalb einer Organisation geschieht ohne direkte Hierarchiebeziehung. Aufgrund der unterschiedlichsten Organisationsformen in sozialen Gemeinschaften (wie es auch Unternehmen darstellen) sind Führungskräfte mit verschiedensten Führungssituationen konfrontiert, darunter die der lateralen Führung.

Weitere Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Methoden der Organisationentwicklung, die durch die Firma entwickelt bzw. weiterentwickelt wurden, sind z.B. das Konzept der Bürolandschaft und der Diskursiven Beratung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • metaplan.de – Offizielle Website von Metaplan Deutschland.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Freimuth, Thomas Barth: Handbuch Moderation: Konzepte, Anwendungen und Entwicklungen. Hogrefe Verlag, Göttingen 2014, ISBN 978-3840923753, S. 44.
  2. Waldemar Pelz: Kompetent führen: Wirksam kommunizieren, Mitarbeiter motivieren. Gabler Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3409125567, S. 188.
  3. Katrin Feld: Moderation in bildungstheoretischer Perspektive. Cuvillier Verlag, Göttingen 2003, ISBN 978-3865373304, S. 6.
  4. Hans-Jörg Bulldinger: Ergonomie: Produkt- und Arbeitsplatzgestaltung. Vieweg+Teubner Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 978-3519063667, S. 290.
  5. Metaplan-Methode. Projekt Magazin – Das Fachportal für Projektmangement, 17. Januar 2003, abgerufen am 6. Oktober 2016.
  6. Heinrich Lippert: Ansätze der Entwicklung und Einführung dezentraler Organisations- und Arbeitsformen, in: Rainer Koch, Peter Conrad (Hg.): Verändertes Denken - Bessere Öffentliche Dienste?!: Ansätze und Instrumente einer dezentralen Personalwirtschaft. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3322816894, S. 211.
  7. Waldemar Stange: Qualitätskriterien und -indikatoren für Erziehungs- und Bildungspartnerschaften – ein Praxisinstrument, in Waldemar Stange, Rolf Krüger u.a.: Erziehungs- und Bildungspartnerschaften. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3531166117.
  8. Armin Klein: Projektmanagement für Kulturmanager. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3322956804, S. 47-48.
  9. J. F. Chenot, M. Scherer u.a.: Acceptance and perceived barriers of implementing a guideline for managing low back in general practice.in: Implementation Science. Band 3, Nummer 7, Februar 2008, doi: 10.1186/1748-5908-3-7.