Mettmanner Lößterrassen

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Mettmanner Lößterrassen
Neandertal - Wildgehege - 2.jpg
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung Mittelgebirgsschwelle
Großregion 2. Ordnung Rheinisches Schiefergebirge
Haupteinheitengruppe 33 →
Süderbergland
Über-Haupteinheit 337 →
Bergisch-Sauerländisches Unterland
Region 4. Ordnung
(Haupteinheit)
3371
Niederbergisch-Märkisches Hügelland
Region 5. Ordnung 3371.0 →
Niederbergische Höhenterrassen
Naturraum 3371.00
Mettmanner Lößterrassen
Geographische Lage
Koordinaten 51° 15′ 0″ N, 6° 58′ 0″ OKoordinaten: 51° 15′ 0″ N, 6° 58′ 0″ O
Mettmanner Lößterrassen (Nordrhein-Westfalen)
Mettmanner Lößterrassen
Lage Mettmanner Lößterrassen
Gemeinde Mettmann, Ratingen, Wülfrath, Erkrath, Düsseldorf
Kreis Kreis Mettmann
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland

Mit Mettmanner Lößterrassen wird eine naturräumliche Einheit (Ordnungsnummer 3371.00) der Über-Haupteinheit Bergisch-Sauerländisches Unterland (Ordnungsnummer 337) bezeichnet.[1]

Sie umfassen hauptsächlich das Stadtgebiet von Mettmann im Niederbergischen Land zusammen mit Anteilen des Düsseldorfer, des Ratinger und des Erkrather Ostens und des Wülfrather Westens. Im Norden grenzt der Naturraum an die Heiligenhauser Terrassen (3371.01) und das Selbecker Terrassenland (3371.03), im Süden an die Hildener Mittelterrassen (550.12) und im Osten an das Düsselhügelland (3371.18), das Dornaper Kalkgebiet (3371.16), den Haßlinghauser Rücken (3371.15), das Wülfrather Kalkgebiet (3371.17) und die Vohwinkeler Senke (3371.38).[1]

Das flachwellige Terrassenland ist weitgehend waldfrei und nur spärlich zertalt. Im Westen bilden die Schotter der rheinischen Hauptterrasse den Untergrund, im Osten die älteren Terrassenschotter, sowie teilweise auch das Grundgebirge. Auf diesem Untergrund liegt eine mächtige Lößdecke auf, die nur bei Mettmann durch lössfreie Bereiche unterbrochen wird. Dort bilden Schotterkuppen wie z. B. der Sandberg und Wilhelmshöhe den isolierten Rest älterer Höhenterrassen. Die Jahresniederschlagsmengen von 800 bis 950 mm haben den Löss in der Oberschicht weitgehend entkalkt und zu Lösslehm gewandelt.[1]

Das Terrassenland wird durch in Ost-West-Richtung laufende Terrassenriedel gegliedert. Die Bachtäler zwischen ihnen (Düssel, Mettmanner Bach, Stinderbach, Hasselbach, Schwarzbach) gewinnen zum Rhein hin an Tiefe. Sie schneiden im Westen in oberoligozäne Meeressande ein, im Osten in das devonische Grundgebirge. Bekannteste Landschaft im Naturraum ist das Neandertal, wo sich die Fundstätte des nach diesem benannten Frühmenschen befand.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands: Blatt 108/109: Düsseldorf/Erkelenz (Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, Heinrich Müller-Miny) 1963; 55 S. und Digitalisat der zugehörigen Karte (PDF; 7,4 MB)