Methatesiophobie

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Klassifikation nach ICD-10
F40.2 Spezifische (isolierte) Phobien
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Methatesiophobie (auch Erfolgsangst) bezeichnet eine übertriebene krankhafte Angst vor Veränderungen.

Sie gehört zu den spezifischen Angststörungen. Oft ist dies der Grund aus bestehenden, meist unglücklichen Situationen oder Beziehungen auszubrechen oder sich Projekten zu zuwidmen.[1] Die Angst kann dabei an berufliche, familiäre, partnerschaftliche oder weitere Lebenssituationen beziehen. Betroffene haben meist die Sorge trotz allem nicht zufrieden zu sein, entwickeln Selbstzweifel und befürchten meist die Angst vor Kritik, Wachstum, Veränderungen im sozialen Umfeld und der Wahrnehmung auf die eigene Person, eine bevorstehende Überforderung oder Fehler zu machen. Dabei sind dies meist die Fähigkeiten, die einen reifen lassen, wichtig sind um Erfahrungen zuzulassen und Empathie und Resilienz schaffen.[2]

Sigmund Freud entdecke diese Angst erstmals 1915 und sagt, dass die Menschen den Eindruck erwecken, ihre Zufriedenheit nicht akzeptieren können und denken sie würden durch die Erfolg einen Schiffsbruch erleiden. Mannheim unterschied hierbei den Erfolg in sozialen und beruflichen Erfolg, sowie der Übereinstimmung, die der Erfolgreiche auch tatsächlich gegenüber den erzielten Erfolgen empfindet. Bereits in der ödipalen Phase spiegeln sich Erfolgserlebnisse und Niederlagen bei einer Konkurrenzsituation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil wieder.

Otto Fenichel führt dies auf Erfolge, die in dieser Zeit entstanden sind und als unverdient, nicht richtig empfunden werden und zu Schuldgefühlen führen. Schilder beschreibt die Erfolgsangst als Diskrepanz zwischen dem erzieltem Erfolg und dem antizipiertem Selbst-Ideal(en). Nach Schuster sind entstehen Erfolgsängste aufgrund einer ambivalenten Einstellung einer Begabung ein Erfolg nicht erreicht wird oder eine bestimmte Angsthemmung dazu führt, dass das Erreichen der gewünschten Ziele zu groß wird oder die Erfolge im Nachhinein als wertlos empfunden werden. Epidemiologische Beobachtungen zur Erfolgsangst liegen allerdings nicht vor.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F. Strian: Angst: Grundlagen und Klinik. Ein Handbuch zur Psychiatrie und medizinischen Psychologie, 2013

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diplom-Psychologe Christian Hilscher: Methatesiophobie - PSYLEX.de. Abgerufen am 28. Oktober 2017.
  2. Haben Sie Angst vor dem Erfolg? In: karrierebibel.de. 3. Juli 2016 (karrierebibel.de [abgerufen am 28. Oktober 2017]).
  3. F. Strian: Angst: Grundlagen und Klinik. Ein Handbuch zur Psychiatrie und medizinischen Psychologie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-93245-8 (books.google.de [abgerufen am 28. Oktober 2017]).
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