Michael Ende

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Michael Andreas Helmuth Ende (* 12. November 1929 in Garmisch; † 28. August 1995 in Filderstadt) war ein deutscher Schriftsteller. Er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren. Bücher wie Die unendliche Geschichte, Momo und Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer waren internationale Erfolge und wurden vielfach für Film, Fernsehen und Theater adaptiert. Endes Werke verkauften sich über 30 Millionen Mal und wurden in über 40 Sprachen übersetzt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Ende war der Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende (1901-1965) und dessen Ehefrau Luise Bartholomä (1892-1973). Kurz nach seiner Geburt zogen die Eltern von Garmisch nach München, da der Vater sich dort bessere Erfolgsaussichten als Maler versprach. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte Ende daher in den heutigen Münchener Stadtteilen Pasing und Schwabing.[1] Mitte der 1930er-Jahre geriet die Familie in eine Krise, als Edgar Endes Werke von der NS-Reichskulturkammer als entartete Kunst eingestuft wurden. Auch viele Freunde der Familie gerieten in Konflikt mit den Nationalsozialisten.[2] Ab 1940 besuchte Ende das Maximiliansgymnasium in München, wobei er nach eigenen Angaben ein schlechter Schüler war und die Schule verabscheute.[3] 1943 wurde das Gymnasium evakuiert und Ende kam mit dem Programm der Kinderlandverschickung in seinen Geburtsort Garmisch zurück.

Als der 15-jährige Ende wenige Wochen vor Kriegsende seinen Stellungsbefehl zur „Heimatverteidigung“ erhielt, zerriss er diesen kurzerhand und schloss sich stattdessen der Organisation Freiheitsaktion Bayern an. Erst 1948 konnte Ende sein Abitur an der Waldorfschule in Stuttgart erfolgreich absolvieren.[4] Während der Zeit in Stuttgart unternahm er erste Schreibversuche, beeinflusst von der dadaistischen und expressionistischen Dichtung.[5] Im Anschluss an das Abitur besuchte Ende bis 1950 die Schauspielschule Otto Falckenberg in München, eine Schauspielkarriere war aber nicht in erster Linie sein Ziel, sondern er wollte sich dadurch einen Ansatz für eine spätere Karriere als Theaterautor schaffen.[6] Nach der Ausbildung agierte Ende als Schauspieler bis 1953 an verschiedenen Regionaltheatern, unter anderem mehrere Monate am Landestheater in Schleswig-Holstein. Während dieser Zeit verfasste Ende für verschiedene politische Kabaretts die Texte. Zwischen 1954 und 1962 war er auch als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk tätig, was ihm erstmals ein sicheres, wenngleich durchwachsenes Einkommen einbrachte.[7]

Mit eigenen, meist dramatischen Theaterstücken blieb Ende jedoch erfolglos. Ende der 1950er-Jahre wollte er sich als Kinderbuchautor versuchen und verfasste sein Manuskript Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer: „Ich setzte mich also an meine Schreibmaschine und schrieb: Das Land, in dem Lukas der Lokomotivführer lebte, war nur sehr klein. Das war der erste Satz, und ich hatte nicht die geringste Vorstellung, wie der zweite heißen würde. Ich hatte keinerlei Plan zu einer Geschichte und keine Idee. Ich ließ mich einfach ganz absichtslos von einem Satz zum anderen, von einem Einfall zum nächsten führen. So entdeckte ich das Schreiben als ein Abenteuer. Die Geschichte wuchs und wuchs, immer mehr Gestalten stellten sich ein, Handlungsfäden begannen zu meinem eigenen Erstaunen sich durcheinander zu weben.“[8] Diese recht ungewöhnliche Arbeitsweise verglich Ende gerne mit der Arbeitsmethode eines Malers, der oftmals nur eine vage Idee habe, doch dann während des Arbeitsprozesses aus dem Material etwas viel Besseres entstehen lasse.[9] Doch als nach zehn Monaten Arbeit Jim Knopf fertig war, wurde das Manuskript zunächst über eineinhalb Jahre von insgesamt zwölf Verlagen abgelehnt, etwa mit der Begründung, dass es zu lang für ein Kinderbuch sei. Erst 1960 wurde das Werk im kleinen Thienemann Verlag in Stuttgart veröffentlicht. Jim Knopf gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und ist seitdem ein großer Erfolg.[10] Im Thienemann-Verlag sollte Ende in den folgenden Jahrzehnten die meisten seiner Werke veröffentlichen.

