Metuje

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Mettau (Fluss))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Metuje
Mettau
Überschwemmung an der Metuje/Mettau in Nové Město nad Metují, 1997

Überschwemmung an der Metuje/Mettau in Nové Město nad Metují, 1997

Daten
Gewässerkennzahl CZ: 1-01-03-001
Lage Tschechien (Královéhradecký kraj)
Flusssystem Elbe
Abfluss über Elbe → Nordsee
Quelle nordöstlich von Hodkovice (Hottendorf), Gemeinde Jívka
50° 36′ 30″ N, 16° 5′ 0″ O
Quellhöhe 632 m n.m.
Mündung bei Jaroměř in die ElbeKoordinaten: 50° 20′ 18″ N, 15° 55′ 6″ O
50° 20′ 18″ N, 15° 55′ 6″ O
Länge 79 km[1]
Einzugsgebiet 607,6 km²

Die Metuje (deutsch Mettau) ist ein linker Nebenfluss der Elbe. In ihrem gesamten Verlauf durchfließt sie das Gebiet des Okres Náchod in Tschechien. Der ursprüngliche Name der Metuje war „Medhuje“. Diese Schreibweise ist erstmals für das Jahr 1186 belegt. Sie soll indogermanischen Ursprungs sein und leitet sich vermutlich von „*medh“ ab, das die Bedeutung von „mittig“ hat. Deshalb wird vermutet, dass damals die „Medhuje“ als der mittlere Fluss zwischen der Úpa (Aupa) und der Orlice (Adler) gemeint war, die beide der Elbe zufließen.[2]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Metuje entspringt im Waldrevier nordöstlich des Dorfes Hodkovice (Hottendorf) am nordwestlichen Rand der Adersbacher Felsenstadt. Oberhalb dieser ist sie im Adersbacher See angestaut, aus dem sie über einen Wasserfall in den Bereich der inneren Felsenstadt hinabfließt. Dort hat sie eine enge Schlucht in die bis zu 80 m hohen Felsen gesägt. Aus der Felsenstadt hinaustretend nimmt sie von links den aus Oberadersbach kommenden Adršpašský potok (Adersbacher Dorfbach) auf und nach einem Kilometer weiter flussabwärts den im Schömberger Gebirge, einem Ausläufer des Waldenburger Berglands, bei dem Dorf Łączna in Niederschlesien entspringenden Zdoňovský potok (Merkelsdorfer Bach). Danach wendet sie sich nach Süden und durchfließt die Städte Teplice, Police und Hronov. Am südlichen Rand von Velké Poříčí fließt ihr linksseitig die Brlenka zu, die südlich von Brné auf polnischem Gebiet die Czermnica (Tscherbeneyer Bach) aufnimmt. Zwischen Słone und dem Náchoder Ortsteil Běloves (Bielowes) bildet die Mettau auf einer Strecke von 500 Metern die Grenze zwischen Tschechien und Polen. In diesem Bereich nimmt sie als linken Nebenfluss die Bystra (Schnelle) auf, die bei Zimne Wody (Kaltwasser) in den Ausläufern des Adlergebirges entspringt. Nach Náchod durchfließt sie ein tiefes Tal, das als Peklo (Hölle) bezeichnet wird und ein beliebtes Ausflugsziel ist. Danach erreicht sie Nové Město nad Metují, wo sie sich nach Westen wendet und durch die Ebene der ostböhmische Tafel weiterfließt. Nach 79 Kilometern erreicht sie die Stadt Jaroměř, wo sie in die Elbe mündet. Der mittlere Wasserdurchfluss an der Mündung liegt bei 6,08 m³/s.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vlčí potok (r), im Adršpašské jezírko
  • Adršpašský potok (l), bei Dolní Adršpach
  • Zdoňovský potok (l), unterhalb bei Dolní Adršpach
  • Bučnice (l), bei Bučnice
  • Skalní potok (r), bei Střmenské podhradí
  • Teplický potok (l) in Teplice nad Metují
  • Bohdašínský potok (l), bei Dolní Teplice
  • Pelegrínka (l), bei Dědov
  • Vlásenka (r), bei Česká Metuje
  • Dunajka (l), bei Velké Petrovice
  • Ledhujka (l), bei Velké Petrovice
  • Židovka (l), bei Kozínek
  • Dřevíč (r), bei Velký Dřevíč
  • Zbečnický potok (r), in Hronov
  • Lokvencův potok (l), bei Velké Poříčí
  • Brlenka (l), bei Velké Poříčí
  • Bystra (l), bei Malé Poříčí
  • Bavorův potok (l), bei Běloves
  • Březinka (l), bei Běloves
  • Radechovka (r), in Náchod
  • Olešenka (l), in Peklo
  • Libchyňský potok (l) in Nové Město nad Metují
  • Bohdašínský potok (l) in Nové Město nad Metují
  • Janovský potok (l), bei Krčín
  • Černčický potok (l), im Mlýnský náhon bei Černčice
  • Nahořanský potok (r), bei Roztoky
  • Rozkoš (r), bei Nouzín
  • Jasenná (l), bei Starý Ples

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seznam významných vodních toků
  2. Lydia Baštecká, Ivana Ebelová: Náchod. Náchod 2004, ISBN 80-7106-674-5, S. 13