Michael Chevalier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Michael Chevalier (* 14. Mai 1933 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er zählt zu den profiliertesten deutschen Synchronsprechern und ist einem breiten Publikum zum Beispiel als Stimme von Charles Bronson bekannt.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Medien Film und Fernsehen trat der gelernte Schauspieler Chevalier selten in Erscheinung. Einem breiteren Publikum dürfte er hier am ehesten durch seine TV-Rolle als Masseur einer Fußballmannschaft in der Jugendserie Manni, der Libero mit Thomas Ohrner vertraut sein. Ansonsten ist er meist in Nebenrollen zu sehen, so in Tausend Melodien (1956), der Komödie Der doppelte Nötzli, dem TV-Film Freund mit Rolls-Royce aus der Reihe um die Putzfrau Ada Harris mit Inge Meysel oder als Kleinkrimineller in der Edgar Wallace-Verfilmung Der Zinker (1963).

Dennoch ist Chevaliers markante Stimme den meisten Kinogängern vertraut: Von 1951 bis Mitte der 2000er-Jahre war Chevalier umfangreich im Synchrongeschäft tätig. Für viele berühmte Kollegen ist er die deutsche Standard-Synchronstimme, so für Charles Bronson (Standard-Synchronstimme, u.a. in Spiel mir das Lied vom Tod und auf Udo Lindenbergs Cowboy Rocker), Omar Sharif (u.a. in Doktor Schiwago), Richard Attenborough (in Der Flug des Phoenix 1965), Oliver Reed (zuletzt in Gladiator), Steve McQueen (Cincinnati Kid), Richard Harris (Die Wildgänse kommen), Dan Blocker (Bonanza) oder William Conrad (in dessen Fernsehserien Cannon und Jake und McCabe – Durch dick und dünn). Daneben synchronisierte er zahlreiche andere Stars bei einem oder mehreren Filmauftritten, z. B. Paul Newman (Sie möchten Giganten sein), Marlon Brando (Die Insel des Dr. Moreau) oder Sean Connery (Zardoz). Des Weiteren verlieh er im Western Charro! (Deutschlandpremiere am 15. August 1969) seine markante Stimme an Elvis Presley. Mit über 800 Synchronrollen gehört er zu den meistbeschäftigten deutschsprachigen Synchronsprechern.

2004 erhielt er für sein herausragendes Gesamtschaffen den Deutschen Preis für Synchron. Chevalier ist der Enkel des Malers Friedrich Klein-Chevalier.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronrollen (Auswahl)[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Film/ Serie Rolle
Abner Biberman Die Wilden Zwanziger (Synchro in 1977) Lefty
Bertrand Castelli Donner in der Sonne Edmond Duquette
Bubba Smith Police Academy 5 – Auftrag Miami Beach Sgt. Moses Hightower
Charles Bronson Das Raubtier George R. Kelly
Spiel mir das Lied vom Tod Mundharmonika–Mann
Brutale Stadt Jeff Heston
Der Einsame Ben Justin
Kalter Hauch Arthur Bishop
Wilde Pferde Chino Valdez
Das Gesetz bin ich Vince Majestyk
Ein stahlharter Mann (1. + 2. Synchro in 1975 + 1984) Chaney
Zwischen zwölf und drei Graham
... die keine Gnade kennen Brig. Gen. Dan Shomron
Ein Mann räumt auf Charlie Congers
Der Grenzwolf (BRD–Synchro) Jeb Maynard
Ein Mann wie Dynamit Leo Kessler
Death Wish 3 – Der Rächer von New York Paul Kersey
Murphys Gesetz Jack Murphy
Death Wish 4 – Das Weiße im Auge Paul Kersey
Kinjite – Tödliches Tabu Lt. Crowe
... und den Weihnachtsmann gibts doch Frank P. Church
Der Seewolf Capt. Wolf Larsen
Death Wish 5 – Im Antlitz des Todes Paul Kersey
Dana Andrews Bumerang (Synchro in 1974) Staatsanwalt Henry L. Harvey
Faustrecht der Großstadt (Synchro in 1977) Det. Mark Dixon
Fabian Blond, süß und sehr naiv Seppi La Barta
George Brent Goldene Erde Kalifornien (Synchro in 1964) Jared Whitney
Jack Carson Die Braut kam per Nachnahme (Synchro in 1977) Allen Brice
Jerome Courtland Unsichtbare Gegner Terry Canfield
John Clements Rembrandt Govaert Flink
John Penrose Adel verpflichtet Lionel Holland
Joseph Cotten Von Agenten gejagt Howard Graham
Kenneth Fortescue Onkel George und seine Mörder Albert
Oliver Reed Der Prinz und der Bettler Miles Hendon
Omar Mukhtar – Löwe der Wüste Gen. Rodolfo Graziani
Die Schwarze Mamba Dave Averconnelly
Ein Phantom in Monte Carlo Der Radscha
Funny Bones – Tödliche Scherze Dolly Hopkins
Marco Polo und die Kreuzritter Captain Cornelius Donovan
Gladiator Proximo
Omar Sharif Doktor Schiwago Jurij Schiwago
Schöne Isabella Prinz Rodrigo Fernandez
Die Nacht der Generäle Major Grau
Che! Che Guevara
Top Secret Agent Cedric
Das schönste Kleid der Welt Marquis Hippolite
Gullivers Reisen Der Zauberer
Der 13te Krieger Melchisidek
Richard Beymer West Side Story Tony
Richard Harris Der Glöckner von Notre–Dame Frollo
Monte Cristo Abbé Faria
Richard Widmark Herrin der toten Stadt (2. Synchro in 1964) Dude
Robert Wagner Das Höllenriff Tony Petrakis
Prinz Eisenherz Prinz Eisenherz
Die weiße Feder Josh Tanner
Der rosarote Panther George Lytton
Sir Richard Attenborough Die heiße Nacht Rod Hamilton
Jagd auf den Schatz der Riesen Magog
Thurl Ravenscroft Aristocats Mick, der Spediteur
Timothy West Sinbad – Der Herr der sieben Meere König Dymas
Warren Oates Der Wilde von Montana Jace
William Campbell Das Geheimnis der fünf Gräber Johnny Cool

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Synchronkartei. In: www.synchronkartei.de. Abgerufen am 19. September 2016.