Metten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Metten
Metten
Deutschlandkarte, Position des Marktes Metten hervorgehoben

Koordinaten: 48° 51′ N, 12° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 11,96 km2
Einwohner: 4222 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 353 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94526
Vorwahl: 0991
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 132
Marktgliederung: 21 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Krankenhausstr. 22
94526 Metten
Website: www.markt-metten.de
Erster Bürgermeister: Andreas Moser (FW)
Lage des Marktes Metten im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
360° Panorama von Metten
Als Kugelpanorama anzeigen

Metten ist ein Markt etwa fünf Kilometer westlich von Deggendorf im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und liegt an der Donau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten liegt in der Planungsregion Donau-Wald am linken Donauufer, wo die Ausläufer des Bayerischen Waldes in die Donauebene übergehen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Offenberg, Bernried, Grafling, Deggendorf und jenseits der Donau Stephansposching.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 21 Gemeindeteile (in Klammern ist der Ortstyp angegeben):[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Lage in Mitteleuropa befindet sich der Markt Metten in der kühlgemäßigten Klimazone mit Winterhärte 6–7. Dabei liegt der Markt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima.

Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 4 9 14 20 22 24 24 19 13 6 2 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −4 −3 0 4 8 11 13 13 9 5 1 −2 Ø 4,6
Niederschlag (mm) 44,8 45,8 54,4 38,2 71,8 72,8 81,8 63,6 65,1 54,0 55,3 48,0 Σ 695,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
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1
−4
4
−3
9
0
14
4
20
8
22
11
24
13
24
13
19
9
13
5
6
1
2
−2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
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e
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s
c
h
l
a
g
44,8
45,8
54,4
38,2
71,8
72,8
81,8
63,6
65,1
54,0
55,3
48,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten, Klosterkirche
Abtei Metten

Die Benediktinerabtei St. Michael in Metten wurde schon um 766 gegründet und war seit dem Jahr 788 königliches Kloster. Der zum Kloster gehörige Ort erhielt im Jahr 1051 von Kaiser Heinrich III. das Recht, an den (damals) drei Pfingsttagen und dem Fest des Hl. Michael einen Jahrmarkt mit Zoll, Bann und Zwing abzuhalten. Metten wurde zwar nach 1246 wieder Teil des Herzogtums Bayern, bildete aber bis zur Säkularisation in Bayern 1803 eine geschlossene Hofmark unter der Ortsherrschaft des Klosters. Auf Grund des Gemeindeedikts von 1818 wurde Metten im Jahr 1818 eine selbstständige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Gemeinde stand ein Gemeindevorsteher, der dem Gemeindeausschuss vorstand. Der Gemeindevorsteher und die Gemeindebevollmächtigten wurden alle drei Jahre in indirekter Wahl (Wahlmännersystem) bestimmt. 1830 wurde das Kloster wiedererrichtet.

Eine angebliche Wunderheilung im Frühjahr 1877 im Weiler Mettenbuch ließ den auf Grund der Schilderungen von „wundergesichtigen Kindern“ entstandenen Wallfahrerstrom anschwellen: übers Jahr kamen mehr als 100.000 Wallfahrer. Ohne kirchliche Anerkennung lebt die Mettenbucher Wallfahrt zur Waldkapelle der „Trösterin der Betrübten“ bis heute im kleinen weiter.[3][4]

Der Ort Metten erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg durch Heimatvertriebene einen starken Bevölkerungszuwachs und wurde 1966 zum Markt erhoben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs der Markt von 3711 auf 4180 um 469 Einwohner bzw. um 12,6 %.

Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2018 2019
Einwohner 3154 3680 3881 3915 4104 4359 4377 4219 4187 4.469

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen am 15. März 2020 (und im Vergleich dazu die Wahlergebnisse 2014) erbrachten folgende Sitzverteilung:[5]

Sitzverteilung im Marktrats Metten nach Kommunalwahl 2020
7
5
2
2
Insgesamt 16 Sitze
Wahl des Marktrats
 %
60
50
40
30
20
10
0
42,0 %
(+19,4 %p)
32,7 %
(−20,3 %p)
13,1 %
(−11,3 %p)
12,2 %
2014

2020

FW CSU SPD Grüne Gesamt
2020 Sitze 7 5 2 2 16
Stimmenanteil 42,0 % 32,7 % 13,1 % 12,2 % 100 %
2014 Sitze 5 8 4 17
Stimmenanteil 22,6 % 53,0 % 24,4 % 100 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2020 Andreas Moser (Freie Wähler, Bruder des Deggendorfer Oberbürgermeister Christian Moser).[6] Dieser wurde bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 im ersten Wahlgang mit 52,14 Prozent (1216 von 2332 Stimmen) gewählt.[7][8]

Bis 2020 amtierte Erhard Radlmaier (CSU). Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Ludwig Schmid (SPD) und bei den Kommunalwahlen im März 2008 sowie 2014 mit 78,51 % der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Marktes Metten
Blasonierung:Gespalten von Gold und Blau; vorne zwei schräg gekreuzte schwarze Stockhämmer, hinten eine silberne heraldische Lilie.“[9]

Das Wappen wird seit 1962 geführt.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick über Metten (Sicht vom Sickerberg)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsplätze und Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 881 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1622 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 741 Personen größer als die der Einpendler. 61 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 19 landwirtschaftliche Betriebe.

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 4,360 Mio. €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 1,487 Mio. €.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 existierten folgende Einrichtungen:

  • 2 Kindertageseinrichtungen mit 132 genehmigten Plätzen und 125 Kindern
  • 1 Grundschule sowie eine Mittelschule mit zusammen 16 Klassen, 24 Lehrern und 296 Schülern
  • 1 Gymnasium: St.-Michaels-Gymnasium der Benediktiner mit 14 Klassen, 34 Lehrern und 435 Schülern sowie angeschlossenem Internat

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten liegt an der Ausfahrt 109 der Bundesautobahn 3.

Bis 1991 gab es eine privat errichtete und betriebene Stichstrecke Deggendorf–Metten. Inzwischen verläuft auf der ehemaligen Strecke innerhalb Mettens ein Radweg von Ortseingang ins Zentrum über den ehemaligen Bahnhof weiter in Richtung Kraner.

Am Ortseingang schließt dieser Radweg an eine Fahrradstraße in Richtung Deggendorf an.

Dies ist die erste reine Fahrradstraße Niederbayerns und die erste interkommunale Fahrradstraße Bayerns, wodurch auch das Pendeln per Fahrrad von und nach Deggendorf auf dieser Kurzstrecke bedeutend sicherer wurde. Auch schon davor war die Straße nur für Anwohner erlaubt zu befahren, jedoch hielten sich viele Autofahrer vor allem zu Stoßzeiten nicht daran. Mit Änderung zur Fahrradstraße wurde auch gleichzeitig auf halber Strecke Sperrposten errichtet, sodass eine Durchfahrt für Autos unmöglich wurde. Die offizielle Eröffnung fand am 19. Juni 2019 statt.[10]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten war früher der bayerische Ausgangspunkt des europäischen Pilgerwegs Via Nova, der nach Sankt Wolfgang im Salzkammergut (Österreich) führt, und in das europäische Netz der Weitwanderwege eingebunden ist (derzeitiger Ausgangspunkt: Kloster Weltenburg).[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Metten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Metten in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Dezember 2017.
  3. MERIAN Monatsheft, 16. Jahrgang (1963), Heft 6, S. 88 ff
  4. Bayerwaldbote vom 3. April 2009 (Memento des Originals vom 2. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/regiowiki.pnp.de
  5. Bekanntmachung des abschließenden Ergebnisses der Wahl des Marktgemeinderats am 15. März 2020. In: markt-metten.de. 31. März 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  6. Bürgermeister. Gemeinde Metten, abgerufen am 24. September 2020.
  7. Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  8. Kommunalwahl 2020 | Markt Metten. Abgerufen am 11. April 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Metten in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 6. August 2020.
  10. idowa, Straubing Germany: Deggendorf: Erste interkommunale Fahrradstraße Bayerns - idowa. Abgerufen am 26. September 2020.
  11. Bayern – Österreich – Tschechien. Verein „Europäischer Pilgerweg – VIA NOVA“, abgerufen am 4. Dezember 2015.