Michael Andreas Häringer

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Michael Andreas Häringer (2018)

Michael Andreas Häringer (* 26. September 2001 in Barcelona) ist ein spanischer Pianist und Komponist deutscher Abstammung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häringer wurde im spanischen Barcelona geboren. Er ist der Urururenkel von Franz Liszt.[1] In Barcelona trat er 2005 in die Escuela Luthier de Artes Musicales als Chor-Sänger ein. Mit fünf Jahren fing er an, Klavier zu spielen. Seit 2007 erhält er vom russischen Pianisten Gennady Dzubenko Unterricht. Er war erst acht Jahre alt, als er am Conservatorio Municipal de Musica de Barcelona aufgenommen wurde, wo er als bisher jüngster Student die Fächer Klavier, Gesang, Harmonie/Theorie- sowie Kompositionslehre studierte.

Sein Vater starb, als er neun Jahre alt war. Er hat damals das Komponieren für etwa ein Jahr aufgegeben.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 trat er erstmals in der Öffentlichkeit auf, als er ein Konzert in der Kirche St. Gaieta in Barcelona gab. Auch trat er beim internationalen Festival of Music in Campodron auf.[3] Das Festival wurde zu Ehren des 100. Geburtstags des spanischen Komponisten Isaac Albéniz veranstaltet. 2010 gab er sein Solisten-Debüt in Murcia, wobei er das Klavierkonzert von Haydn in D-Dur spielte. Das gleiche Stück spielte er ein Jahr später mit der Orquesta Filarmónica de Málaga (Spanien). Sein Auftritt war so erfolgreich, dass er eine Einladung erhielt, das Werk in Frankreich im November 2011 nochmals aufzuführen. 2012 trat er in Vilafranca (Spanien) auf und spielte dort das Klavierkonzert Nr. 1 von Beethoven. 2012 gewann er außerdem den ersten Preis beim spanischen Fernsehwettbewerb „Tú si que vales“. 2013 war er in KKL Luzern (Schweiz) und führte dort unter der Leitung von Howard Griffith das Klavierkonzert Nr. 12 von Mozart auf. Im April und Mai 2013 ging Michael auf Tournee mit dem GIO Orchester[4] durch Katalonien, Spanien. Im gleichen Jahr nahm er Teil am Fernsehwettbewerb „Los Increibles“ auf Antena3, auch hier gewann er den ersten Platz.[5] Es folgten seitdem weitere Konzerte in Spanien,[6] Frankreich, Deutschland,[7] Österreich, der Schweiz und andere Länder.

Am 27. April 2014 kam es im Auditori Teatre Espai Ter in Girona zur Uraufführung seiner allerersten eigenen Komposition für Orchester und Klavier.[8] Das Stück trägt den Titel Polonesa en Do menor. Dabei trat Michael als Solist auf.

Michael Andreas Häringer hat seit 2008 an mehreren nationalen und internationalen Musikwettbewerben für Jugendliche bis 18 Jahren teilgenommen und dabei mehrfach Preise gewonnen, wie etwa 2014 einen ersten Preis im Bundeswettbewerb Jugend musiziert (Deutschland)[9] sowie zusätzlich den Europa-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben bei derselben Veranstaltung.[10] Auch nahm er Teil am Klavierwettbewerb des Konservatoriums Bruc in Barcelona, wo er ebenfalls den ersten Preis gewann, sowie einen Ehrenpreis für besondere Leistung. 2016 gewann er den Preis „Young Virtuoso Award“ in der internationalen Manhattan Music Competition. Mit seinen 14 Jahren war er damals der jüngste Teilnehmer, der jemals den Young virtuoso award gewonnen hat. Im August 2018 gewann er die Silbermedaille beim Internationalen Berliner Musikwettbewerb 2018.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der jugendliche Komponist schrieb unter anderem die Werke Recuerdos (mit sieben Jahren), Despedida (ebenfalls mit sieben Jahren), El delfín, mi amigo und La danza de las abejas (mit acht Jahren), I am missing you und La sonrisa del Mediterraneo (mit zehn Jahren), Polonesa (mit elf Jahren) sowie 3 Romancen, Rainbow, Ballade pour Nathalie, Nocturno, Vals und zwei Fantasien (mit 12 Jahren)

Seine erste Single mit dem Titel Summertime hat er mit 11 Jahren komponiert. Der Song wurde am 15. Juli 2016 auf iTunes veröffentlicht. Der dazugehörige Videoclip wurde 4 Wochen nach seiner Veröffentlichung über 2 Millionen Mal auf YouTube abgerufen. Seine bisher erfolgreichste Single ist You and Me. Diesen Song hat er mit 13 Jahren für seine Freundin Nelly geschrieben. Der Videoclip dazu wurde auf YouTube über 11 Millionen Mal aufgerufen (Stand März 2018).

Die Dokumentation Ein Spiel der Gene (2014) befasst sich mit dem Leben von Michael Andreas Häringer. Die Originalmusik für den Film schrieb Michael Andreas, wie er sich auf seiner Website nennt, seinerzeit vierzehnjährig, selbst. Regie führte die österreichische Filmregisseurin und -produzentin Natalie J. Halla.[11] Der Film wurde unter anderem beim Festival de Cine Documental Musical de Donostia-San Sebastián in Spanien, beim Festival Internacional de Cinema e Vídeo de Arraial d'Ajuda in Brasilien und beim SOUND On SCREEN Music Film Festival in Südafrika gezeigt.[12]

Auch für Natalie Hallas Dokumentarfilm Life in four elements[13], der 2017 veröffentlicht wurde, schrieb Michael Andreas Häringer die Musik.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sibylle Reiter: Souverän, selbstsicher und sympathisch. In: Ammersee Kurier 6. September 2014
  2. Ruth Renè Reif: Michael Andreas Häringer: „Ich komponiere lieber große Orchesterstücke.“ In: Crescendo. 16. September 2014
  3. muenchenticket.de: Klavierkonzert: Michael Andreas Häringer - 12-jähriger Klavierstar, 8. Oktober 2013 Gasteig
  4. GIOrquestra: El Petit Mozart, Concert simfònic a Torroella, Olot i Girona
  5. michael-andreas-pianist.com: Michael Andreas Häringer: Biographie
  6. Conservatorio Municipal de Música de Barcelona: Michael Andreas Häringer: Auswahl seiner Konzerte in Spanien
  7. concerti.de: Michael Andreas Häringer, Gasteig, München, Dienstag, 21. Oktober 2014
  8. Espai Ter - Programació: Michael Andreas & GIOrquestra, „El Petit Mozart“
  9. Jugend musiziert: Ergebnisliste 2014
  10. Sonderpreise Deutsche Stiftung Musikleben. Deutsche Stiftung Musikleben, abgerufen am 14. April 2015. PDF 142 KB
  11. Natalie J. Halla: Ein Spiel der Gene Trailer unter: nataliehalla.com/videos.
  12. Promofest: Ein Spiel der Gene In: promofest.org.
  13. Trailer unter: nataliehalla.com/videos.