Mettendorf (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mettendorf
Mettendorf (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mettendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 6° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 14,98 km2
Einwohner: 1119 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06522
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 080
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.mettendorf-eifel.de
Ortsbürgermeister: Paul Lentes jun.
Lage der Ortsgemeinde Mettendorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
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Mettendorf ist eine dörflich geprägte Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an. Mettendorf ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2] Der Name Mettendorf ist abgeleitet und bedeutet ursprünglich „mittleres Dorf“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mettendorf liegt ca. 40 km von Trier im Enzbachtal, einem Seitental in der Eifel. Neben Trier ist Bitburg die nächstgrößere Stadt.

Zu Mettendorf gehören auch die Wohnplätze Ehlenhof und Steffeshof.[3]

Nachbarorte
Niedergeckler Sinspelt, Niederraden Brimingen, Utscheid
Lahr, Geichlingen Nachbargemeinden Burg, Niehl
Hüttingen bei Lahr, Körperich Nusbaum, Hommerdingen Enzen, Stockem

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Deutschen Reiches, 522. Mettendorf, 1935.

Der Name des Ortes deutet auf eine fränkische Siedlung hin. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 832 im Goldenen Buch der Abtei Echternach. Dort ist Mettendorf unter dem Namen Machconvillare aufgeführt. Weiter Namen existieren mit metendorph (1063), mectindorf (1345), villa metendorp (1360), mettendoirff (1451), meittendorf (1563) und Mettendorf (seit 1621).

Zunächst gehörte der Ort zur Abtei Prüm bevor er 1220 zur luxemburgischen Grafschaft Vianden kam. Hier war Mettendorf dann Sitz eines Schöffengerichts und Hauptort einer Meierei. Graf Heinrich I. von Vianden übergab den Ort im Jahre 1248 an den ins Land gebrachten Trinitarierorden, der 1477 nach Viandener Vorlage ebenfalls eine zweischiffige Kirche erbauen ließ. Nach der Annexion der Österreichischen Niederlande, zu denen Luxemburg gehörte, durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort 1795 französisch und gehörte zum Wälderdepartement. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

1815 hatte Mettendorf 753 Einwohner und war noch gegliedert in Unter-, Mittel- und Oberdorf. Diese Teile sind längst zusammengewachsen. Die Kirche ist auch heute noch der Mittelpunkt des Ortes.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mettendorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1815 753
1835 1.015
1871 1.029
1905 1.029
1939 1.204
1950 1.135
Jahr Einwohner
1961 1.094
1970 1.084
1987 1.055
1997 1.090
2005 1.120
2017 1.119

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mettendorf besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2014 Mehrheitswahl 16 Sitze
2009 0 0 16 16 Sitze
2004 0 0 16 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Mettendorf (Eifel)
Blasonierung: „Im gespaltenen Schild vorne in Rot ein silberner Balken, hinten in Silber ein blau-rot geteiltes Malteserkreuz.“[5]
Wappenbegründung: Mettendorf unterstand 1222 laut Güterverzeichnis der Abtei Prüm. Deren Patronatsrecht war im Besitz des abteilischen Vogts des Grafen von Vianden (Luxemburg). Die Grafen von Vianden führten in Rot einen weißen Balken. Das Patronat ging von den Grafen von Vianden an die Trinitarier zu Vianden im Jahre 1248 über. Die Trinitarier führen als Wappen nach Mitteilung des Staatsarchivs Luxemburg ein blau-rot geteiltes Malteserkreuz.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Sermages.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Margaretha
Jakobsweg durch Mettendorf (Eifel)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche St. Margaretha von 1865 mit steinernem Altaraufsatz im Innenraum (Anfang des 17. Jahrhunderts)
  • Denkmal für Pater Maximilian Kolbe mit Glocke aus dem Jahre 1520 am Kirchenvorplatz.
  • Katholisches Pfarrhaus und Säule von 1477 auf dem Kirchplatz
  • Über das Gemeindegebiet sind einige – teils sehr alte – Wegekreuze verteilt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mettendorf

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doppelesche im Fronhof
  • Naturdenkmal "Doppelesche"; aus zwei zu einem Stamm zusammengewachsenen Eschen neben Im Fronhof 6
  • Wanderrouten; es bestehen 11 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 36 km (z. B. Schluchtenpfad) [6]
  • Jakobsweg durch Mettendorf nach Santiago de Compostela (Spanien); Mettendorf befindet sich auf dem Weg von Köln/Bonn über Trier nach Schengen.[7]

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Mettendorf

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest St. Margaretha in der dritten Oktoberwoche
  • Prozession an Christi Himmelfahrt
  • Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag
  • Hüttenbrennen am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag) [8][9]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mettendorf verfügt über die Grundschule „Hildegardis“ [10] und eine Kindertagesstätte [11]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch die Landesstraßen L 3, L 4 und L 8 erschlossen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/I). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 186–190 (315 S., Mit 12 Taf. u. 227 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).
  • Klaus Hamper: Chronik von Mettendorf. Breidenmoser, Trier 1957, DNB 451793587.
  • Jakob Schneider: Mettendorf im Naturpark Südeifel. Mettendorf 1991.
  • Leonard Palzkill: Wanderungen im deutsch-luxemburgischen Grenzraum, Neuerburg 2006, ISBN 3-00-018095-8.
  • Hans Lordz: 50-jähriges Jubiläum: 1964–2014 Deutsch-französische Partnerschaft Mettendorf – Sermages/Burgund. In: Heimatkalender Eifelkreis Bitburg-Prüm. Band 64, Jg. 2015, 2015, S. 214–218.
  • Familienbuch der Pfarrei Mettendorf, Dekanat Neuerburg 1641–1900. Teil 1, DNB 958313253.
  • Familienbuch der Pfarrei Mettendorf, Dekanat Neuerburg 1641–1900. Teil 2, DNB 958313288.
  • Archäologische Karte der Rheinprovinz. Teil 1, DNB 580339203.
  • Mettendorf (Vianden). In: Historisch-statistische Grundkarte des Deutschen Reiches. 1905, DNB 1119115728.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mettendorf (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 63 (PDF; 2,2 MB).
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappen von Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  6. Wandern im Schluchtenpfad. Abgerufen am 30. April 2016.
  7. Jakobsweg/Pilgerweg. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  8. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  9. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 10. August 2017.
  10. Grundschule Hildegardis Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  11. Kindertagesstätte Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.