Metropolregion Rhein-Ruhr

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Metropolregion Rhein-Ruhr
Bundesland: Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen
Landschaftsverbände: Rheinland, Westfalen
Regierungsbezirke: Arnsberg, Münster, Düsseldorf, Köln
Fläche: 7.110,4 km²
Einwohner: 10.157.125 (31. Dezember 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 1428 Einwohner/km²
Höchster Punkt: 494 m ü. NHN (Iserlohn)
Niedrigster Punkt: 20 m ü. NHN (Wesel)
Nord-Süd-Ausdehnung: 126 km
West-Ost-Ausdehnung: 121 km
geographische Lage: 50° 44′ – 51° 49′ n. Br.
06° 17′ – 07° 59′ ö. L.
Gliederung: 20 kreisfreie Städte, 11 Kreise
Lage der Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland
Lage der Metropolregion Rhein-Ruhr
in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland

Die Metropolregion Rhein-Ruhr (MRR) ist ein im Landesentwicklungsplan festgelegter polyzentrischer Verdichtungsraum in Nordrhein-Westfalen, der sich an den namensgebenden Flüssen Rhein und Ruhr erstreckt. Von derzeit elf Metropolregionen in Deutschland ist sie mit rund 10,2 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und bevölkerungsdichteste Metropolregion und gehört zu den 40 größten weltweit.[2] Sie gehört zu den fünf Megastädten in Europa; weltweit gibt es 36 Metropolregionen mit über zehn Millionen Einwohnern.

Die Metropolregion bildet das Zentrum der europäischen Megaregion der „Blauen Banane“ und belegt im weltweiten Bruttoinlandsprodukt-Ranking den zwölften Platz.

Die Bevölkerungsschwerpunkte der Region sind das Ruhrgebiet, Köln/Bonn, Düsseldorf und das Bergische Städtedreieck.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Metropolregion ist polyzentrisch: Jede Stadt hat ihr eigenes Zentrum

Der von der Metropolregion Rhein-Ruhr im Landesentwicklungsplan gesetzlich definierte Verdichtungsraum erstreckt sich entlang der Flüsse Rhein und Ruhr. Entlang der Ruhrachse verläuft der Teilraum Ruhrgebiet. Der Teilraum entlang des Rheins, etwa von Wesel bis Bonn, wird gemeinhin als Rheinschiene bezeichnet. Der Siedlungskörper innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr, der auch Siedlungsflächen links des Rheins, etwa im Kölner, Mönchengladbacher und Krefelder Raum, oder die Siedlungsflächen der rechtsrheinischen Großstädte Wuppertal, Remscheid und Solingen einschließt, ist nicht klar konturiert, sondern zeigt aufgrund ungleichmäßiger Besiedlungsdichte diffuse Ränder und innere Zäsuren.

Alternativ werden gelegentlich die Begriffe Ballungsraum Rhein-Ruhr oder Rhein-Ruhr verwendet. Häufig bleibt dabei aber unklar, ob damit nur der dichter besiedelte Kernbereich der Metropolregion gemeint ist, also der mehr oder weniger zusammenhängenden Siedlungskörper, der sich von Hamm im Osten bis nach Mönchengladbach im Westen sowie von Bonn im Süden nach Wesel im Norden erstreckt, oder ob auch Räume an den fließenden Grenzen ins Bergische Land, Sauerland und Münsterland begrifflich eingeschlossen sind.

Raumordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1952 hatte die Stadt Düsseldorf das Konzept einer Stadtlandschaft Rhein-Ruhr erstellt, das zur Darstellung der Lagegunst und Mittelpunktfunktion Düsseldorfs den Verdichtungsraum der Städte an Rhein und Ruhr in den Blick nahm.[3] Die Metropolregion in ihrer heutigen Bedeutung wurde von der deutschen Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) 1995 abgegrenzt und für die Verwendung in der Raumordnung empfohlen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat diese Empfehlung daraufhin in seinem Landesentwicklungsplan aufgegriffen und Planaussagen zur Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr als Ziel der Raumordnung gesetzlich vorgegeben, um einen Verdichtungsraum mit besonderer zentralörtlicher Bedeutung für die öffentlichen und privaten Planungen zu kennzeichnen. Auf der europäischen Ebene der Raumordnung ist die Raumeinheit der Metropolregion Rhein-Ruhr in das Europäische Raumentwicklungskonzept eingeflossen.