Der Erfolg vom Jim Knopf machte Ende erstmals finanziell unabhängig.[11] Im Jahre 1964 heiratete er die Schauspielerin Ingeborg Hoffmann. Zwischen den Jahren 1965 bis 1971 lebte Ende mit seiner Familie im Alten Schloss in Valley in der Nähe von München. Eine Enttäuschung für ihn war 1967 die erfolglose Inszenierung seiner Tragikkomödie Die Spielverderber, die schlechte Kritiken bekam. Verschiedene Kritiker in Deutschland machten Ende, gerade seines Jim Knopf wegen, Eskapismus zum Vorwurf und warfen ihm vor, mit seinen positiven Märchen die Kinder nicht auf das richtige Leben vorzubereiten.[12] Er wurde in der Kritik als „Schreiberling für Kinder“ abgetan. Unter anderem wegen dieser Eskapismus-Debatte zog das Ehepaar Ende Anfang der 1970er-Jahre nach Italien. Sie ließen sich in Genzano di Roma, etwa 30 Kilometer südöstlich von Rom, in der Villa Liocorno (Einhorn), nieder.[13] Michael Ende betonte, dass man in Italien im Gegensatz zu Deutschland nicht die strenge Unterscheidung zwischen realistischer und fantastischer Literatur mache, sondern es dort nur auf die Qualität des Geschriebenen ankäme.[14]

„Man darf von jeder Tür aus in den literarischen Salon treten, aus der Gefängnistür, aus der Irrenhaustür oder aus der Bordelltür. Nur aus einer Tür darf man nicht kommen, aus der Kinderzimmertür. Das vergibt einem die Kritik nicht. Das bekam schon der große Rudyard Kipling zu spüren. Ich frage mich immer, womit das eigentlich zu tun hat, woher diese eigentümliche Verachtung alles dessen herrührt, was mit dem Kind zu tun hat.“

Michael Ende: [15]

In Italien entstand 1973 sein märchenhafter Roman Momo, der mit bis heute über sieben Millionen verkauften Exemplaren eines seiner weltweit erfolgreichsten Werke ist. Im Jahre 1985 war Ende auch einer der Autoren des Drehbuchs für die Verfilmung Momo unter Regie von Johannes Schaaf. In diesem Film übernahm Ende sogar einen kleinen Gastauftritt als Zugpassagier. In den 1970er-Jahren hatte Ende in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Mark Lothar bereits das Libretto zur Oper Momo und die Zeitdiebe geschrieben. Die Uraufführung fand 1978 am Landestheater Coburg verfasst. Ebenfalls ab 1978 arbeitete er regelmäßig mit dem Komponisten Wilfried Hiller zusammen. Aus dieser Partnerschaft entstanden zahlreiche Musiktheaterstücke, wie 1985 Der Goggolori oder das Hörspiel Norbert Nackendick oder das nackte Nashorn. Anfang der 1980er-Jahre veröffentlichte er mit dem Politiker Erhard Eppler und der Schauspielerin Hanne Tächl den Gesprächsband Phantasie/Kultur/Politik, der sich gegen das technokratische Denken in Politik und Wirtschaft aussprach.[16]

