Michael Hofstetter

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Michael Hofstetter (* 6. September 1961 in München)[1][2] ist ein deutscher Dirigent. Er ist seit 2012 Generalmusikdirektor am Stadttheater Gießen.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirkungsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofstetter stammt aus München und studierte am Richard-Strauss-Konservatorium München Orgel, Klavier und Dirigieren. Er begann seine Karriere an den Theatern in Wiesbaden (Kapellmeister), war von 2005 bis 2012 Chefdirigent von Chor und Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele und von 2006 bis 2012 auch Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. Seit 2012 ist er GMD in Gießen und Chefdirigent des recreation - Großes Orchester Graz. Michael Hofstetter war Professor für Orchesterleitung und Alte Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er gilt heute als einer der meistgefragten Dirigenten mit internationalem Ruf als Experte für authentische Aufführungspraxis und als Barockspezialist.

Hofstetter war und ist bei vielen international bedeutenden Opernhäusern, Orchestern und Festivals zu Gast, darunter die Hamburgische und die Bayerische Staatsoper, die Oper Stuttgart, die Deutsche Oper Berlin, das Staatstheater Hannover, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Welsh National Opera, die English National Opera, die Houston Grand Opera, die Canadian Opera Company Toronto, die styriarte Graz, die Salzburger Festspiele u. a. m. Für das deutsche Fernsehen hat Hofstetter mehrere Sendungen musikalisch geleitet.

Seit 1998 dirigiert er regelmäßig bei den Händel-Festspiele Karlsruhe. Dort war er zuletzt Anfang 2011 mit in Partenope zu erleben. Im Herbst 2008 führte ihn eine Produktion von Berlioz’ Oper Béatrice et Bénédict an die Houston Grand Opera, wohin er 2012 für das Dirigat von Beethovens Fidelio zurückkehrte; im Frühjahr 2009 dirigierte er Mozarts Le nozze di Figaro an der Welsh National Opera in Cardiff, 2013 Verdis La traviata in einer Inszenierung von Peter Konwitschny an der English National Opera in London.

Auszeichnungen und Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Neuproduktion von Wagners Tristan und Isolde am Opernhaus Dortmund im Jahr 2000 wurde er bei der jährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Opernwelt als Dirigent des Jahres nominiert. Weitere Nominierungen erfolgten 2011 für die Produktion Didone abbandonata von Johann Adolph Hasse am Prinzregententheater München sowie zuletzt 2013 für Agrippina von Georg Friedrich Händel und Der Freischütz von Carl Maria von Weber am Stadttheater Gießen.

Von der Presse hoch gelobt, wurden Hofstetters Einspielungen der Schlossfestspiel-Opernproduktionen von 2005 bis 2007, die beim Label OehmsClassics erschienen. Weitere CD-Aufnahmen erschienen bei cpo, Virgin Classics und Berlin Classics, außerdem liegen zahlreiche DVD-Aufzeichnungen bei Arthaus Musik, Sony und Deutsche Grammophon vor. Seine Einspielung von Rossinis Arien und Ouvertüren, die im April 2008 erschienen ist, wurde von der französischen Académie de Disque Lyrique ausgezeichnet. Eine CD mit Arien aus Opern von Johann Adolph Hasse, die Hofstetter mit der Hofkapelle München und dem rumänischen Countertenor Valer Sabadus aufnahm, wurde 2012 in die Bestenliste des Preis der Deutschen Schallplattenkritik gewählt.

Für sein ausgereiftes Verständnis und persönliches Engagement für die Kunst der Operette wurde Michael Hofstetter mit der Robert-Stolz-Medaille gewürdigt. Im Mai 2008 erhielt er den Horst-Stein-Preis, der ihm für seine „hervorragende Arbeit als Leiter der Ludwigsburger Festspiele“ verliehen wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert-Stolz-Medaille (Gold)
  • Preis der Richard-Strauss-Gesellschaft München
  • Horst-Stein-Preis

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Hofstetter: Das Historische hört nie auf. Quellen und Akteure in der historisch informierten Aufführungspraxis. In: Susanne Rode-Breymann u. Sven Limbeck (Hrsg.): Verklingend und ewig. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800. Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel 2011, ISBN 978-3-44706596-2.
  • Eckhard Roelcke: Der Taktstock. Dirigenten erzählen von ihrem Instrument. Zsolnay, Wien 2000, ISBN 3-552-04985-1.
  • Julia Spinola: Die grossen Dirigenten unserer Zeit. Henschel, Berlin 2005, ISBN 3-89487-480-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1961 laut eigener Aussage in einem Interview des HR2
  2. Spinola 2005, S. 232.