Die Metropolregion ist im Landesentwicklungsplan gemeindescharf definiert, umfasst ein Gebiet von etwa 7000 km² mit ungefähr 10 Mio. Einwohnern und befindet sich vollständig im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Damit ist sie die mit Abstand bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Metropolregion in Deutschland und zählt zu den fünf größten Metropolregionen Europas. Das Rhein-Ruhr-Gebiet wird manchmal als Megastadt bezeichnet. Rhein-Ruhr liegt mitten im zentralen europäischen Wirtschaftsraum, der sogenannten Blauen Banane. Den höchsten Grad globaler Verflechtungen im Sinne einer Global City weist innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr die Landeshauptstadt Düsseldorf auf.

Kommunen und Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metropolregion Rhein-Ruhr gemäß dem Landesentwicklungsplan
Karte der Flächennutzung des Landes Nordrhein-Westfalen: Der Ballungsraum Rhein-Ruhr zeigt sich als unklar konturierte Verdichtung von Siedlungsflächen an Rhein und Ruhr.

Die folgende Auflistung gibt der offiziellen Definition entsprechend alle zur Metropolregion zählenden Gemeinden an. In einigen Kreisen gehören nur bestimmte Gemeinden der Region an. Die einzigen kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen, die dieser Metropolregion nicht angehören, sind Aachen, Bielefeld und Münster.

Kreisfreie Städte in der Metropolregion Rhein-Ruhr[1]
Stadt Einwohner
31. Dezember 2021
Fläche in km² Einwohner je km²
Bochum (BO) 363.441 145,44 2.513,66
Bonn (BN) 331.885 141,22 2.334,46
Bottrop (BOT) 117.311 100,61 1.168,52
Dortmund (DO) 586.852 280,39 2.097,97
Duisburg (DU) 495.152 232,81 2.142,03
Düsseldorf (D) 619.477 217,01 2.865,66
Essen (E) 579.432 210,38 2.770,04
Gelsenkirchen (GE) 260.126 104,86 2.476,11
Hagen (HA) 188.713 160,36 1.176,64
Hamm (HAM) 179.238 226,26 795,17
Herne (HER) 156.621 51,41 3.043,16
Köln (K) 1.073.096 405,15 2.685,09
Krefeld (KR) 227.050 137,76 1.650,82
Leverkusen (LEV) 163.851 78,85 2.076,46
Mönchengladbach (MG) 261.001 170,45 1.531,44
Mülheim an der Ruhr (MH) 170.739 91,29 1.869,12
Oberhausen (OB) 208.752 77,04 2.735,77
Remscheid (RS) 111.770 74,60 1.492,47
Solingen (SG) 158.957 89,46 1.780,07
Wuppertal (W) 354.572 168,39 2.108,80
Gesamt (20) 6.608.036 3.163,74 2.097,59
Kreise mit den zur Metropolregion Rhein-Ruhr gehörenden Städten/Gemeinden[1]
kreisangehörige Stadt/Gemeinde Einwohner
31. Dezember 2021
Fläche in km² Einwohner je km²
Kreis Mettmann (ME)
Erkrath 43.594 26,89 1.636,00
Haan 30.298 24,22 1.255,41
Heiligenhaus 26.367 27,47 959,05
Hilden 55.182 25,96 2.142,72
Langenfeld (Rheinland) 59.223 41,1 1.439,85
Mettmann 38.808 42,52 911,50
Monheim am Rhein 41.913 23,1 1.772,64
Ratingen 86.424 88,72 986,47
Velbert 81.593 74,9 1.092,68
Wülfrath 21.009 32,23 650,23
Kreis Unna (UN)
Bergkamen 48.669 44,8 1.087,95
Bönen 18.169 38,02 477,93
Fröndenberg/Ruhr 20.436 56,21 369,33
Holzwickede 17.035 22,36 763,69
Kamen 42.544 40,93 1.051,14
Lünen 85.721 59,18 1.459,07
Schwerte 46.240 56,2 821,98
Selm 25.983 60,34 429,65
Unna 58.911 88,52 665,79
Werne 29.355 76,08 390,60
Ennepe-Ruhr-Kreis (EN)
Ennepetal 30.306 57,42 524,94
Gevelsberg 30.669 26,29 1.167,78
Hattingen 54.061 71,39 762,54
Herdecke 22.689 22,4 1.015,85
Schwelm 28.501 20,5 1.392,05
Sprockhövel 24.659 47,79 517,66
Wetter (Ruhr) 27.236 31,47 870,42
Witten 95.107 72,37 1.332,86
Märkischer Kreis (MK)
Hemer 33.708 67,56 504,17
Iserlohn 91.873 125,5 734,45
Menden (Sauerland) 52.096 86,06 611,29
Kreis Recklinghausen (RE)
Castrop-Rauxel 73.078 51,66 1.419,73
Datteln 34.876 66,08 523,55
Dorsten 74.551 171,19 436,38
Gladbeck 75.343 35,91 2.105,54
Herten 61.910 37,32 1.656,51
Marl 83.697 87,63 959,34
Oer-Erkenschwick 31.395 38,69 812,12
Recklinghausen 110.714 66,43 1.676,91
Waltrop 29.429 46,99 624,13
Rhein-Erft-Kreis (BM)
Brühl 43.998 36,12 1.221,65
Frechen 52.155 45,11 1.162,47
Hürth 60.034 51,17 1.167,31
Wesseling 37.519 23,37 1.555,28
Rhein-Kreis Neuss (NE)
Dormagen 64.553 85,41 753,31
Grevenbroich 63.922 102,46 622,13
Kaarst 43.661 37,40 1.162,91
Korschenbroich 33.786 55,26 601,72
Meerbusch 56.855 64,38 876,28
Neuss 152.731 99,48 1.547,00
Rhein-Sieg-Kreis (SU)
Alfter 23.521 34,77 677,68
Bornheim 48.435 82,71 584,22
Niederkassel 38.694 35,79 1.080,39
Sankt Augustin 55.563 34,23 1.631,52
Siegburg 41.660 23,46 1.771,27
Troisdorf 75.222 62,17 1.205,61
Rheinisch-Bergischer Kreis (GL)
Bergisch Gladbach 111.645 83,12 1.345,60
Burscheid 18.681 27,38 670,05
Leichlingen (Rheinland) 27.868 37,33 750,07
Kreis Viersen (VIE)
Kempen 34.562 68,81 501,58
Tönisvorst 29.257 44,33 661,76
Viersen 77.523 91,07 846,62
Willich 50.133 67,77 743,56
Kreis Wesel (WES)
Dinslaken 67.114 47,67 1.413,32
Kamp-Lintfort 37.847 63,16 595,25
Moers 103.725 67,69 1.534,97
Neukirchen-Vluyn 27.613 43,48 625,28
Rheinberg 30.863 75,15 410,57
Voerde 35.889 53,48 673,47
Wesel 60.688 122,53 491,55
Gesamt (11 Kreise mit
70 Städten/Gemeinden)
3.549.089 3.946,66 981,08