Im Jahr 1979 schrieb Michael Ende seinen phantastischen Roman Die unendliche Geschichte. Das Buch verkaufte sich weltweit etwa zehn Millionen mal und wurde in 40 Sprachen übersetzt. In den 1980er-Jahren erreichte Endes Popularität einen Höhepunkt und er dominierte gleich mit mehreren Titeln die Bestseller-Listen in Deutschland.[17] Die großangelegte Verfilmung von 1984 durch den Produzenten Bernd Eichinger befürwortete Ende zunächst, als er jedoch den fertigen Film zu sehen bekam, war er entsetzt und bezeichnete ihn als „gigantisches Melodram aus Kitsch, Kommerz, Plüsch und Plastik“.[18] Er kritisierte unter anderem, dass es dem Film an innerer Logik mangele und er die Grundbotschaften des Buches nicht mehr vermitteln würde.[19] Michael Ende ließ sich aus dem Filmcredits streichen und prozessierte anschließend lange und letztlich erfolglos gegen die Filmemacher, dass sie entweder den Film umbenennen oder die Produktion stoppen sollten.[20]

1983 erschien von Ende Der Spiegel im Spiegel, eine surrealistische Geschichtensammlung, die sich vorwiegend an erwachsene Leser richtet. Mit seinen Werken versuchte Ende, sich nun auch als ernsthafter Autor für Erwachsene zu profilieren, aber vor allem die deutsche Literaturkritik – weniger die ausländische – blieb Ende gegenüber weitgehend abweisend.[21] Marcel Reich-Ranicki äußerte beispielsweise „Zum Phänomen Ende äußere ich mich nicht“, woraufhin Ende den Kritiker mit der Figur des scheußlichen, nutzlosen „Buchernörgele“ in seinem 1989 erschienenen Kinderbuch Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch aufs Korn nahm.[22] Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch bedeutete erneut einen Erfolg für Ende und brachte ihm den Literaturpreis La vache qui lit ein. Nach weiteren Kinderbüchern Anfang der 1990er-Jahre erschien 1994 das Werk Zettelkasten, in dem Ende Skizzen und Notizen aus seinen Archiven veröffentlichte und auch erstmals direkt über sein eigenes Leben schrieb.[23]

Michael Endes Grab auf dem Münchner Waldfriedhof

Nachdem seine erste Frau Ingeborg Hoffmann 1985 unerwartet verstorben war, kehrte Ende von Italien nach München zurück. Er heiratete 1989 die japanische Übersetzerin Mariko Satō (佐藤 真理子), die auch einige seiner Werke ins Japanische übersetzt hat.[24] Zu Japan und seiner Kultur besaß Ende eine starke Zuneigung und besuchte dieses Land auch mehrmals.[25] 1994 wurde bei Michael Ende ein Magenkrebsleiden diagnostiziert, an dem er im folgenden Jahr im Alter von 65 Jahren in Filderstadt verstarb. Seine letzte Arbeit, ein Libretto für eine musikalische Aufführung, blieb unvollendet.[26] Seine letzte Ruhestätte hat er auf dem Waldfriedhof (alter Teil) in München (Grab Nr. 212-W-3) gefunden, die von einem überdimensionalen Buch in Bronze gekennzeichnet wird, aus dem Märchenfiguren seiner Werke reliefartig hervortreten. Ebenfalls als Bücher gestaltet sind zwei Sitzhocker davor und ein kleiner Tempel. Das Grabmal hat Ludwig Valentin Angerer geschaffen.

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Endes literarischen Nachlass verwaltet das Deutsche Literaturarchiv in Marbach am Neckar. Einzelne Exponate, wie die Manuskripte von Die unendliche Geschichte und Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch, sind im Literaturmuseum der Moderne in Marbach in der Dauerausstellung zu sehen.[27] Teile des Nachlasses befinden sich im Michael-Ende-Museum[28] der Internationalen Jugendbibliothek im Münchener Schloss Blutenburg und im Michael-Ende-Archiv im Märchenmuseum Kurohime Dōwakan in Shinanomachi, Japan.[29]

