Meteor (Meteorologie)



Als Meteor (Mehrzahl Meteore) werden in der Fachsprache der Meteorologie verschiedene Wettererscheinungen in der Atmosphäre oder auf der Erdoberfläche bezeichnet.[1]
Herkunft des Wortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wort Meteor kommt von altgriechisch μετέωρος metéōros, deutsch ‚in der Luft schwebend‘, wo es ursprünglich auch Erscheinungen am Himmel und damit manche Himmelskörper umfasste (Neutrum Plural μετέωρα in der Bedeutung „Himmelserscheinungen“).[2][3] Viele derartige Erscheinungen wurden bereits in der Antike zum Beispiel von Aristoteles in seinem Werk Meteorologie beschrieben.[4] Die heutige Meteorologie und Klimatologie befasst sich mit Beobachtung und Beschreibung des Wettergeschehens in der Atmosphäre und nur am Rande mit den damit zusammenhängenden Leuchterscheinungen. Heute umfasst der Begriff in diesem Fachgebiet primär die atmosphärische Optik und Atmosphärenphysik der Schwebeteilchen (Aerosole und atmosphärisches Wasser).
Arten von Meteoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet folgende Kategorien von Meteoren:
- Hydrometeore bestehen aus Wasser in den Aggregatzuständen fest und flüssig (z. B. Wolken, Nebel, Niederschlag)[5]
- Lithometeore bestehen aus schwebenden oder aufgewirbelten, meist festen Teilchen (z. B. Rauch, Sandstürme)[6]
- Fotometeore werden hervorgerufen durch Brechung, Beugung, Reflexion, Lichtzerlegung, Streuung oder Interferenz von Sonnen- oder Mondlicht (z. B. Regenbögen, Abendrot oder Halo-Erscheinungen)[7]
- Elektrometeore sind sichtbare oder hörbare Folgeerscheinungen der atmosphärischen Elektrizität (z. B. Blitze oder Polarlichter)[8]
Leuchtphänomene außerhalb der Erdatmosphäre, wie Kometen, veränderliche Sterne oder Novae, zählt man nicht dazu.
Bei den Meteoren handelt es sich überwiegend um Naturerscheinungen, einige sind jedoch anthropogenen Ursprungs, beispielsweise Kondensstreifen von Flugzeugen, Rauch aus Schornsteinen oder Industrieschnee.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinrich Müller: Vater Beresfort’s naturhistorische Unterhaltungen mit seinen Söhnen über die Wunder, die Pracht und den Nutzen der Meteore. Anleitung zur Betrachtung und Kenntniß großer, mächtiger, freundlicher u. ergötzlicher Naturerscheinungen. Krappe, Leipzig 1837 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Meteore im Wetter- und Klimalexikon des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 27. September 2025
- ↑ Meteor. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 14. August 2017
- ↑ Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag / Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1965.
- ↑ Meteorologie von Aristoteles; auf classics.mit.edu.
- ↑ Hydrometeore im Wetter- und Klimalexikon des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 27. September 2025
- ↑ Lithometeore im Wetter- und Klimalexikon des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 27. September 2025
- ↑ Fotometeore im Wetter- und Klimalexikon des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 27. September 2025
- ↑ Elektrometeore im Wetter- und Klimalexikon des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 27. September 2025