Michael Bollig

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Michael Bollig (* 1961 in Dattenfeld) ist ein deutscher Ethnologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Jahren 1981 und 1983 absolvierte Bollig ein Studium der Ethnologie, Geschichte und Landwirtschaft an der Universität Bonn. Daraufhin studierte er bis zum Jahr 1986 Ethnologie, Geschichte und Afrikanistik an der Universität zu Köln. Bolligs Abschlussthema lautete „Soziale Netzwerke in einem städtischen Slum. Karatina, Zentralkenia“. Nach seinem Abschluss war er Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Ursachen militanter Konflikte in Ländern der Dritten Welt“. Währenddessen betrieb er zwischen den Jahren 1987 und 1989 eine zweijährige Feldforschung zur intra- und interethnischem Konfliktmanagement bei den pastoralen Pokot in Nordwestkenia. Seine Dissertation aus dem Jahr 1991 an der Universität Tübingen lautet „Die Krieger der gelben Gewehre. Intra- und interethnische Konfliktaustragung bei den pastoralen Pokot Nordwestkenias“.

Von 1992 und 1999 war Bollig wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie (Köln). Im Jahr 1999 habilitierte er sich in Ethnologie an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln mit dem Titel Risk Management in a Hazardous Environment. A Comparative Study of Two Pastoral Societies. (Pokot NW Kenya and Himba NW Namibia). Seit dem 2000 ist er Professor für Ethnologie an der Universität zu Köln, wo er neben Martin Rössler als Vizegeschäftsleiter des ethnologischen Institut fungiert, und Sprecher des interdisziplinären Forschungsprogrammes ACACIA (Arid Climate Adaptation and Cultural Innovation in Africa). Drei Jahre später, im Jahr 2003, nahm er am Gründungsworkshop der SAVI Initiative (Southern African Vulnerability Initiative) in Maputo teil. Daraufhin betrieb er zwischen den Jahren 2003 und 2005 eine neunmonatige Feldforschung in Namibia zur Umweltgeschichte. Seit dem Jahr 2009 ist er Direktor des Cologne African Studies Center (CASC) und seit dem Jahr 2010 Sprecher der „FOR 1501 Resilience, Collapse and Reorganisation in the Savannahs of Eastern and Southern Africa“.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bolligs Schwerpunktthemen sind Mensch-Umwelt-Beziehungen, Politische Ökologie, Transition lokalen Wissens, Konfliktforschung; sein regionaler Schwerpunkt ist Ost-Afrika und südliches Afrika.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Krieger der gelben Gewehre : intra- und interethnische Konfliktaustragung bei den Pokot Nordwestkenias. Lit-Verlag, Münster / Hamburg, 1992, ISBN 978-3-89473-364-3 (zugleich Dissertation an der Universität Tübingen, 1991, unter dem Titel „Intra- und interethnische Konfliktaustragung bei den Pokot Nordwestkenias“)
  • Risk Management in a Hazardous Environment. A Comparative Study of Two Pastoral Societies (Pokot NW Kenya and Himba NW Namibia) (= Studies in Human Ecology and Adaptation, Band 2). Springer, New York 2006, ISBN 978-0-387-27582-6 (zugleich Habilitationsschrift an der Phil. Fak. Universität zu Köln)
  • mit Olaf Bubenzer, Ralf Vogelsang, Hans-Peter Wotzka (Hrsg.): Aridity, Change and Conflict in Africa (= Proceedings of an International ACACIA Conference held at Königswinter, Germany, October 1–3, 2003; Colloquium Africanum 2). Heinrich Barth Institut, Köln 2007, ISBN 978-3-927688-33-9.
  • mit Aparna Rao, Monika Böck (Hrsg.): The Practice of War. Production, Reproduction and Communication of Armed Violence. Berghahn, New York 2007, ISBN 9781845452803
  • mit Olaf Bubenzer (Hrsg.): African Landscapes. Interdisciplinary Approaches (= Studies in Human Ecology and Adaptation, Band 4). Springer, New York 2008, ISBN 978-0-387-78681-0 (elektronische Ressource: Springer, 2009, ISBN 978-0-387-78682-7),
  • mit Michael Schnegg, Hans-Peter Wotzka: Pastoralism in Africa. Past, Present, and Future. Berghahn, New York 2013, ISBN 9780857459084

Webseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]