Themen und Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Ende wurde in seinem Werk oftmals von Rudolf Steiner und den Theorien der Anthroposophie bestimmt.[30] Er versuchte dem Gedanken an die Bedeutungslosigkeit der Welt entgegenzuwirken, dieser fand in seinem Werk unter anderem als das alles zerstörende Nichts in Die unendliche Geschichte Eingang. Ende sah es als Aufgabe von Kunst und Literatur, ein Sinn für das Leben der Menschen zu stiften.[31] „Ich bin überzeugt, daß es außerhalb der mit unseren Sinnen wahrnehmbaren Welt noch eine andere reale Welt gibt und daß der Mensch von dort herkommt und dort wieder hingeht. Für mich ist die Natur nicht bloß die Summe aus Chemie und Physik. (…) Für mich schaut die Welt so aus, daß der gesamte Kosmos wie ein riesiges Amphitheater von Göttern und Dämonen erfüllt ist, die mit atemloser Spannung zuschauen, was wir hier machen. Ich halte uns für den Mittelpunkt des Universums. Wenn ich das nicht mehr glauben könnte, wüßte ich nicht, warum ich überhaupt leben sollte.“[32]

In Michael Ende hätte die „deutsch-romantische Seele“ wieder einen „Dichter, Seher, Helfer, Wegweiser, Sinngeber“ gefunden, was von den großen deutschen Nachkriegsautoren keiner sein wollte, schrieb etwa Der Spiegel im Jahre 1984.[33] In vielen Fällen waren seine Werke Mischungen aus Realität und Fantasie, so etwa Die unendliche Geschichte, in der ein Mensch unserer Welt ein fantastisches Traumland betritt. Die surrealistischen Werke seines Vaters fanden auch an mehreren Stellen Eingang in Endes Werk, insbesondere in der Geschichtensammlung Der Spiegel im Spiegel; ebenfalls die fernöstliche Kultur, speziell das japanische Theater, welches Ende sehr bewunderte.[34]

In seinen Kinderbüchern thematisierte Ende auch gesellschaftliche Themen, sodass er „keineswegs unpolitisch, sondern in der Tat hochgradig politisiert“ gewesen sei.[35] So lässt sich laut Julia Voss Jim Knopf als Gegengeschichte zu nationalsozialistischen Bilderwelten lesen. In Jim Knopf wird beispielsweise auf die NS-Rassenpolitik angespielt, wenn die Drachen sich in vollwertige Drachen oder „Halbdrachen“ einteilen. Sowohl Momo als auch die Unendliche Geschichte thematisieren die Gefahren einer modernen Welt, in der Fantasie, Mythen und Menschlichkeit im Verschwinden begriffen sind. Die unendliche Geschichte und Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch lassen sich als Kritik am Umgang des Menschen mit der Umwelt lesen, weshalb Ende auch zu einem beliebten Autor der Atomkraftgegner und der Friedensbewegung wurde.[36] In Tilman Urbachs Film Michael Ende – der Vater der Unendlichen Geschichte betont sein Lektor Roman Hocke, dass Ende sich als reiner „Märchenonkel“ verkannt sah. Die Filmsprecherin: „Michael Endes Bücher sind trotz aller Phantasterien Zivilisationskritiken, hinter denen die Vision einer anderen, besseren Welt steht.“ Er befasste sich auch mit Ökonomie, speziell mit dem Gedanken einer Geldreform nach Silvio Gesell.[37] Viele seiner Gedanken zur Ökonomie verarbeitete er in Momo.[38]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Bücher Michael Endes erschienen zuerst im Thienemann Verlag, später auch auf Betreiben seines Verlegers und Lektors Hansjörg Weitbrecht in dessen Tochterunternehmen, der Edition Weitbrecht. Auch wurden seine Geschichten vertont und als Hörbücher und Hörspiele mit bekannten Sprechern veröffentlicht.

Endes Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von über 35 Millionen erreicht.[39] Besonderen Erfolg hatte sein Kinderbuch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, das u. a. in der szenischen Darstellung der Augsburger Puppenkiste im Fernsehen gezeigt wurde. Die Verfilmungen seiner Romane Momo und Die unendliche Geschichte trugen ebenfalls zu seiner Bekanntheit bei.

