Metten

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Metten (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Metten
Metten
Deutschlandkarte, Position des Marktes Metten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 12° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 11,96 km2
Einwohner: 4219 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 353 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94526
Vorwahl: 0991
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 132
Marktgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Krankenhausstr. 22
94526 Metten
Webpräsenz: www.markt-metten.de
Bürgermeister: Erhard Radlmaier (CSU)
Lage des Marktes Metten im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Passau Landkreis Regen Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-Bogen Aholming Auerbach (Landkreis Deggendorf) Außernzell Bernried (Niederbayern) Buchhofen Deggendorf Grafling Grattersdorf Hengersberg Hunding (Niederbayern) Iggensbach Künzing Lalling Metten Moos (Niederbayern) Niederalteich Oberpöring Offenberg Osterhofen Otzing Plattling Schaufling Schöllnach Stephansposching Wallerfing Winzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Metten ist ein Markt etwa 5 km westlich von Deggendorf im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und liegt an der Donau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten liegt in der Planungsregion Donau-Wald am linken Donauufer, wo die Auslaufer des Bayerischen Waldes in die Donauebene übergehen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Offenberg, Bernried, Grafling, Deggendorf und jenseits der Donau Stephansposching.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile sind: Berg, Hochweid, Hochwiese, Hohenstein, Kleinberg, Lehmberg, Metten, Mettenbuch, Oberdachsbühl, Obermettenwald, Paulusberg, Randholz, Riedfeld, Sandgrube, Schalterbach, Untermettenwald, Uttobrunn, Wimpassing und Zeitldorf.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Lage in Mitteleuropa befindet sich der Markt Metten in der kühlgemäßigten Klimazone mit Winterhärte 6-7. Dabei liegt der Markt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima.

Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 4 9 14 20 22 24 24 19 13 6 2 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −4 −3 0 4 8 11 13 13 9 5 1 −2 Ø 4,6
Niederschlag (mm) 44,8 45,8 54,4 38,2 71,8 72,8 81,8 63,6 65,1 54,0 55,3 48,0 Σ 695,6
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44,8
45,8
54,4
38,2
71,8
72,8
81,8
63,6
65,1
54,0
55,3
48,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten, Klosterkirche
Abtei Metten

Die Benediktinerabtei St. Michael in Metten wurde schon um 766 gegründet und war seit dem Jahr 788 königliches Kloster. Der zum Kloster gehörige Ort erhielt im Jahr 1051 von Kaiser Heinrich III. das Recht, an den (damals) drei Pfingsttagen und dem Fest des Hl. Michael einen Jahrmarkt mit Zoll, Bann und Zwing abzuhalten. Metten wurde zwar nach 1246 wieder Teil des Herzogtums Bayern, bildete aber bis zur Säkularisation in Bayern 1803 eine geschlossene Hofmark unter der Ortsherrschaft des Klosters. Auf Grund des Gemeindeedikts von 1818 wurde Metten im Jahr 1818 eine selbstständige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Gemeinde stand ein Gemeindevorsteher, der dem Gemeindeausschuss vorstand. Der Gemeindevorsteher und die Gemeindebevollmächtigten wurden alle drei Jahre in indirekter Wahl (Wahlmännersystem) bestimmt. 1830 wurde das Kloster wiedererrichtet.

Eine angebliche Wunderheilung im Frühjahr 1877 im Weiler Mettenbuch ließ den auf Grund der Schilderungen von ,,wundergesichtigen Kindern" entstandenen Wallfahrerstrom anschwellen: übers Jahr kamen mehr als 100.000 Wallfahrer. Ohne kirchliche Anerkennung lebt die Mettenbucher Wallfahrt zur Waldkapelle der „Trösterin der Betrübten“ bis heute im kleinen weiter.[2][3]

Der Ort Metten erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg durch Heimatvertriebene einen starken Bevölkerungszuwachs und wurde 1966 zum Markt erhoben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 3154 Einwohner
  • 1987: 3680 Einwohner
  • 1991: 3881 Einwohner
  • 1995: 3915 Einwohner
  • 2000: 4104 Einwohner
  • 2005: 4359 Einwohner
  • 2010: 4377 Einwohner
  • 2015: 4219 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Erhard Radlmaier (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Ludwig Schmid (SPD) und bei den Kommunalwahlen im März 2008 sowie 2014 mit 78,51 % der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab folgendes Ergebnis:

  • CSU: 53,0 % und 8 Sitze
  • SPD: 24,4 % und 4 Sitze
  • Freie Wähler: 22,6 % und 5 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Gold und Blau; vorne zwei schräg gekreuzte schwarze Stockhämmer, hinten eine silberne heraldische Lilie.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramabild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick über Metten (Sicht vom Sickerberg)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 374 und im Bereich Handel und Verkehr 154 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 288 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.315. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es je vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 599 ha. Davon waren 410 ha Ackerfläche und 179 ha Dauergrünfläche. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,678 Mio. €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 137.000 €.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 115 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit 28 Lehrern und 528 Schülern
  • Gymnasien: St.-Michaels-Gymnasium der Benediktiner mit 52 Lehrern und 455 Schülern und angeschlossenem Internat

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metten war früher der bayerische Ausgangspunkt des europäischen Pilgerwegs Via Nova, der nach Sankt Wolfgang im Salzkammergut (Österreich) führt, und in das europäische Netz der Weitwanderwege eingebunden ist (Derzeitiger Ausgangspunkt: Kloster Weltenburg).[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Metten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. MERIAN Monatsheft, 16. Jahrgang (1963), Heft 6, S. 88 ff
  3. Bayerwaldbote vom 3. April 2009
  4. Bayern - Österreich - Tschechien. Verein "Europäischer Pilgerweg - VIA NOVA", abgerufen am 4. Dezember 2015.