Michael Espendiller

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Michael Espendiller (2020)

Michael Espendiller (* 5. Mai 1989 in Leonberg) ist ein deutscher Politiker (AfD) und Mathematiker. Er war von 2017 bis 2019 Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion. Er ist forschungspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule in Reken wechselte Espendiller 2005 auf das Gymnasium Remigianum in Borken, wo er 2008 das Abitur ablegte. Anschließend absolvierte er ein Studium der Mathematik und der Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Danach war Espendiller von 2013 bis 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen tätig, wo er 2017 mit der Arbeit „Association in contingency tables – an informationtheoretic approach“[1] zum Dr. rer. nat. promoviert wurde.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espendiller ist seit 2013 Mitglied der AfD. Er engagierte sich zunächst bei der Jungen Alternative, deren stellvertretender Bundesvorsitzender er von 2013 bis 2014 war. Von 2013 bis 2015 gehörte er dem AfD-Kreisvorstand Aachen und von 2015 bis 2017 dem AfD-Bezirksvorstand Köln an.

Espendiller forderte im Bundestagswahlkampf 2017 ein Ende der „Kuscheljustiz“ und härtere Strafen bei körperlicher Gewalt gegen Polizisten. Er beklagte beim WDR, dass „linksradikale Idioten“ nach den G20-Protesten in Hamburg nicht angemessen bestraft würden, obwohl sie Hamburg in „Schutt und Asche“ gelegt hätten.[2][3] Einer Lokalzeitung sagte Espendiller vor der Wahl, der rechte Thüringer Landeschef Björn Höcke sei im Wahlkampf „eine Belastung“.[2]

Espendiller bestreitet die Höhe des vom IPCC genannten anthropogenen Anteils an der globalen Erwärmung. Bei einem Bürgerdialog im Januar 2019 äußerte Espendiller beispielsweise, „der Mensch habe nur einen sehr, sehr, sehr geringen Einfluss dadrauf“. Espendiller lehnt auch das Hockeyschläger-Diagramm ab, das von dem Klimatologen Michael E. Mann eingeführt und seitdem mehrfach robust reproduziert wurde.[4][5]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espendiller ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und war seitdem bis 2019 parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion. Er trat bei der Bundestagswahl 2017 im Bundestagswahlkreis Steinfurt III als Direktkandidat an, zog aber über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den 19. Deutschen Bundestag ein.

Im 19. Deutschen Bundestag ist Espendiller ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, sowie im Ausschuss Digitale Agenda. Zudem ist er als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie vertreten.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Michael Espendiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Espendiller: Association in contingency tables : an informationtheoretic approach = Assoziation in Kontingenztabellen : ein informationstheoretischer Ansatz. Abgerufen am 20. Januar 2019 (englisch).
  2. a b Kai Biermann, Astrid Geisler, Christina Holzinger, Paul Middelhoff, Karsten Polke-Majewski: AfD-Fraktion: Rechts bis extrem im Bundestag. In: Die Zeit. 26. September 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 3. Oktober 2017]).
  3. Westdeutscher Rundfunk: Kandidat Michael Espendiller (AfD), Steinfurt III. 25. September 2017, abgerufen am 3. Oktober 2017.
  4. Energiewende basiert auf falschen Klimamodellen! – Dr. Michael Espendiller – AfD-Bürgerdialog, auf afdbundestag.de
  5. AfD-Fraktion nimmt falsche Klimamodelle des IPCC auseinander! - Michael Espendiller. Abgerufen am 18. Januar 2020 (deutsch).
  6. Deutscher Bundestag - Biografien. Abgerufen am 7. Mai 2020.

5. https://www.youtube.com/watch?v=_mlyZAf-5WA