Michael Chevalier

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Michael Chevalier (* 14. Mai 1933 in Berlin; † etwa 2005/2006[1]) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er zählte zu den profiliertesten deutschen Synchronsprechern und ist einem breiten Publikum zum Beispiel als Stimme von Charles Bronson bekannt.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Medien Film und Fernsehen trat der gelernte Schauspieler Chevalier selten in Erscheinung. Einem breiteren Publikum dürfte er hier am ehesten durch seine TV-Rolle als Masseur einer Fußballmannschaft in der Jugendserie Manni, der Libero mit Thomas Ohrner vertraut sein. Ansonsten ist er meist in Nebenrollen zu sehen, so in Tausend Melodien (1956), der Komödie Der doppelte Nötzli, dem TV-Film Freund mit Rolls-Royce aus der Reihe um die Putzfrau Ada Harris mit Inge Meysel oder als Kleinkrimineller in der Edgar Wallace-Verfilmung Der Zinker (1963).

Dennoch ist Chevaliers markante Stimme den meisten Kinogängern vertraut: Von 1951 bis Mitte der 2000er-Jahre war Chevalier umfangreich im Synchrongeschäft tätig. Für viele berühmte Kollegen ist er die deutsche Standard-Synchronstimme, so für Charles Bronson (Standard-Synchronstimme, u. a. in Spiel mir das Lied vom Tod und auf Udo Lindenbergs Cowboy Rocker), Omar Sharif (u. a. in Doktor Schiwago), Richard Attenborough (in Der Flug des Phoenix 1965), Oliver Reed (zuletzt in Gladiator), Steve McQueen (Cincinnati Kid), Richard Harris (Die Wildgänse kommen), Dan Blocker (Bonanza) oder William Conrad (in dessen Fernsehserien Cannon und Jake und McCabe – Durch dick und dünn). Daneben synchronisierte er zahlreiche andere Stars bei einem oder mehreren Filmauftritten, z. B. Paul Newman (Sie möchten Giganten sein), Marlon Brando (Die Insel des Dr. Moreau) oder Sean Connery (Zardoz). Des Weiteren lieh er im Western Charro! (Deutschlandpremiere am 15. August 1969) Elvis Presley seine markante Stimme. Mit über 1200 Synchronrollen gehörte er zu den meistbeschäftigten deutschsprachigen Synchronsprechern.

Ab 2003 zog er sich aus der Synchronisationsarbeit und der Öffentlichkeit zurück. 2004 erhielt er für sein herausragendes Gesamtschaffen den Deutschen Preis für Synchron. Chevalier verstarb zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt Mitte der 2000er Jahre. Er war der Enkel des Malers Friedrich Klein-Chevalier.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles Bronson

Oliver Reed

Omar Sharif

Richard Harris

Robert Wagner

Warren Oates

  • 1964: Der Wilde von Montana als Jace
  • 1973: Jagd auf Dillinger als John Dillinger

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RE: Interviews & sonstiger "Stuff" - 194. In: Synchron-Forum.com. 27. Oktober 2017. Abgerufen am 24. März 2018. (Sprecheragentur Media-Paten zu Chevaliers Tod.)