Michael Bublé

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Michael Bublé (2011)

Michael Steven Bublé [maɪ.kl̩.ˈbuː.bleɪ] (* 9. September 1975 in Burnaby, British Columbia) ist ein kanadischer Jazz-Sänger, Schauspieler sowie mehrfacher Grammy-Preisträger italienischer Abstammung.

Sein nach ihm benanntes Album schaffte es 2003 in die kanadischen, australischen und britischen Top Ten. 2004 wurde sein Live-Album und -Video Come Fly with Me in die Billboard Music Video Charts aufgenommen und erreichte die Top-40-Album-Charts in Australien.

Biografie[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Bublé hat zwei jüngere Schwestern: Brandee und Crystal, Crystal ist inzwischen Schauspielerin. Bublé wuchs mit der Jazz-Plattensammlung seines Großvaters auf. Auf seiner Internetpräsenz hebt er hervor, welch großen Einfluss sein Großvater auf seinen Musikgeschmack hatte:

„Mein Großvater war wirklich mein bester Freund in meiner Jugend. Er war derjenige, der mir die Tür in eine ganze Welt der Musik öffnete, die anscheinend von meiner Generation komplett übergangen worden ist. Obwohl ich Rock ’n’ Roll sowie moderne Musik mag, passierte etwas Magisches, als mein Großvater mir zum ersten Mal die Mills Brothers vorspielte. Die Texte waren so romantisch, so real … genau so, wie ein Lied für mich sein sollte. Es war, als würde ich meine Zukunft blitzartig vor mir sehen. Ich wollte Sänger werden und ich wusste, dass dies die Art von Musik war, die ich singen wollte.“

Michael Bublé

Bublés italienischer Großvater ermutigte ihn, die Standards zu erlernen, die er so liebte, und auch an einem Talentwettbewerb in Vancouver teilzunehmen, den er zunächst gewann; jedoch wurde er nachträglich disqualifiziert, da er noch zu jung war. Dies entmutigte ihn nicht, und mit 17 gewann er den ersten Preis in einer kanadischen Jugend-Talentshow.

In den darauf folgenden Jahren konnte Michael Bublé in seiner Musik-Karriere weitere Erfolge verzeichnen. Er trat als Elvis in einer Red-Rock-Diner-Road-Show auf und sang als ein Star einer Musical-Revue namens Forever Swing. Des Weiteren war er in einer Episode von Death Game 1996 zu sehen. Er nahm eine Reihe von freien Alben auf, eines als Geschenk für seinen Großvater. Bublé erhielt zwei Genie Awards 2000 für Stücke, die er für den Film Here’s to Life mit Eric McCormack schrieb.

Durchbruch als Hochzeitssänger (2000–2004)[Bearbeiten]

Michael Bublés Karrieredurchbruch war seine Version von Kurt Weills Mack the Knife auf der Hochzeit von Brian Mulroneys Tochter Caroline im Jahr 2000. Mulroney stellte Bublé David Foster, einem mehrfachen Grammy-Gewinner, Produzenten und leitenden Aufnahmeleiter bei Warner Brothers, vor – dieser hatte bereits mit Größen wie Josh Groban zusammengearbeitet. Foster nahm Bublé in dem Plattenlabel 143 unter Vertrag und begann 2001 mit Bublé ein nach ihm benanntes Album aufzunehmen. Das Album enthält ein Spektrum von Klassikern aus den verschiedensten Epochen inklusive Fever, The Way You Look Tonight, For Once in My Life, Van Morrisons Moondance and Lou Rawls You’ll Never Find Another Love Like Mine. Barry Gibb, Mitglied der Bee Gees, sang die Begleitstimme zu Bublés How Can You Mend a Broken Heart.

