Mettendorf (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mettendorf
Mettendorf (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mettendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 6° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 14,98 km2
Einwohner: 1125 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06522
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 080
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Paul Lentes jun.
Lage der Ortsgemeinde Mettendorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Mettendorf ist eine dörflich geprägte Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an. Mettendorf ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2] Der Name Mettendorf ist abgeleitet und bedeutet ursprünglich „mittleres Dorf“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mettendorf liegt ca. 40 km von Trier im Enzbachtal, einem Seitental in der Eifel. Neben Trier ist Bitburg die nächstgrößere Stadt.

Zu Mettendorf gehören auch die Wohnplätze Ehlenhof und Steffeshof.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Deutschen Reiches, 522. Mettendorf, 1935.

Der Name des Ortes deutet auf eine fränkische Siedlung hin. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 832 im Goldenen Buch der Abtei Echternach. Dort ist Mettendorf unter dem Namen Machconvillare aufgeführt. Weiter Namen existieren mit metendorph (1063), mectindorf (1345), villa metendorp (1360), mettendoirff (1451), meittendorf (1563) und Mettendorf (seit 1621).

Zunächst gehörte der Ort zur Abtei Prüm bevor er 1220 zur luxemburgischen Grafschaft Vianden kam. Hier war Mettendorf dann Sitz eines Schöffengerichts und Hauptort einer Meierei. Graf Heinrich I. von Vianden übergab den Ort im Jahre 1248 an den ins Land gebrachten Orden der Trinitarier, die 1477 nach Viandener Vorlage ebenfalls eine zweischiffige Kirche erbauen ließen. Nach der Annexion der Österreichischen Niederlande, zu denen Luxemburg gehörte, durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort 1795 französisch und gehörte zum Wälderdepartement. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

1815 hatte Mettendorf 753 Einwohner und war noch gegliedert in Unter-, Mittel- und Oberdorf. Diese Teile sind längst zusammengewachsen. Die Kirche ist auch heute noch der Mittelpunkt des Ortes.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mettendorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 753
1835 1.015
1871 1.029
1905 1.029
1939 1.204
1950 1.135
Jahr Einwohner
1961 1.094
1970 1.084
1987 1.055
1997 1.090
2005 1.120
2015 1.125

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mettendorf besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Im gespaltenen Schild vorne in Rot ein silberner Balken, hinten in Silber ein blau-rot geteiltes Malteserkreuz.“

Mettendorf unterstand 1222 laut Güterverzeichnis der Abtei Prüm. Deren Patronatsrecht war im Besitz des abteilischen Vogts des Grafen von Vianden (Luxemburg). Die Grafen von Vianden führten in Rot einen weißen Balken. Das Patronat geht von den Grafen von Vianden an die Trinitarier zu Vianden im Jahre 1248 über. Die Trinitarier führen als Wappen nach Mitteilung des Staatsarchivs Luxemburg ein blau-rot geteiltes Malteserkreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mettendorfer Pfarrkirche, der heiligen Margarete geweiht, zeigt einen steinernen Altaraufsatz vom Anfang des 17. Jahrhunderts.
  • In der Ortsmitte steht als Denkmal für Pater Maximilian Kolbe ein von Kletterpflanzen überwachsenes Betongerüst mit einer Glocke.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mettendorf gibt es zahlreiche aktive Vereine. So bietet z. B. der FC Mettendorf sportliche Aktivitäten für Kinder und Erwachsene in den Bereichen Fußball, Nordic Walking und Laufen an. Die 1924 gegründete Freiwillige Feuerwehr Mettendorf ist eine Hilfsstützpunktwehr. Musiktreibende Vereine sind der Männergesangverein Liederkranz Mettendorf und der Musikverein Lyra Mettendorf.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mettendorf verfügt über die Grundschule „Hildegardis“ und einen Kindergarten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Hamper: Chronik von Mettendorf, Trier 1957
  • Jakob Schneider: Mettendorf im Naturpark Südeifel, Mettendorf 1991
  • Leonard Palzkill: Wanderungen im deutsch-luxemburgischen Grenzraum, Neuerburg, 2006, ISBN 3-00-018095-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 66 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen