Mette Frederiksen

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Mette Frederiksen (2009)

Mette Frederiksen (* 19. November 1977 in Aalborg) ist eine dänische Politikerin. Sie ist seit dem 28. Juni 2015 Vorsitzende der Socialdemokraterne sowie seit dem 27. Juni 2019 Ministerpräsidentin Dänemarks.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter eines Typografen und einer Pädagogin begann nach dem Besuch der Byplanvejen Skole und dem Abitur am Aalborghus Gymnasium ein Studium der Verwaltungs- und Sozialwissenschaften am Ålborg Universitetscenter. Noch während des Studiums bewarb sie sich 2000 um eine Parlamentskandidatur im Wahlkreis Ballerup, blieb jedoch erfolglos. Zwischen 2000 und 2001 war sie Jugendberaterin bei Landsorganisationen i Danmark (LO), dem Gewerkschaftsdachverband.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Folketingswahl 2001 wurde sie im Wahlkreis Københavns Amtskreds ins Folketing gewählt. 2002 wurde sie mit dem Nina-Bang-Preis ausgezeichnet. Während ihrer Parlamentszugehörigkeit war sie 2001 bis 2005 Sprecherin ihrer Partei für Kultur, Medien und Gleichstellung der Geschlechter sowie 2005 für Soziales und Mitglied des Sozialausschusses. 2005 wurde Mette Frederiksen außerdem Vizevorsitzende der Fraktion der Socialdemokraterne im Folketing. Zugleich schloss sie 2007 ihr Studium an der Universität Aalborg mit einem Bachelor ab.

Seit der Folketingswahl 2007 kandidiert sie im Wahlkreis Københavns Omegns Storkreds. Daneben absolvierte sie ein postgraduales Studium im Fach Afrikawissenschaften an der Universität Kopenhagen und beendete dieses 2009 mit einem Master. Im Mai 2010 geriet sie in die Kritik der Medien, als bekannt wurde, dass sie ihre Tochter an einer Privatschule und nicht an einer öffentlichen Schule angemeldet hatte.[1][2] Zuvor hatte sie in der Vergangenheit bessergestellte Eltern scharf kritisiert, wenn die ihre Kinder in Privatschulen schickten.[3]

Am 3. Oktober 2011 wurde sie Arbeitsministerin in der Regierung Thorning-Schmidt I. Dieses Amt hatte sie auch in der folgenden Regierung Thorning-Schmidt II inne, bis sie am 10. Oktober 2014 das Justizressort übernahm. Nach dem Rücktritt von Helle Thorning-Schmidt infolge der Wahlniederlage bei der Folketingswahl 2015 nominierte der Parteivorstand Mette Frederiksen am 20. Juni 2015 für den Parteivorsitz. Schon am 28. Juni 2015 erfolgte ihre Wahl auf einem außerordentlichen Parteitag. Unter Frederiksens Führung ist eine Annäherung zwischen den Sozialdemokraten und der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei zu bemerken.[4]

Bei der Folketingswahl 2019 holte ihre Partei die meisten Stimmen. Am 26. Juni 2019 erzielten die Sozialdemokraten mit den restlichen Parteien des roten Blocks eine Einigung über die Unterstützung einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mette Frederiksen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Læsere: Mette Frederiksen er en hykler (Memento vom 24. Juni 2015 im Internet Archive), Jyllandsposten, 5. Mai 2010.
  2. Min datter kommer først politiken.dk, 6. Mai 2010, abgerufen am 17. Juni 2015.
  3. Rudolf Hermann: Die erstaunliche Wandlung der Mette Frederiksen. In: www.nzz.ch, 6. Juni 2019.
  4. Archivierte Kopie (Memento vom 15. Februar 2017 im Internet Archive)
  5. Dänemark bekommt sozialdemokratische Minderheitsregierung. In: Focus. 26. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2019.