Das Album wurde Anfang 2003 veröffentlicht und wurde früh in den kanadischen Album-Charts platziert. Chart-Erfolge in den USA, Großbritannien, Australien und anderswo folgten kurz darauf, wodurch das Album Platin erhielt und die Top10 der Album-Charts in Großbritannien und Kanada erreichte. Des Weiteren führte es die australischen Charts auf Platz 1 an und wurde ebenfalls in den Top50 der Billboard 200 Album Charts geführt. Seine Interpretation des Stücks Kissing a Fool von George Michael wurde als Single ausgekoppelt und erreichte die Top30 der Billboard Adult Contemporary Chart. How You Can Mend a Broken Heart erreichte ebenfalls diese Top30 genauso wie seine dritte Single Sway, im Original von Dean Martin gesungen. Ein Junkie-XL-Remix des Liedes erklomm in Australien im Mai 2004 die Top20.

Bublé gewann den Best-New-Talent-Preis der Juno-Awards 2004 und sein nach ihm benanntes Album wurde als Album des Jahres nominiert, verlor jedoch gegen Sam Roberts.

Ende 2003 veröffentlichte Bublé die Weihnachts-EP Let It Snow. Diese war zunächst als Bonus der Weihnachts-Edition seines Debüts gedacht. Das Titellied Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow! erreichte in Australien die Top40 in den Single-Charts. Er veröffentlichte ein Live-Album und -Video mit dem Titel Come Fly with Me im April 2004, bei dem das Video die Top10 der Billboard Video Charts erreichte. Das Album selbst erreichte Ende April die australischen Top50-Album-Charts und die Billboard 200 Album Charts.

Bublé erschien weiterhin in einer Vielzahl von Filmen in den vergangenen zwei Jahren inklusive des Auftritts als ein Karaoke-Sänger in Duets neben Gwyneth Paltrow und Huey Lewis. Er trat außerdem 2001 in Totally Blonde und 2003 in The Snow Walker auf.

Aufstieg in den Mainstream (2005–2007)[Bearbeiten]

Michael Bublés zweites Album It’s Time wurde ein weiterer großer Erfolg und erreichte weltweit Top-10-Platzierungen in den Charts. In Deutschland stand es auf Platz 2 der Album-Charts. Auch bei diesem Album zeichnete er sich dadurch aus, dass er Klassiker und Standards rearrangierte und neu interpretierte.

Außerdem wurde seine erste Eigenkomposition (zusammen mit David Fosters Tochter Amy Foster-Gillies und Alan Chang) Home ein weltweiter Hit. Die Musiker sind erfahrene Studiomusiker wie Gitarrist Dean Parks, der bereits mit Steely Dan und Paul Simon gearbeitet hat, und Leute aus der Jazzbranche wie der israelische Pianist Tamir Handelman. Auch Fosters Stiefsohn Brandon Jenner ist dabei (Save the Last Dance for Me). In den Studioversionen spielt in der Regel David Foster selbst Klavier oder auch Bass, auf den Tourneen und Konzerten Alan Chang. Die Arrangements sind meistens für Big Band und Streicher geschrieben. Von It’s Time wurde zunächst Home ausgekoppelt, später auch Feeling Good und schließlich Save the Last Dance for Me.

Mit Caught in the Act folgte 2005 ein Live-Album mit der Sonderzulage des Konzertmitschnitts auf DVD.

Bublé und Randy Napoleon, Caught in the Act

Call Me Irresponsible (2007–2009)[Bearbeiten]

Für sein drittes Studio-Album Call Me Irresponsible (2007) wählte Bublé weitere Swing- und Jazztitel aus, es enthält allerdings auch zwei neue poppige Eigenkompositionen. Seine Duette mit Boyz II Men sowie Ivan Lins sorgen für Abwechslung. Als erste Single wurde im Frühjahr 2007 Everything ausgekoppelt, Anfang November 2007 erschien Lost einzeln im Handel. Beide Lieder sind keine Coverversionen. Außerdem sind mittlerweile Me and Mrs. Jones, Comin’ Home Baby (im Radio als Frank-Popp-Remix zu hören) und einige Remixe des Pink-Panther-Klassikers It Had Better Be Tonight als Single erhältlich. Die Live-CD Meets Madison Square Garden enthält Live-Versionen von sechs Titeln (sieben in der Fan-Edition) aus diesem Album. Sie wurde bei den Grammy Awards 2010 in der Kategorie Best Traditional Pop Vocal Album ausgezeichnet.