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dortmund im Ruhrgebiet als ehemalige Industriemetropole, heute ein Zentrum für Dienstleistungen
Einkaufszentrum CentrO in Oberhausen

Bis in die 1960er-Jahre hinein war das Ruhrgebiet, geprägt durch die Montanindustrie, das unbestrittene wirtschaftliche Zentrum Nordrhein-Westfalens. Nach dem einsetzenden Strukturwandel durch die Kohlekrise erlangte der Bildungs-/Forschungs- und Dienstleistungssektor zunehmend an Gewicht.

Die Rheinschiene wurde vom Strukturwandel weniger stark getroffen. Bonn konnte, nachdem die Bundesregierung und einige Bundesministerien nach Berlin umgezogen waren, statistisch jeden dadurch verloren gegangenen Arbeitsplatz ausgleichen. Köln konnte sich als Messe- und Dienstleistungsstandort behaupten. Düsseldorf ist nach dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf die wirtschaftsstärkste Stadt der Metropolregion und belegt nach Frankfurt am Main den zweiten Platz in Deutschland; die Zentralität ist die höchste in Deutschland.

Durch die Polyzentralität der Region ist die Lage der Städte zusammenhängend als eine Megastadt betrachtet werden. So sind die meisten Städte untereinander direkte Nachbarstädte, beispielsweise Duisburg mit Düsseldorf, Krefeld, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen oder Köln mit Leverkusen, sodass eine isolierte Betrachtung und Beurteilung einzelner Städte wenig Aussagekraft besitzt. Deutlich wird das durch die Namensgebung und städteübergreifende Tätigkeiten bei vielen Unternehmen und Einrichtungen, die sich auf mehrere Städte beziehen, wie Sparkasse KölnBonn, Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt, Flughafen Köln/Bonn, Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (Bogestra) oder Ruhrbahn (Essen und Mülheim an der Ruhr).

