Mewo'ot Jericho

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Mewo'ot Jericho
מְבוֹאוֹת יְרִיחוֹ
Wadi-Makukh-Mevoot-Yeriho-495.jpg
Gebiet: Westjordanland
(Judäa und Samaria)
Regionalverwaltung: Schomron
Gegründet: 1999
Koordinaten: 31° 54′ N, 35° 25′ OKoordinaten: 31° 54′ 28″ N, 35° 25′ 1″ O
 
Einwohner: 300 (2019)
Mewo'ot Jericho (Palästinensische Autonomiegebiete)
Mewo'ot Jericho
Mewo'ot Jericho

Mewo'ot Jericho (hebräisch מְבוֹאוֹת יְרִיחוֹ; englisch: Mevo'ot Yeriho) ist eine völkerrechtlich illegal errichtete israelische Gemeinschaftssiedlung im Westjordanland, die vom Regionalrat Bikʿat HaJarden (Judäa und Samaria) verwaltet wird.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt im Jordantal, nördlich der Stadt Jericho. Mewo'ot Jericho wurde 1999 gegründet und liegt 150 Metern unter dem Meeresspiegel. Im Jahre 2000 erhielt der Ort den Status einer landwirtschaftlichen Siedlung, wo Zitronen, Datteln, Feigen, Trauben, Süßkartoffeln angebaut werden. Zugleich wurde das Projekt Garten Eden (hebräisch: גיגת עדן) ins Leben gerufen. Das Projekt betreibt eine Ulpana (אוּלְפָּנָה), eine jüdische Mädchenschule. Die Schülerinnen bewohnen einen Bauernhof der Ortschaft und arbeiten in verschiedenen Teams: Landwirtschaft, Kunst und Ton. In Mewo'ot Jericho befindet sich die erste solarbetriebene Mikwe der Welt, die 2007 erbaut wurde. Am 15. September 2019 tagte das israelische Kabinett in Mewo'ot Jericho und beschloss dabei die Legalisierung der Ortschaft.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mosaik aus der Synagoge von Naʿaran.

Zahlreiche archäologische Funde belegen das Vorhandensein einer alten jüdischen Siedlung in dieser Gegend. Archäologen identifizieren den Ort mit dem biblischen Gilgal. Innerhalb der Siedlung sind Reste eines Aquädukts zu erkennen. Die Überreste des Aquädukts verlaufen sowohl nördlich als auch südlich der Siedlung und können fast bis zur Quelle im Bereich der nahegelegenen Synagoge von Naʿaran zurückverfolgt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mevo'ot Yeriho – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hizki Baruch: Generalstaatsanwalt Dr. Awichai Mandelblit zieht seinen Einspruch zurück. Die Regierung hat die Siedlung Mewo'ot Jericho am 15. September 2019 legalisiert auf Arutz Schewa