Mettendorf (Eifel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mettendorf
Mettendorf (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mettendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 6° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 14,98 km2
Einwohner: 1125 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06522
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 080
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.mettendorf-eifel.de
Ortsbürgermeister: Paul Lentes jun.
Lage der Ortsgemeinde Mettendorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Mettendorf ist eine dörflich geprägte Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an. Mettendorf ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2] Der Name Mettendorf ist abgeleitet und bedeutet ursprünglich „mittleres Dorf“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mettendorf liegt ca. 40 km von Trier im Enzbachtal, einem Seitental in der Eifel. Neben Trier ist Bitburg die nächstgrößere Stadt. Zu Mettendorf gehören auch die Wohnplätze Ehlenhof und Steffeshof.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Deutschen Reiches, 522. Mettendorf, 1935.
Mettendorf (Eifel) 2017

Der Name des Ortes deutet auf eine fränkische Siedlung hin. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 832 im Goldenen Buch der Abtei Echternach. Dort ist Mettendorf unter dem Namen Machconvillare aufgeführt. Weiter Namen existieren mit metendorph (1063), mectindorf (1345), villa metendorp (1360), mettendoirff (1451), meittendorf (1563) und Mettendorf (seit 1621).

Zunächst gehörte der Ort zur Abtei Prüm bevor er 1220 zur luxemburgischen Grafschaft Vianden kam. Hier war Mettendorf dann Sitz eines Schöffengerichts und Hauptort einer Meierei. Graf Heinrich I. von Vianden übergab den Ort im Jahre 1248 an den ins Land gebrachten Trinitarierorden, der 1477 nach Viandener Vorlage ebenfalls eine zweischiffige Kirche erbauen ließ. Nach der Annexion der Österreichischen Niederlande, zu denen Luxemburg gehörte, durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort 1795 französisch und gehörte zum Wälderdepartement. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

1815 hatte Mettendorf 753 Einwohner und war noch gegliedert in Unter-, Mittel- und Oberdorf. Diese Teile sind längst zusammengewachsen. Die Kirche ist auch heute noch der Mittelpunkt des Ortes.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mettendorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 753
1835 1.015
1871 1.029
1905 1.029
1939 1.204
1950 1.135
Jahr Einwohner
1961 1.094
1970 1.084
1987 1.055
1997 1.090
2005 1.120
2015 1.125

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mettendorf besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Mettendorf
Wappenbeschreibung: „Im gespaltenen Schild vorne in Rot ein silberner Balken, hinten in Silber ein blau-rot geteiltes Malteserkreuz.“[5]
Wappenbegründung: Mettendorf unterstand 1222 laut Güterverzeichnis der Abtei Prüm. Deren Patronatsrecht war im Besitz des abteilischen Vogts des Grafen von Vianden (Luxemburg). Die Grafen von Vianden führten in Rot einen weißen Balken. Das Patronat ging von den Grafen von Vianden an die Trinitarier zu Vianden im Jahre 1248 über. Die Trinitarier führen als Wappen nach Mitteilung des Staatsarchivs Luxemburg ein blau-rot geteiltes Malteserkreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Margaretha
Jakobsweg durch Mettendorf (Eifel)
  • Es besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Sermages
  • Mettendorf verfügt über die Grundschule „Hildegardis“ [6] und eine Kindertagesstätte [7]
  • Die Pfarrkirche St. Margaretha von 1865 mit steinernem Altaraufsatz im Innenraum (Anfang des 17. Jahrhunderts)
  • Denkmal für Pater Maximilian Kolbe mit Glocke aus dem Jahre 1520 am Kirchenvorplatz.
  • Katholisches Pfarrhaus und Säule von 1477 auf dem Kirchplatz
  • Über das Gemeindegebiet sind einige – teils sehr alte – Wegekreuze verteilt.
  • Naturdenkmal "Doppelesche"; aus zwei zu einem Stamm zusammengewachsenen Eschen neben Im Fronhof 6
  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest St. Margaretha in der dritten Oktoberwoche
  • Prozession an Christi Himmelfahrt
  • Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag
  • Hüttenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag) [8]
  • Wanderrouten; es bestehen 11 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 36 km (z.B. Schluchtenpfad) [9]
  • Jakobsweg durch Mettendorf nach Santiago de Compostela (Spanien); Mettendorf befindet sich auf dem Weg von Köln/Bonn über Trier nach Schengen.[10]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mettendorf (Eifel)

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Mettendorf (Eifel)

Vereine und Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DRK Ortsverein Mettendorf [11]
  • Eifelverein Mettendorf-Sinspelt [12]
  • Enztal-Läufer Mettendorf [13]
  • FC Mettendorf-Lahr [14]
  • Frauengemeinschaft Mettendorf
  • Freiwillige Feuerwehr Mettendorf (Hilfsstützpunktwehr) [15]
  • FZM "Eifel-Power" Mettendorf [16]
  • Gewerbeverein Mettendorf
  • Karnevalsverein "Ees Kanna" Mettendorf
  • Kirchenchor "Cäcilia" Mettendorf
  • Männergesangverein "Liederkranz" Mettendorf [17]
  • Musikverein "Lyra" Mettendorf e.V. [18]
  • Tennisgemeinschaft Mettendorf 1991 e.V. [19]
  • Turnverein 1955 e.V. Mettendorf [20]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Hamper: Chronik von Mettendorf. Breidenmoser, Trier 1957, DNB 451793587.
  • Jakob Schneider: Mettendorf im Naturpark Südeifel. Mettendorf 1991.
  • Leonard Palzkill: Wanderungen im deutsch-luxemburgischen Grenzraum, Neuerburg 2006, ISBN 3-00-018095-8.
  • Hans Lordz: 50-jähriges Jubiläum: 1964–2014 Deutsch-französische Partnerschaft Mettendorf – Sermages/Burgund. In: Heimatkalender Eifelkreis Bitburg-Prüm. Band 64, Jg. 2015, 2015, S. 214–218.
  • Familienbuch der Pfarrei Mettendorf, Dekanat Neuerburg 1641–1900. Teil 1, DNB 958313253.
  • Familienbuch der Pfarrei Mettendorf, Dekanat Neuerburg 1641–1900. Teil 2, DNB 958313288.
  • Archäologische Karte der Rheinprovinz. Teil 1, DNB 580339203.
  • Mettendorf (Vianden). In: Historisch-statistische Grundkarte des Deutschen Reiches. 1905, DNB 1119115728.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mettendorf (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 66 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappen von Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  6. Grundschule Hildegardis Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  7. Kindertagesstätte Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  8. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  9. Wandern im Schluchtenpfad. Abgerufen am 30. April 2016.
  10. Jakobsweg/Pilgerweg. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  11. DRK Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  12. Eifelverein OG Mettendorf-Sinspelt. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  13. Enztalläufer Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  14. FC Mettendorf-Lahr. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  15. Freiwillige Feuerwehr Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  16. Eifel-Power Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  17. Liederkranz Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  18. Musikverein Lyra Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  19. Tennisgemeinschaft Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  20. Turnverein Mettendorf. Abgerufen am 18. Mai 2017.