Metelen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Metelen
Metelen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Metelen hervorgehoben
52.1444444444447.211944444444456Koordinaten: 52° 9′ N, 7° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 40,28 km²
Einwohner: 6355 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48629
Vorwahl: 02556
Kfz-Kennzeichen: ST, BF, TE
Gemeindeschlüssel: 05 5 66 052
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sendplatz 18
48629 Metelen
Webpräsenz: www.metelen.de
Bürgermeister: Helmut Brüning (SPD)
Lage der Gemeinde Metelen im Kreis Steinfurt
Nordrhein-Westfalen Kreis Borken Kreis Coesfeld Münster Kreis Warendorf Niedersachsen Greven Saerbeck Lienen Lengerich Laer Altenberge Horstmar Nordwalde Ladbergen Metelen Hörstel Westerkappeln Ibbenbüren Steinfurt Wettringen Neuenkirchen Mettingen Lotte Hopsten Ochtrup Rheine Recke Tecklenburg EmsdettenKarte
Über dieses Bild

Metelen (plattdeutsch Maideln) ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland im Kreis Steinfurt.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Metelen liegt in der Münsterländer Parklandschaft, die von einem Kontrast von Sandböden und Feuchtgebieten abwechslungsreich geprägt ist. Durch den Ort fließt die Vechte.

Nachbargemeinden

Metelen grenzt an Ochtrup, Steinfurt, Horstmar, Schöppingen und Heek.

Geschichte[Bearbeiten]

Das 889 gegründete reichsunmittelbare Kloster oder Stift Metelen hat die Entwicklung der Gemeinde im Mittelalter und der frühen Neuzeit bis zur Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts stark geprägt. Um das Kloster herum entwickelte sich nach und nach eine Ortschaft, in der 1337 schon ein Markt bestand. 1591 erhielt der Ort eine Umfriedung mit Wall und Graben; vier Tore gewährten Einlass. Seit dem 17. Jahrhundert spielte die Textilindustrie eine entscheidende wirtschaftliche Rolle. 1973 war mit der Schließung des letzten Textil-Betriebs diese Periode zu Ende.

Am 1. April 1938 wurde die Gemeinde durch den Zusammenschluss der Gemeinden Wigbold Metelen und Kirchspiel Metelen neu gebildet.[2]

Entwicklung des Postwesens[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 67,8 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,1 %
32,8 %
16,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,3 %p
+0,5 %p
-6,0 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 20 Sitze des Gemeinderats wie folgt (in Klammern der Unterschied zur Wahl 2009):

CDU 11 Sitze (+ 2)
SPD 6 Sitze (− 1)
UWG 3 Sitze (− 1)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist seit Mai 2014 Gregor Krabbe (CDU).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein goldener Reichsapfel mit aufgesetztem goldenen Kreuz, dessen Schaft von einem goldenen Buchstaben M überzogen ist.“

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Château-Renard (Frankreich) ist Partnergemeinde von Metelen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bahnhofsmuseum Metelen Land
Mühlenmuseum

Museen[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Tischtennis

Der 1946 gegründete Verein TTV Metelen wurde 1959 deutscher Meister im Tischtennis, ein Jahr später wurde er Vizemeister. Die Spieler der Meistermannschaft waren: Josef Wenninghoff (Metelen), Horst Langer (Metelen), Klemens Tietmeyer (Metelen), Hugo Kramer (Ochtrup), Paul Hegemann (Metelen), Jürgen Langer (Metelen) und Hermann Wiedau (Metelen). Von 1969 bis 1973 spielte der TTV fünf Jahre lang in der Tischtennis-Bundesliga. Dem Abstieg 1973 folge ein Jahr später der Wiederaufstieg, aber die Klasse konnte nicht gehalten werden.

In der Saison 2011/2012 spielt der TTV Metelen in der Verbandsliga Gruppe 4 des Westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV).

Voltigieren

Der VoltigierVerein Metelen e.V. verfügt über acht Mannschaften, deren Zweite Mannschaft in der höchsten Leistungsklasse S vertreten ist. 2009 war die erste Mannschaft des VV Metelen zu Gast beim M-Teamcup und dem 5-Länder-Vergleichswettkampf. 2008 gewannen sie die Kreismeisterschaft in Wettringen.

Fußball

Der F.C. Matellia 08 Metelen wurde 1908 gegründet. Aktuell spielt die 1. Seniorenmannschaft in der Kreisliga A des Kreises Steinfurt.

Schach

Der SK Metelen wurde 1946 gegründet. Die erste Mannschaft spielt in der Verbandsklasse A des Schachverbandes Münsterland.

Verkehr[Bearbeiten]

Der außerhalb des Ortes liegende Bahnhof Metelen Land liegt an der Regionalbahnstrecke (Euregiobahn) 64 Münster (Westfalen)Enschede (Niederlande). Ferner ist Metelen in das Streckennetz der WestfalenBus-Gesellschaft eingebunden. Durch den Ort führt die Bundesstraße 70 (LeerWesel), die auch eine Verbindung zur A 30 (Anschluss Rheine Nord) schafft. Es gibt einen Bürgerbus der jede 120 min. Innerhalb der Gemeinde und nach Wettringen und Schöppingen fährt.Dabei werden Hallenbäder (Vechtebad Schöppingen,Hallenbad Wettringen)angefahren. Umsteige Möglichkeiten gibt es in Wettringen(Kirche) und in Schöppingen(Altes Rathaus).

Bildung[Bearbeiten]

  • In zwei katholischen Kindergärten, St. Josef und St. Marien, sowie dem DRK-Kindergarten Zwergenburg werden Kinder im Vorschulalter betreut und gefördert.
  • Zwei Schulen, die St.-Vitus-Grundschule und die Droste-Hülshoff-Hauptschule, bilden das schulische Angebot in der Gemeinde.
  • Die Musikschule und die Volkshochschule werden von einem Zweckverband der Gemeinden Metelen, Neuenkirchen, Ochtrup und Wettringen getragen.
  • Die Kulturinitiative Metelen e.V. (KIM) fördert Kulturinstitutionen und Kulturschaffende und deren Zusammenarbeit in Metelen und Umgebung und führt selbst kulturelle Veranstaltungen durch.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Hans Tietmeyer, 1993–1999 Bundesbankpräsident, Ehrenbürger der Gemeinde Metelen. Seit 1998 trägt das restaurierte Haus Tendyck, heute Begegnungsstätte des Heimatvereins Metelen, den Namen „Ackerbürgerhaus Hans Tietmeyer“.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Metelen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 262.
  3. Gemeindekassenverband Altenberge: Kommunalwahl 2014 – Metelen