Michael Endes Werke wurden vielfältig rezipiert und interpretiert. Unter anderem wurden Museumsausstellungen organisiert.[40] Ebenfalls widmete die Band Tocotronic ihm 1995 ein Lied (Michael Ende, du hast mein Leben zerstört), welches den Einfluss von Endes Werk auf eine ganze Generation von Jugendlichen thematisiert.[41]

Skulptur der Schildkröte Kassiopeia im Michael-Ende-Kurpark Garmisch-Partenkirchen

1990 hatte Michael Ende im Garmischer Kurpark eine Kaiserlinde gepflanzt, um seine Verbundenheit mit seinem Geburtsort auszudrücken.[42] Der Kurpark wurde 2009 zu Ehren des Autors in „Michael-Ende-Kurpark“ umbenannt.[43] Inmitten des Kurparks ist im Kurhaus eine Dauerausstellung „Der Anfang vom Ende“ über die Kindheit und Jugend, das Leben und Werk Endes untergebracht.[44]

Zahlreiche Schulen sind nach Michael Ende benannt.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinder- und Jugendbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postume Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Die Zauberschule im Wünschelreich. Thienemann, Stuttgart 1999, ISBN 3-522-17282-5.
  •  Vom Wunsch aller Wünsche und andere Geschichten. Thienemann, Stuttgart 1998.
  •  Die Rüpelschule. Thienemann, Stuttgart 2002, ISBN 3-522-43381-5.

Weitere Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postume Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Niemandsgarten. Aus dem Nachlass. Weitbrecht, Stuttgart 1998; Piper, München 2009, ISBN 978-3-492-25717-6

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke und Opernlibretti[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiel- und Hörbuch-Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hörspiele[45], besonders dasjenige der Unendlichen Geschichte, gelten bei den Rezipienten Endes, die sowohl die Hörspiele, als auch die Kinofilme kennen, nicht zuletzt aufgrund der eindringlichen Musik Frank Duvals sowie der einprägsamen Erzählstimme Harald Leipnitz' als gelungener als die Filmadaptionen. Bis auf das Hörbuch und das Hörspiel vom satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch wurden alle Hörspiele ursprünglich von der Deutschen Grammophon für das Tochterlabel Fontana als LP produziert, gingen dann in den Vertrieb von Philips über, waren ab 1984 im Vertrieb von Karussell erst auf MC, heute schließlich als CD bei Universal erhältlich.

Hörspiele
  • Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. 3 Teile, Erzähler: Michael Ende, u.a. mit: Rainer Plank und Heinz Stöwer, Musik: Aleida Montijn, Regie: Michael Ende
  • Jim Knopf und die Wilde 13. 2 Teile, Erzähler: Harald Leipnitz, Regie: Anke Beckert
  • Momo. 2 CD bzw. 3 (LP + MC) Teile, Erzähler: Harald Leipnitz, Musik: Frank Duval, Regie: Anke Beckert
  • Die Unendliche Geschichte. 3 bzw. 2 (LP, MC und CD) Teile, Erzähler: Harald Leipnitz, Musik: Frank Duval, Regie: Anke Beckert
  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. u.a. mit: Thomas Piper und Grete Wurm, Regie: Klaus-Dieter Pittrich (1991 vom WDR produziert)
Hörbücher
  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Erzähler: Michael Ende (In den frühen 1990er Jahren produziert)
  • Die Welt des Michael Ende. Geschichten und Gedanken über Freiheit, Fantasie und Menschlichkeit. ISBN 978-3-88698-468-8.

