Micha Winkler (Fotograf)

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Micha Winkler, Fotograf

Micha Winkler (* 1958 in Berlin) ist ein freischaffender Fotograf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micha Winkler wurde in Ost-Berlin geboren. Zwischen 1975 und 1978 absolvierte er eine Berufsausbildung zum Zerspanungsfacharbeiter. Während seiner Tätigkeit als Haushandwerker (1979 bis 1989) erhielt er erste Fotoaufträge von Zeitungen. Von 1986 bis 1988 absolvierte Winkler eine Ausbildung an der Spezialschule für Fotografie in der Bezirkskulturakademie – Berlin Mitte. Nach der Wende arbeitete er als Theaterfotograf und für die Öffentlichkeitsarbeit bei WERK – ART e. V. Berlin (1990–1993). Seit 1994 wirkt er als freiberuflicher Fotograf. Er ist Mitglied der Künstlergruppe Sela5.[1]

Winkler arbeitet u. a. für Frühe Kindheit,[2] den Westermann-Verlag [3] und den Urban & Fischer Verlag[4] sowie edition discord,[5] die Tagespresse und die Stadt Bernau bei Berlin [6] mit Bildmaterial.

Schwerpunkt seiner Fotografie bildet die zeitgenössische Musik, insbesondere Jazz und Punk, deren Rhythmik er durch spezielle Belichtungstechnik in seinen Bildern einzufangen vermag. Ein weiteres Spezialgebiet ist die Arbeit mit der Camera Obscura. Aus Berlin, London, Paris und Rom stammen Aufnahmen, die das Leben in seiner Flüchtigkeit einfangen. Während Gebäude und Bäume scharf abgebildet werden, verschwimmen die raschen Bewegungen von Mensch und Tier zu bloßen Schemen und offenbaren die Flüchtigkeit ihres Seins.

Winkler arbeitet hierfür mit analoger Fotografie. Für seine Reisefotografie, beispielsweise aus Irland, Barcelona, Tschechien und Neuseeland nutzt er auch Digitalfotografie.

Aufgrund seiner 35-jährigen Tätigkeit besitzt Winkler ein Archiv mit Fotodokumenten der Vor- und Nachwendezeit, insbesondere aus den Berliner Bezirken Weißensee, Prenzlauer Berg, Marzahn und Mitte sowie aus Arbeitswelten der DDR-Zeit von der LPG bis zum VEB Elektrokohle.

Seine Erfahrungen, speziell mit der Lochkamera, gibt Winkler auch in Workshops an Interessierte weiter, beispielsweise an Schulen und in Sommerkursen.

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012 Schülerprojekt „KUNST—HERZ“ zum Internationalen Bildhauersymposium „Steine ohne Grenzen Bernau“
  • 2012 Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek Berlin Prenzlauer Berg, Musikschule Barnim Regionalstelle Bernau „Vibrationen“ freie improvisierte Musik
  • 2011 Eine Dokumentation. improvisierte Musik
  • 2011 Musikschule Barnim Regionalstelle Bernau „Vibrationen“ freie improvisierte Musik
  • 2010 Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg „Wir trauen uns“ Kinderfilmfest des Landes Brandenburg in Bernau
  • 2009 Galerie Bernau – „Wir trauen uns“ Kinderfilmfest des Landes Brandenburg in Bernau
  • 2008 Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek Berlin Prenzlauer Berg
  • 2007 Kunstspeicher Friedersdorf
  • 2006 Camera Obscura III Galerie Bernau
  • 2005 Camera Obscura II stadtgeschichtliches Museum Berlin Weißensee
  • 2005 Camera Obscura – Galerie der Foto und Grafik Manufaktur Berlin
  • 2003 Galerie im K 14 B.....ende Landschaften ( Eine Bestandsaufnahme )
  • 1998 Galerie am Weißensee Vibrationen (Punk und Jazz Fotos)
  • 1997 Amtshaus Panketal (Vibrationen)
  • 1996 Kreiskulturhaus Peter Edel (Freie Improvisierte Musik)
  • 1989 Kleine Galerie Weißensee

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000 Galerie Bernau Köpfe I
  • 1998 Galerie Bernau mit Hans Hoepfner Metallplastik
  • 1997 Künstlerhof Berlin – Buch
  • 1995 Galerie am Weißen See mit Ute Hoffritz
  • 1993 Galerie Bernau (1. Brandenburger Landschaftspleinair)
  • 1992 Foyer des Rathauses Weißensee
  • 1990 Foyer des Rathauses Köpenick
  • 1989 „Haus der jungen Talente“ Berlin – Mitte
  • 1988 Kulturhaus Thälmann – Park
  • 1987 Foyer der Stadtbibliothek

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004 – aktuell Camera Obscura
  • 2001 – aktuell B...ende Landschaften ( Eine Bestandsaufnahme )
  • 1997–1998 Alex Punks (mit der Fotografin Ellen Liebsch)
  • 1995–1996 Jazz Punk Musik visualisiert
  • 1987–1989 Arbeitswelten DDR
  • 1986–1989 Staat lässt feiern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website sela5
  2. fotomichawinkler.de: Fruehe-Kindheit
  3. Veröffentlichung Westermann-Verlag
  4. Veröffentlichung Urban & Fischer Verlag
  5. Veröffentlichungen edition discord
  6. Veröffentlichungen Kulturkalender