Michael Beißwenger

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Michael Beißwenger (* 1973 in Backnang) ist ein deutscher Germanist und Professor für Germanistische Linguistik und Sprachdidaktik an der Universität Duisburg-Essen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beißwenger wuchs in Heilbronn auf, wo er 1992 am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium sein Abitur machte. Seine Schwester ist die Schauspielerin Sonja Beißwenger.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium der Deutschen Philologie (Germanistik) und Mittleren und Neuen Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Magister artium 2000) wurde Beißwenger 2007 an der Universität Dortmund im Fach Germanistische Linguistik mit einer Arbeit zum Thema "Sprachhandlungskoordination in der Chat-Kommunikation" promoviert und 2012 zum Thema "Digitale Korpora und Kommunikationstechnologien in Sprachanalyse und Sprachdidaktik" habilitiert. Von 2000 bis 2001 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Herbert Ernst Wiegand am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg tätig, 2001–2002 in der Abteilung Grammatik am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, 2002–2014 am Lehrstuhl von Angelika Storrer am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Dortmund. 2014–2016 vertrat er die Professur für Linguistik der deutschen Sprache und Sprachdidaktik an der TU Dortmund, bevor er 2015 auf die Professur für Germanistische Linguistik und Sprachdidaktik an der Universität Duisburg-Essen berufen wurde, die er seit Februar 2016 innehat.

Beißwengers Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Angewandten Linguistik, speziell der linguistischen Erforschung digitaler Kommunikation, in der Mediendidaktik, der Korpuslinguistik und im Bereich der Digital Humanities.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien:

  • Michael Beißwenger (2007): Sprachhandlungskoordination in der Chat-Kommunikation. Berlin. New York: de Gruyter (Linguistik – Impulse & Tendenzen 26), ISBN 9783110200508.
  • Michael Beißwenger/Steffen Pappert (2019): Handeln mit Emojis. Grundriss einer Linguistik kleiner Bildzeichen in der WhatsApp-Kommunikation. Duisburg: UVRR, ISBN 9783956050695.

Herausgaben:

Journalpublikationen und Buchbeiträge:

  • Michael Beißwenger (2013): Space in computer-mediated communication: Corpus-based investigations on the use of local deictics in chats. In: Peter Auer, Martin Hilpert, Anja Stukenbrock & Benedikt Szmrecsanyi (Eds.): Linguistic Perspectives on Space: Geography, Interaction, and Cognition. Berlin. New York: de Gruyter (Linguae & Litterae 25), 494–528.
  • Michael Beißwenger (2016): Praktiken in der internetbasierten Kommunikation. In: Sprachliche und kommunikative Praktiken. Jahrbuch 2015 des Instituts für Deutsche Sprache. Berlin/New York: de Gruyter, 279–310.
  • Michael Beißwenger (2020): Internetbasierte Kommunikation als Textformen-basierte Interaktion: ein neuer Vorschlag zu einem alten Problem. In: Deutsch in sozialen Medien: interaktiv, multimodal, vielfältig. Jahrbuch 2019 des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache. Berlin/Boston: de Gruyter, 291–318.
  • Michael Beißwenger/Veronika Burovikhina (2019): Von der Black Box in den Inverted Classroom: Texterschließung kooperativ gestalten mit digitalen Lese- und Annotationswerkzeugen. In: Carolin Führer & Felician-Michael Führer (Hrsg.): Dissonanzen in der Lehrerbildung. Theoretische, empirische und hochschuldidaktische Rekonstruktionen und Perspektiven für das Fach Deutsch. Münster: Waxmann, 193–222.
  • Michael Beißwenger/Harald Lüngen (2020): CMC-core: a schema for the representation of CMC corpora in TEI. In: Corpus 20 . Open Access: https://journals.openedition.org/corpus/4553
  • Michael Beißwenger/Lena Meyer (2020): Gamification als Schlüssel zu "trockenen" Themen? Beobachtungen und Analysen zu einem webbasierten Planspiel zur Förderung orthographischer Kompetenz. In: Karin Beckers & Marvin Wassermann (Hrsg.): Wissenskommunikation im Web. Sprachwissenschaftliche Perspektiven und Analysen. Frankfurt: Peter Lang (Transferwissenschaften 11), 203–239.
  • Michael Beißwenger/Steffen Pappert (2019): How to be polite with emojis: a pragmatic analysis of face work strategies in an online learning environment. In: European Journal of Applied Linguistics 7 (2), 225–253.
  • Michael Beißwenger/Angelika Storrer (2010): Kollaborative Hypertextproduktion mit Wiki-Technologie. Beispiele und Erfahrungen im Bereich Schule und Hochschule. In: Eva-Maria Jakobs, Katrin Lehnen & Kirsten Schindler (Hrsg.): Schreiben und Medien. Schule, Hochschule, Beruf. Frankfurt: Peter Lang (Reihe Textproduktion und Medium 10), 13–36.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]