Postume Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele
Hörbücher
Sonstiges
  • Das Musikprojekt Dolls United erreichte im September 1995 Platz 2 der deutschen Single-Charts mit dem Musikstück Eine Insel mit zwei Bergen, dessen Text aus Zitaten der Jim Knopf-Verfilmung der Augsburger Puppenkiste besteht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heidi Aschenberg: Eigennamen im Kinderbuch. Eine textlinguistische Studie. Narr, Tübingen 1991, ISBN 3-8233-4202-9.
  • Werner Beer: Michael Ende und sein „Jim Knopf“[46]. In: Albrecht Weber (Hrsg.): Handbuch der Literatur in Bayern. Vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Geschichte und Interpretationen. Pustet, Regensburg 1987, ISBN 3-7917-1042-7. (über Endes Auseinandersetzung mit der abendländischen Literaturtradition und Philosophie in seinen Werken)
  • Klaus Berger: Michael Ende. Heilung durch magische Phantasie. EGfD, Wuppertal 1985, ISBN 3-87857-203-4.
  • Gabriele Berger-Faragó: Zeit. Menschliches Maß, kosmische Kraft oder Geschenk Gottes? Augustin, Michael Ende, Eilert Herms und Kohelet über Zeit und Ewigkeit. Ibidem, Stuttgart 2003, ISBN 3-89821-188-6.
  • Peter Boccarius: Michael Ende. Der Anfang der Geschichte. Nymphenburger, München 1990; Ullstein, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-548-23844-0.
  • Fabian Michael Friedrich: Jim Knopf. Über Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ und „Jim Knopf und die Wilde 13“. EDFC, Passau 2004, ISBN 3-932621-74-3.
  • Viola Herzig-Danielson: Winnetou in Phantásien. Interaktion von Bibliotherapie und Literaturwissenschaft am Beispiel der „Winnetou“-Trilogie von Karl May und des Romans „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. DOBU, Hamburg 2004, ISBN 3-934632-06-8.
  • Roman Hocke, Uwe Neumahr (Hrsg.): Michael Ende – Magische Welten. Katalog zur Ausstellung im Deutschen Theatermuseum. Henschel, Leipzig 2007, ISBN 978-3-89487-583-1.
  • Roman und Patrick Hocke: Michael Ende. Die unendliche Geschichte. Das Phantásien-Lexikon. Thienemann Verlag Stuttgart 2009, ISBN 978-3-522-20050-9.
  • Wilfried Kuckartz: Michael Ende, „Die unendliche Geschichte“. Ein Bildungsmärchen. Die Blaue Eule, Essen 1984, ISBN 3-924368-13-9.
  • Nils Kulik: Das Gute und das Böse in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur. Eine Untersuchung bezogen auf Werke von Joanne K. Rowling, J. R. R. Tolkien, Michael Ende, Astrid Lindgren, Wolfgang und Heike Hohlbein, Otfried Preußler und Frederik Hetmann. Lang, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-631-53446-9.
  • Claudia Ludwig: Was du ererbt von deinen Vätern hast … Michael Endes Phantásien – Symbolik und literarische Quellen. Lang, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-8204-1181-X.
  • Friedhelm Moser: Jim Knopf und die sieben Weisen. Eine philosophische Einführung in den lummerländischen Lokomotivismus. Eichborn, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-3452-8.
  • Lutz Müller: Schöpferische Seele. Auf der Suche nach den Wassern des Lebens. MVG, Landsberg am Lech 1988, ISBN 3-478-03690-9.
  • Jacek Rzeszotnik (Hrsg.): Zwischen Phantasie und Realität. Michael Ende Gedächtnisband 2000. EDFC, Passau 2000, ISBN 3-932621-29-8.
  • Tilman Schröder: Erwachsene nur in Begleitung von Kindern zugelassen! Erinnerungen an Jim Knopf, Momo und Michael Ende zu dessen 75. Geburtstag.[47] (Redemanuskript, 3. November 2004, mit vielen biografischen Details)
  • Hajna Stoyan: Die phantastischen Kinderbücher von Michael Ende. Mit einer Einleitung zur Entwicklung der Gattungstheorie und einem Exkurs zur phantastischen Kinderliteratur der DDR. Lang, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-631-51784-X.
  • Julia Voss: Darwins Jim Knopf. S. Fischer Verlag, 2009, ISBN 978-3-10-095805-1.
  •  Birgit Dankert: Michael Ende: Gefangen in Phantásien. Lambert Schneider, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-650-40122-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Wikiquote: Michael Ende – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.michaelende.de/autor/biographie/die-ersten-jahre