Crazy Love (2009)[Bearbeiten]

Am 31. August 2009 veröffentlichte Bublé die Eigenkomposition Haven’t Met You Yet als Vorab-Single seines Albums Crazy Love, das schließlich am 9. Oktober in den USA und am 16. Oktober in Deutschland auf den Markt kam. Das Album enthält 12 Titel (plus den Bonustrack Whatever It Takes, der allerdings in allen Editionen dabei ist), von denen mit Hold On ein weiteres Lied von Bublé (zusammen mit Amy Foster und Alan Chang) geschrieben wurde. Auf All I Do Is Dream of You und Stardust singt er mit Naturally 7, einer A-cappella-Gruppe, die Bublé bereits auf seiner Tour begleitete. Baby (You’ve Got What It Takes) interpretiert er zusammen mit Sharon Jones und den Dap-Kings. Mit dem Album gewann er bei den Grammy Awards 2011 zum dritten Mal die Auszeichnung für das Best Traditional Pop Vocal Album.

Berühmtheit durch den Film[Bearbeiten]

Michael Bublé spielte im Film Totally Blonde von 2001 mit Krista Allen, Maeve Quinlan, Brody Hutzler, Regie Andrew Van Slee den Clubbesitzer Van. In diesem Film hat er auch viele Auftritte als Sänger. Diese Lieder wurden später (nachdem Bublé berühmt wurde) ohne sein Einverständnis auf dem Album Totally Bublé veröffentlicht. Aufmerksame Zuschauer erkennen ihn auch nachträglich beim Sehen der alten Akte-X-Folgen Der Feind Teil 1+2.

Bublé war an den Soundtracks zu Ein Chef zum Verlieben (Come Fly with Me), Down with Love (Down with Love, For Once in My Life und Kissing a Fool) und Big Wedding (Save the Last Dance for Me) beteiligt.

Privatleben[Bearbeiten]

Michael Bublé war mit der britischen Schauspielerin Emily Blunt liiert, die er bei einem seiner Konzerte kennenlernte. Die Beziehung zerbrach im Juli 2008.[1] Seit April 2011 ist er mit dem argentinischen Model Luisana Lopilato verheiratet.[2] Am 27. August 2013 kam ihr gemeinsamer Sohn Noah in Vancouver (Kanada) zur Welt.

Bublé ist seit Dezember 2008 Mitbesitzer der Vancouver Giants.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2003 Michael Bublé 49
(2 Wo.)
53
(11 Wo.)
6
(30 Wo.)
47
(88 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Februar 2003
2005 It’s Time 2
(55 Wo.)
3
(30 Wo.)
7
(45 Wo.)
4
(44 Wo.)
7
(143 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2005
2007 Call Me Irresponsible 1
(43 Wo.)
2
(29 Wo.)
3
(40 Wo.)
2
(100 Wo.)
1
(113 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Mai 2007
Grammy
2009 Crazy Love 5
(36 Wo.)
8
(11 Wo.)
4
(32 Wo.)
1
(156 Wo.)
1
(83 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2009
Grammy
2011 Christmas 1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
3
(… Wo.)
1
(21 Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2011
2013 To Be Loved 2
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 2013
Grammy

Weitere Veröffentlichungen:

  • 2001: BaBalu
  • 2002: Dream
  • 2007: Call Me Irresponsible – Special Edition

Livealben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2004 Come Fly with Me 52
(3 Wo.)
55
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2004
2005 Caught in the Act 31
(6 Wo.)
30
(9 Wo.)
51
(7 Wo.)
25
(4 Wo.)
82
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Juli 2005
2009 Meets Madison Square Garden 47
(1 Wo.)
67
(5 Wo.)
22
(4 Wo.)
14
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2009
Grammy

EPs[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2003 Let It Snow 71
(2 Wo.)
32
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. November 2003
2008 A Taste of Bublé 35
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 2008
2010 Special Delivery 26
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2010
Hollywood: The Deluxe EP 10
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 2010

