Michael Hayböck

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Michael Hayböck Skispringen
Michael Hayböck 2015

Michael Hayböck 2015

Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 5. März 1991
Geburtsort LinzOsterreichÖsterreich Österreich
Größe 181 cm
Gewicht 62 kg
Beruf Heeresleistungssportler
Karriere
Verein UVB Hinzenbach
Nationalkader seit 2006
Debüt im Weltcup 3. Jänner 2010
Pers. Bestweite 241,5 m (Planica 2015
Vikersund 2017)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 4 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2014 Sotschi Mannschaft
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Silber0 2015 Falun Mannschaft
0Silber0 2017 Lahti Mixed-Mannschaft
0Bronze0 2017 Lahti Mannschaft
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
0Bronze0 Bad Mitterndorf 2016 Mannschaft
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
0Gold0 2009 Štrbské Pleso Mannschaft
0Gold0 2010 Hinterzarten Normalschanze
0Gold0 2010 Hinterzarten Mannschaft
0Gold0 2011 Otepää Mannschaft
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 05  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 02  (Details)
 Grand-Prix-Siege (Team) 02  (Details)
 Gesamtweltcup 04. (2015/16)
 Skiflug-Weltcup 06. (2016/17)
 Vierschanzentournee 02. (2014/15)
 Raw Air 12. (2017)
 Sommer-Grand-Prix 09. (2014)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 5 7 7
 Skifliegen 0 0 1
 Teamspringen 2 4 7
 Grand-Prix-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 0 1
 Teamspringen 1 0 2
 Mixed-Teamspringen 1 0 0
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 10 4 6
letzte Änderung: 26. März 2017

Michael Hayböck (* 5. März 1991 in Linz) ist ein österreichischer Skispringer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hayböck startet für den Verein UVB Hinzenbach. Im Jahr 2000 begann er mit dem Skispringen.[1] In den Saisons 2002/03 und 2003/04 gewann er jeweils die Landescup-Gesamtwertung, 2003/04 erreichte er zudem den 2. Platz im Austriacup. Bei den Staatsmeisterschaften 2004 in Bischofshofen erreichte er in der Nordischen Kombination und im Skispringen jeweils den 2. Platz. Die Gesamtwertung des FIS-Schüler-Cup 2005 konnte er mit der Mannschaft gewinnen, im Einzel kam er auf den 4. Platz. 2006 wurde er in den B-Kader aufgenommen. Damit startete er erstmals bei FIS-Rennen im Erwachsenenbereich. Am 20. September 2008 startete er in Villach erstmals im Skisprung-Continental-Cup. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2009 in Štrbské Pleso gewann er mit der Mannschaft Gold und wurde im Einzel Siebenter. Im August 2009 sprang er erstmals im Sommer-Grand-Prix. In Hakuba erreichte er in beiden Springen den 12. Platz. Damit gewann er insgesamt 44 Punkte und damit 40. Platz in der Gesamtwertung.

Bei der Vierschanzentournee 2009/10 startete Hayböck in Innsbruck im Rahmen der nationalen Gruppe, konnte sich für das Springen qualifizieren und erreichte mit einem starken Sprung im ersten Durchgang auch das Finale. In Bischofshofen ging er danach auch an den Start, schied aber im ersten Durchgang im Duell gegen Pascal Bodmer aus. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2010 im deutschen Hinterzarten konnte er sich die Goldmedaillen im Einzelwettbewerb und im Team von der Normalschanze sichern. Beim Weltcupspringen in Willingen (Upland) erreichte er mit der österreichischen Mannschaft den 3. Rang. Seine beste Einzelplatzierung im Rahmen des Weltcups ist ein 6. Rang ebenfalls in Willingen 2010.

Bei der Vierschanzentournee 2010/11 sprang er mit seinem älteren Bruder Stefan zum ersten Mal gemeinsam im Weltcup.

Am 16. Jänner 2014 erreichte er beim Springen in Wisła den ersten Podestplatz seiner Karriere und wurde Dritter.[2] Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi erreichte er im Teambewerb zusammen mit Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer und Thomas Diethart den 2. Platz und auf der Normalschanze den fünften Platz.

Am 6. Jänner 2015 gewann er bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen sein erstes Weltcupspringen und wurde in der Gesamtwertung Zweiter. In Innsbruck hatte er zuvor mit 138 Metern einen Schanzenrekord aufgestellt. Obwohl Hayböck bei diesem Sprung mit der Hand den Schnee berührte, wurde der Sprung von den Sprungrichtern als gestanden gewertet und der Schanzenrekord somit legitim.

Auf den nächsten Weltcup-Sieg musste Hayböck dann mehr als ein Jahr warten. Dafür gelangen ihm im Februar 2016 gleich drei Siege in Serie: in den Bewerben auf der Groß- und der Normalschanze in Lahti sowie auf der Großschanze in Kuopio.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hayböck besuchte ab 2005 das Skigymnasium Stams und absolvierte 2010 die Matura mit Auszeichnung. Seit Juli 2010 ist er Heeresleistungssportler.[1] Sein älterer Bruder Stefan war ebenfalls Skispringer.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 6. Jänner 2015 OsterreichÖsterreich Bischofshofen Großschanze
2. 19. Februar 2016 FinnlandFinnland Lahti Großschanze
3. 21. Februar 2016 FinnlandFinnland Lahti Normalschanze
4. 23. Februar 2016 FinnlandFinnland Kuopio Großschanze
5. 17. Dezember 2016 SchweizSchweiz Engelberg Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 1. März 2014 FinnlandFinnland Lahti Großschanze
2. 11. März 2017 NorwegenNorwegen Oslo Großschanze

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2009/10 49. 0054
2010/11 56. 0028
2011/12 42. 0070
2012/13 34. 0163
2013/14 14. 0439
2014/15 05. 1157
2015/16 04. 1301
2016/17 07. 0814

Grand-Prix-Siege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 6. August 2011 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
2. 18. August 2012 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
Mixed-Team

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2009 40. 044
2011 18. 154
2012 21. 099
2013 78. 009
2014 09. 201
2015 64. 022

Vierschanzentournee-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2009/10 44. 0313,6
2010/11 40 0410,7
2011/12 43. 0336,9
2012/13 28. 0706,8
2013/14 09. 0906,8
2014/15 02. 1100,7
2015/16 03. 1081,6
2016/17 19. 0844,8

Schanzenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Innsbruck Österreich 138,0 m (HS: 130 m) 4. Jänner 2015 aktuell
Trondheim Norwegen 143,0 m (HS: 140 m) 12. März 2015 aktuell

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Hayböck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Curriculum Vitae. Michael Hayböck, abgerufen am 25. Januar 2014.
  2. „Andreas Wellinger mit erstem Weltcupsieg“ auf www.berkutschi.com, abgerufen am 24. Januar 2014.