Als Megastadt betrachtet ist Rhein-Ruhr die eigentliche „DAX-Hauptstadt“ Deutschlands (Stand: Juni 2020). 9 von 30 Unternehmen im größten deutschen Aktienindex stammen von dort, und somit mehr als aus allen anderen Metropolregionen. Im MDAX teilt sich die Metropolregion Rhein-Ruhr die Spitzenposition mit der Metropolregion München mit je elf Unternehmen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namensgeber der Metropolregion: Mündung der Ruhr in den Rhein in Duisburg-Ruhrort
Linienplan der S-Bahn Rhein-Ruhr
Die A 40, auch als Ruhrschnellweg bekannt, verbindet die Kernstädte des Ruhrgebiets.

Die Metropolregion ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt für alle Verkehrsarten.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rhein-Ruhr treffen sich zahlreiche kontinental bedeutende Autobahnen wie die Bundesautobahnen A 1 (Heiligenhafen – Hamburg – Köln – Saarbrücken), A 2 (Oberhausen – Hannover – Magdeburg – Berlin), A 3 (Emmerich – Köln – Frankfurt am Main – Nürnberg – Passau) und A 4 (Aachen – Köln – Dresden – Görlitz). Die A 3 im Raum Köln gilt als die meistbefahrene Autobahn in Deutschland. Am Kölner Ring treffen zudem die A 1, A 3 und A 4 aufeinander. Am Autobahnkreuz Oberhausen treffen sich A 2 und A 3 und am Kamener Kreuz bei Dortmund treffen sich A 1 und A 2.

Überregional und regional bedeutende Autobahnen in Rhein-Ruhr sind die A 31 (Bottrop – Leer – Emden), A 40 (Ruhrschnellweg: Venlo (NL) – Duisburg - Essen – Dortmund), A 42 (Emscherschnellweg: Kamp-Lintfort – Duisburg – Dortmund), A 43 (Wuppertal – Bochum – Münster), A 44 (Aachen – Mönchengladbach – Kassel), A 45 (Sauerlandlinie: Dortmund – Siegen – Seligenstadt), A 46 (Heinsberg – Wuppertal – Bestwig / Hagen – Iserlohn – Hemer), A 52 (Roermond (NL) – Düsseldorf – Marl), A 57 (Nimwegen – Krefeld – Köln), A 59 (Dinslaken – Duisburg – Düsseldorf – Bonn) und A 61 (Venlo (NL) – Koblenz – Hockenheim).

Verdichtet wird das Fernstraßennetz durch die kleineren, dreistelligen Autobahnen A 445 ((Hamm) – Werl – Arnsberg), A 516 (AK Oberhausen – Oberhausen-Eisenheim), A 524 (AD Breitscheid – AK Duisburg-Süd), A 535 (Sonnborner KreuzVelbert), A 540 (Jüchen-Grevenbroich), A 542 (Monheim – Langenfeld), A 544 (AK Aachen – Aachen-Europaplatz), A 553 (AK Bliesheim – Brühl), A 555 (Köln-Süd – Bonn), A 559 (AD Köln-Porz – Köln-Deutz), A 560 (Hennef – Sankt Augustin), A 562 (AK Bonn-Ost – Bonn-Friesdorf) und A 565 (Meckenheim – Bonn).

Obwohl es zahlreiche Autobahnen im Rhein-Ruhr-Raum gibt, sind die Autobahnen außergewöhnlich stauanfällig. Insbesondere der Transitverkehr von den Niederlanden und Belgien in den osteuropäischen Raum belastet die Autobahnen.

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Metropolregion liegen sechs Bahnhöfe der höchsten Preisklasse 1, drei von ihnen zählen zu den zehn meistfrequentierten Bahnhöfen Deutschlands:

Bahnhöfe der höchsten Preisklasse 1 in der Metropolregion Rhein-Ruhr (alle Angaben pro Tag)
Bahnhof Fernverkehrszüge Nahverkehrszüge S-Bahnen Züge, S-Bahnen Reisende
Köln Hauptbahnhof 243 521 466 1.230 ≈280.000
Köln Messe/Deutz ? ? ? ? ?
Düsseldorf Hauptbahnhof 169 423 550 1.142 ≈250.000
Dortmund Hauptbahnhof 195 485 302 982 ≈130.000[4]
Duisburg Hauptbahnhof 150 351 142 844 ≈90.000
Essen Hauptbahnhof 123 198 403 799 ≈170.000

Zur Preisklasse 2 zählen die Bahnhöfe Bochum, Bonn, Düsseldorf Flughafen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Mönchengladbach, Neuss, Oberhausen, Siegburg/Bonn, Solingen und Wuppertal.