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1995: First Dance
  • 2003: Totally Bublé
  • 2005: More
  • 2006: With Love
  • 2010: A Holiday Gift for You

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2005 Feeling So Good
It’s Time
36
(13 Wo.)
66
(3 Wo.)
69
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. April 2005
Home
It’s Time
55
(12 Wo.)
36
(14 Wo.)
33
(14 Wo.)
31
(5 Wo.)
72
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 2005
Home / Song for You
It’s Time
45
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 2005
Let It Snow
Let It Snow
35
(8 Wo.)
25
(3 Wo.)
28
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2005
2006 Save the Last Dance for Me
It’s Time
99
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. April 2006
2007 Everything
Call Me Irresponsible
39
(10 Wo.)
34
(14 Wo.)
28
(24 Wo.)
38
(15 Wo.)
46
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. April 2007
Me and Mrs. Jones
Call Me Irresponsible
68
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. September 2007
Lost
Call Me Irresponsible
44
(9 Wo.)
55
(4 Wo.)
66
(10 Wo.)
19
(15 Wo.)
97
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. November 2007
It Had Better Be Tonight (Meglio Stasera)
Call Me Irresponsible
74
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Dezember 2007
2009 Haven’t Met You Yet
Crazy Love
53
(9 Wo.)
54
(1 Wo.)
37
(18 Wo.)
5
(26 Wo.)
24
(44 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. August 2009
Hold On
Crazy Love
72
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Dezember 2009
2010 Cry Me a River
Crazy Love
35
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2010
Hollywood
Crazy Love
11
(14 Wo.)
55
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. September 2010
2011 It’s Beginning to Look a Lot Like Christmas
Christmas
77
(3 Wo.)
96
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2011
All I Want for Christmas Is You
Christmas
99
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2011
Christmas (Baby Please Come Home)
Christmas
47
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2011
Have Yourself a Merry Little Christmas
Christmas
99
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2011
Santa Claus Is Coming to Town
Christmas
100
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2011
2013 It’s a Beautiful Day
To Be Loved
28
(… Wo.)
24
(… Wo.)
32
(… Wo.)
10
(… Wo.)
94
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Februar 2013

Weitere Veröffentlichungen:

  • 2004: Sway
  • 2004: Spider-Man Theme
  • 2008: Comin’ Home Baby (feat. Boyz II Men)
  • 2011: Jingle Bells (feat. The Puppini Sisters)
  • 2011: Cold December Night
  • 2011: White Christmas
  • 2013: To be loved

Als Gastmusiker[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE AT CH UK US
2010 Everybody Hurts 16
(7 Wo.)
23
(7 Wo.)
16
(2 Wo.)
1
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Februar 2010
(mit Helping Haiti)

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Juno Awards

  • 2008: Fan Choice Award
  • 2010: Fan Choice Award

Grammy

  • 2008: „Best Traditional Pop Vocal Album“ für Call Me Irresponsible
  • 2010: „Best Traditional Pop Vocal Album“ für Michael Bublé Meets Madison Square Garden
  • 2011: „Best Traditional Pop Vocal Album“ für Crazy Love
  • 2014: „Best Traditional Pop Vocal Album“ für To Be Loved

Echo

  • 2006: „Beste Jazzproduktion des Jahres“ für It’s Time

Juno Awards

  • 2006: Künstler des Jahres, Album des Jahres, Pop-Album des Jahres, Single des Jahres

Canadian Smooth Jazz Award (Kanada)

  • 2006: „Best male vocalist“, „Best original composition“ für Home, „Best Album“ für It’s Time

Canadian Radio Music Awards (Kanada)

  • 2006: Bester Solokünstler, Bester Songschreiber für Home

Belege[Bearbeiten]

  1. jdl/dpa: Emily Blunt und Michael Bublé wieder solo auf spiegel.de, 11. Juli 2008.
  2. Michael Buble: Hochzeit in Buenos Aires
  3. Vancouver Giants Purchased by Michael Buble
  4. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael Bublé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien