Michael Hametner

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Michael Hametner in der art Kapella Schkeuditz (2019)

Michael Hametner (* 1950 in Rostock) ist ein österreichisch-deutscher Journalist, Redakteur, Sprecher und Literatur- und Theaterkritiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Hametner wurde als Sohn eines österreichischen Staatsbürgers in Rostock geboren.[1] Er studierte Journalistik und Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig, war tätig als Schauspieler und Regisseur und leitete das Poetische Theater der Universität Leipzig.[2] Ab Anfang der 1990er Jahre war er freier Mitarbeiter beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). 1993 war er Mitglied der Jury des Hörspiels des Monats. 1994 wurde er Literaturredakteur beim MDR und initiierte 1995 den MDR-Literaturwettbewerb.

2001 wurde öffentlich bekannt, dass sich Michael Hametner 1968 als Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit verpflichtet hatte, für das er insbesondere als österreichischer Staatsbürger von Interesse war. Die Mitarbeit wurde 1975 beendet, nachdem er seinen österreichischen Pass abgegeben hatte und für das MfS uninteressant wurde.[1][3] Er durfte zunächst nicht mehr moderieren. 2002 konnte er wieder ans Mikrofon zurückkehren, da er seine Kontakte mit der Staatssicherheit noch vor 1976 beendet habe und … diese „nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr berücksichtigt werden“ [dürften].[4]

Seit 2005 ist Michael Hametner auch als Sprecher von Audioaufnahmen tätig. 2007 bis 2009 war er Jurymitglied des Preises der Leipziger Buchmesse. Bis 2015 war er Literaturredakteur und Moderator bei MDR-Figaro. Seit 2008 gehört er Bührnheims Literatursalon an.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber

Michael Hametner gibt seit 1996 Jahresanthologien mit Kurzgeschichten des MDR-Literaturwettbewerbs heraus.

Sprecher

im Verlag Universal Music, Berlin:

im Verlag Universal Family Entertainment, Berlin:

im Verlag Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt:

im Verlag Auditorium Maximum, Darmstadt:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Georg Löwisch: Das schleichende Gift der Stasi. In: Die Zeit. 22. Februar 2001 (online).
  2. Autoreneintrag auf der Website des Mitteldeutschen Verlages
  3. Ralf Geissler: Fehlende Transparenz. In: taz. 20. August 2001 (online)
  4. Pressemitteilung auf runde-ecke-leipzig.de
  5. Unser Team auf signiertebuecher.de, abgerufen am 6. Mai 2019