Michael Kühntopf

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Michael Kühntopf, 2017

Michael Johannes Kühntopf (geboren am 11. August 1957 in Düsseldorf; vollständiger Name von 1987 bis 2006: Michael Johannes Kühntopf-Gentz) ist ein deutsch-schweizerischer Publizist und Autor mit Schwerpunkt Judentum.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Kühntopf wuchs in Düsseldorf und Hilden auf. Ab 1973 absolvierte er nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Verwaltungsangestellten. Nach dem Besuch der Fachoberschule für Wirtschaft und dem Militärdienst (1976) besuchte Kühntopf von 1979 bis 1982 das Abendgymnasium und erwarb die allgemeine Hochschulreife.[1] Von 1983 bis 1987 studierte Kühntopf an der Universität Tübingen und in Jerusalem Religionswissenschaft, Philosophie und katholische Theologie mit Abschluss Magister Artium und wurde 1990 in Tübingen mit einer Biografie des jüdischen Schriftstellers und Früh-Zionisten Nathan Birnbaum promoviert.[2]

Kühntopf arbeitete anschließend als Vertriebsbeauftragter eines Fernmeldeamtes, sodann für die Generaldirektion der Deutschen Telekom. Von 1992 bis 2004 war er als strategischer Planer und Berater bei einer Werbeagentur beschäftigt. Außerdem war er in Düsseldorf als Inhaber einer Fotomodell-Agentur sowie als Galerist und Immobilienmakler tätig.[2][3] Seit 2005 ist Kühntopf in der Schweiz als freier Schriftsteller, Publizist und Berater tätig, er ist Mitglied der Schriftstellervereinigung Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS).

Kühntopf betreibt das Jewiki, eine Online-Enzyklopädie zum Judentum mit ca. 110.000 Artikeln – von denen fast 90 % aus der Wikipedia übernommen wurden – und knapp 10.000 Bild-Dateien (Stand: November 2017). Im September 2017 rief er auf der Hauptseite des Jewiki dazu auf, bei der Bundestagswahl die rechtspopulistische AfD zu wählen.[4]

Michael Kühntopf hat aus erster und zweiter Ehe drei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in der Region Seeland.[3]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selbständige Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lexika, Chroniken, Ratgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Bücher beruhen auf Artikeln der freien Enzyklopädie Wikipedia sowie auf weiteren Materialien und Quellen:

  • Schweiz-Lexikon. Sach- und Sprachlexikon zur Schweiz. 4. Auflage. BoD, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8334-8649-4.[5]
  • Juden, Juden, Juden. Jüdische Chronik zu Juden, Judentum, jüdischer Geschichte und Geschichte des Heiligen Landes, der Heiligen Schrift(en) sowie zur Geschichte Israels, des Antijudaismus, Antisemitismus, der Shoah und des Zionismus von den Anfängen bis in die Gegenwart, vermehrt um allerlei Wissenswertes und Kurioses aus der jüdischen (und nichtjüdischen) Welt – teilweise ergänzt um Angaben zu geschichtlichen Ereignissen von allgemeiner Bedeutung. Mehrteiliges Werk (bislang erschienen: Bände 1–3). BoD, Norderstedt (2008):
  • Rabbiner und Rabbinerinnen – von den ältesten Zeiten bis in die Gegenwart. 1. Auflage. BoD, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8334-7153-7.
  • „Wir stellen 0,2 % der Menschheit, aber die Hälfte aller Weltmeister“ – Juden im Schach. 1. Auflage. BoD, Norderstedt 2010, ISBN 978-3-8391-7447-0.
  • Alltag in der Schweiz. Leben und Arbeiten in der Eidgenossenschaft. Ein praktischer Ratgeber für alle Neuankömmlinge. 1. Auflage. Conbook Medien, Meerbusch 2010, ISBN 978-3-934918-52-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Kühntopf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Lebenslauf von Michael Kühntopf-Gentz in dessen Dissertation: Nathan Birnbaum. Biographie. Hochschulschrift, Universität Tübingen, Tübingen 1990, S. 352.
  2. a b Angaben zu Michael Kühntopf im Lexikon des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz; abgerufen am 9. April 2014.
  3. a b Angaben zu Michael Kühntopf beim Conbook Verlag; abgerufen am 9. April 2014.
  4. Stefan Niggemeier: Die vermeintliche AfD-Wahlempfehlung der jüdischen Gemeinde. In: übermedien. 23. September 2017, abgerufen am 23. September 2017.
  5. Rezension: Arnold Mader: Michael Kühntopf: Schweiz-Lexikon. In: Sprachspiegel, Nr. 5/2007, S. 162 f. (Digitalisat).