Michael Beutler

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Michael Beutler (* 1976 in Oldenburg) ist ein deutscher Bildhauer und Installationskünstler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beutler studierte von 1997 bis 2003 an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und von 2000 bis 2001 an der Glasgow School of Art (Master of Fine Arts Department).

Seine Arbeiten bewegen sich in den Feldern von Skulptur, Rauminstallation und Architektur. Beutler „beschäftigt sich mit architektonischen Strukturen, mit Räumen und den Möglichkeiten diese umzuwandeln. Er verwendet dabei einfache, mechanische, für jeden nachvollziehbare Methoden.“ In vielen seiner Arbeiten geht es um „logische, ökonomische Vorgänge.“[1] Er kreiert „singuläre Vorschläge, Modelle, Prototypen, die nicht in Serie gehen werden, weil sie im Grunde auf einer anderen Struktur basieren.“[2]

Installation „Portikus Castle“
(externer Weblink)

Das Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main besitzt Beutlers Skulptur outdoor-yellow aus dem Jahre 2004, die zuletzt auf der Gemeinschaftsausstellung des Museums MMK 1991–2011. 20 Jahre Gegenwart gezeigt wurde.

Für den Portikus in Frankfurt am Main baute Beutler im September 2007 eine begehbare Installation aus gebogenen Estrichgittern, die – mit transparentem Blumenpapier in 15 verschiedenen Farben – beklebt und übereinander zu Säulen gestapelt wurden. Risse und Löcher im farbigen Papier und das so durchscheinende Sonnenlicht ließen den „Bau im Bau“ wie eine Kathedrale leuchten.[3]

Beutlers Installation einer 16 Meter hohen Pagode aus Aluminium im Lufthansa Aviation Center wurde 2008 mit dem „mfi-Preis Kunst am Bau“ ausgezeichnet. Die Pagode besteht aus neun verschiedenen, übereinander geschichteten Hütten – metallisch glänzend verweisen sie auf verschiedene Kulturen und thematisieren Fernweh und Reiselust.[4]

Im Frankfurter Atelierhaus basis zeigte Beutler im Jahre 2010 zusammen mit fünf weiteren ehemaligen Schülern der Städelschule seine Installation Carpet. Der aus Altmaterialien gewebte Teppich schlängelt sich durch mehrere Räume und Türen. Die Webmaschine, die den Teppich produziert, stand im Februar/März 2010 in einer anderen Ausstellung des Künstlers in Mailand.

Beutler lebt und arbeitet in Berlin.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stipendien und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Galerie Barbara Wien, Pressetext, März 2003
  2. Vortrag. Michael Beutler (Memento vom 5. Januar 2016 im Internet Archive), Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, abgerufen am 5. Januar 2016
  3. Sandra Danicke, Zu groß geratener Kindertraum (Memento vom 5. Mai 2015 im Internet Archive), art-magazin.de, 25. September 2007
  4. Michael Beutler, Pagodenturm ausgezeichnet (Memento vom 13. September 2009 im Internet Archive), Deutsche Lufthansa AG, 2007
  5. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 8. September 2014.
  6. In Produktionsgewittern in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 19. April 2015, Seite 40

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]