Der öffentliche Personennahverkehr der Metropolregion ist in drei Verkehrsverbünde aufgeteilt. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist für den öffentlichen Personennahverkehr im Ruhrgebiet, im Bergischen Städtedreieck sowie am mittleren und unteren Niederrhein zuständig, der Verkehrsverbund Rhein-Sieg im Köln-Bonner Raum. Der Kreis Unna, der Märkische Kreis und Hamm sind der VRL zugeordnet. Bis Mitte der 2020er-Jahre ist vorgesehen, den Regionalverkehr im Ballungsraum durch die schrittweise Einführung des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) zu verbessern, so dass im Kernbereich zwischen dem Hauptbahnhof Düsseldorf und dem Hauptbahnhof Duisburg alle zehn Minuten ein RRX zum Nahverkehrspreis fährt.

Luft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region verfügt über drei Flughäfen. Beim Passagieraufkommen liegt der Flughafen Düsseldorf mit 25,5 Millionen Passagieren deutschlandweit auf Rang vier, der Flughafen Köln/Bonn mit 12,4 Millionen Passagieren auf Platz sieben und der Flughafen Dortmund mit 2,7 Millionen Passagieren auf Platz zehn[5].

Flughäfen in der Metropolregion Rhein-Ruhr
Flughafen Passagiere (2019) Fracht (2019) Kategorie
Flughafen Düsseldorf 25,5 Mio. 81.794 t international
Flughafen Köln/Bonn 12,4 Mio. 859.368 t international
Flughafen Dortmund[6][7] 2,72 Mio. 5.367 t regional

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhein ist die bedeutendste Binnenwasserstraße Europas, der Duisburger Hafen der größte Binnenhafen der Welt und der Dortmunder Hafen ist der größte Kanalhafen Europas. Des Weiteren gibt es im Ruhrgebiet ein großes schiffbares Kanalnetz:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landtag Nordrhein-Westfalen in der Landeshauptstadt Düsseldorf

In der Region befinden sich zahlreiche vergleichbar große und bedeutende Städte. Diese Polyzentralität führt oftmals zu starken Rivalitäten zwischen diesen Städten (siehe z. B. Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf). Außerdem gibt es konkurrierende Konzepte und Selbstverständnisse regionaler Identität selbst innerhalb des Ruhrgebiets und der Rheinschiene von Bonn bis Wesel. Darüber hinaus verhindert die Verwaltungsstruktur des Landes Nordrhein-Westfalen eine einheitliche Planung und Verwaltung der Metropolregion. Allerdings haben die Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen mit der Aufstellung eines Regionalen Flächennutzungsplans eine neue Qualität der interkommunalen Zusammenarbeit in der Planung erreicht.[8]

Die Ausweisung der Region zur Metropolregion wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen vorangetrieben. Im Landesentwicklungsplan wird der Erhalt und Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion als vorrangiges Ziel aufgeführt.

Rechtsbegriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesplanungsrechtlich wird die europäische Metropolregion Rhein-Ruhr im Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen (Teil A) räumlich bestimmt und sachlich in Form von textlich formulierten „Zielen“ unter dem Abschnitt B.I.2. behandelt.[9] Auf dieser Grundlage ist die rechtliche Bedeutung der europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr als Planaussage der Raumordnung und Landesplanung zu bewerten. Fraglich bleibt, welche konkreten Rechtsfolgen die entsprechenden Planaussagen des Landesentwicklungsplans auslösen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ewald Gläßer, Martin W. Schmied, Claus-Peter Woitschützke: Nordrhein-Westfalen. Justus Perthes Verlag, Gotha 1997, ISBN 3-623-00691-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Metropolregion Rhein-Ruhr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen. 20. Juni 2022, abgerufen am 23. Juli 2022.
  2. Amtliche Bevölkerungszahlen
  3. Abbildung 13 in: Werner Durth: Düsseldorf: Demonstration der Modernität. In: Klaus von Beyme u. a. (Hrsg.): Neue Städte aus Ruinen. Deutscher Städtebau der Nachkriegszeit. Prestel-Verlag, München 1992, ISBN 3-7913-1164-6, S. 243.
  4. https://www.1von150.de/dortmund/
  5. https://www.adv.aero/wp-content/uploads/2016/02/12.2019-ADV-Monatsstatistik.pdf
  6. https://www.dortmund-airport.de/unternehmen/zahlen-daten-fakten
  7. https://www.dortmund-airport.de/unternehmen/zahlen-daten-fakten
  8. https://www.staedteregion-ruhr-2030.de/cms/regionaler_flaechennutzungsplan.html
  9. Landesentwicklungsplan Nordrhein-WestfalenArchivierte Kopie (Memento vom 22. August 2006 im Internet Archive), abgerufen am 30. April 2010.