  2. http://www.michaelende.de/autor/biographie/edgar-ende-und-seine-kunst
  3. http://www.michaelende.de/autor/biographie/die-schulzeit
  4. http://www.michaelende.de/autor/biographie/das-kriegsende
  5. http://www.michaelende.de/autor/biographie/erste-schriftstellerische-versuche
  6. http://www.michaelende.de/autor/biographie/erste-schriftstellerische-versuche
  7. https://www.youtube.com/watch?v=gTz72DJtrF0
  8. http://www.michaelende.de/autor/biographie/der-beruehmte-erste-satz-der-einen-ganzen-roman-nach-sich-zieht
  9. http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/183032/index.html
  10. Martin Mölder: 50 Jahre Jim Knopf. (DW 2010)
  11. http://www.michaelende.de/autor/biographie/rettung-wie-aus-dem-himmel
  12. https://www.torial.com/tanja.josche/portfolio/47273
  13. http://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/garmisch-partenkirchen/tausende-blumen-ehren-michael-ende-3073859.html
  14. http://www.michaelende.de/autor/biographie/die-eskapismus-debatte-in-deutschland
  15. http://www.michaelende.de/autor/biographie/michael-ende-und-die-kritik
  16. http://www.michaelende.de/buch/phantasie-kultur-politik
  17. http://www.people.com/people/archive/article/0,,20088527,00.html
  18. gigantisches Melodram aus Kitsch, Kommerz, Plüsch und Plastik http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65917115.html
  19. https://www.youtube.com/watch?v=gTz72DJtrF0
  20. http://www.people.com/people/archive/article/0,,20088527,00.html
  21. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508136.html
  22. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508136.html
  23. http://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/autoren-illustratoren/michael-ende/biografie/
  24. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMariko Sato und Japan. In: michaelende.com. AVA international GmbH, abgerufen am 8. August 2009.
  25. http://www.michaelende.de/autor/biographie/mariko-sato-und-japan
  26. http://www.michaelende.de/autor/biographie/krankheit-und-tod.http://www.michaelende.de/autor/biographie/krankheit-und-tod
  27. Bericht über das Manuskript der „Unendlichen Geschichte“.
  28. Thomas Dietz: Eine große Entdeckung: Das kleine Michael-Ende-Museum. In: Mittelbayerische Zeitung, 24. September 2010 (abgerufen am 26. Juli 2013)
  29. Prospekt der Internationalen Jugendbibliothek zum Michael-Ende-Museum. Website der Kurohime Dōwakan/Dōwa no Mori Gallery (japanisch).
  30. Peter Boccarius, Michael Ende: Der Anfang der Geschichte, München: Nymphenburger, 1990. ISBN 3-485-00622-X.
  31. http://www.michaelende.de/autor/biographie/suche-nach-einer-bewohnbaren-welt
  32. http://www.a-e-m-gmbh.com/andremuller/interview%20mit%20michael%20ende.html
  33. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508136.html
  34. http://www.michaelende.de/autor/biographie/mariko-sato-und-japan
  35. http://www.welt.de/kultur/article5174581/Michael-Endes-Buecher-waren-Opium-fuer-Kinder.html
  36. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508136.html
  37. Werner Onken: Die ökonomische Botschaft von Michael Endes „Momo“ (Mit Brief von Ende an Onken)
  38. http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/mittelstaedt/japan-money/Ende_kinenshu.html
  39. Thienemann Verlag: Kurzportrait Michael Ende. Abgerufen am 20. März 2016.
  40. isarbote.de zu Museumsausstellungen, 25. November 2007
  41. Dirk v. Lotzow im Interview mit FM4 (Abschrift) über das Lied Michael Ende, du hast mein Leben zerstört.
  42. Die Phantastische Gesellschaft: Michael Ende in Garmisch-Partenkirchen
  43. Kurpark-Umbenennung gefeiert Kreisbote. 26. August 2009
  44. Markt Garmisch-Partenkirchen: Kultur mit und ohne Ende
  45. hoerspielhelden.de, Hörspiele nach den bekannten Kinderbüchern von Michael Ende mit Abbildungen
  46. Auszüge daraus: Michael Ende und sein „Jim Knopf“ – Geistiger Standort und Selbstverständnis als Schriftsteller
  47. Online Ressource (PDF; 89 KB)