Michael Klein (Künstler)

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Baumdenkmal von Michael Klein, 2011 im Berliner Ortsteil Fennpfuhl aufgestellt

Michael Klein (* 1943 in Berlin-Charlottenburg) ist ein deutscher Bildhauer. Seine Skulpturen stehen an zahlreichen öffentlichen Plätzen in Berlin und im Land Brandenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch absolvierte Michael Klein 1959 bis 1962 eine Lehre als Holzbildhauer. Daran schloss sich das Studium der Bildhauerei in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee an. Seine Lehrer waren unter anderem Heinrich Drake und Ludwig Engelhardt. Nach einem Studienabbruch 1965/1966 wurde er Restaurator in den Staatlichen Museen zu Berlin, setzte sein Studium ab 1967 jedoch fort. Nach dem erfolgreichen Diplomabschluss machte sich Michael Klein mit einem Atelier selbstständig und übernahm 1977 auch Aufgaben als freier Assistent im Fachgebiet Plastik der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (bis 1982). Nach der Wende zog er nach Neuenhagen bei Berlin und richtete sich dort ein neues Atelier ein.

Michael Klein war von 1971 bis 1989 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR, seit 1990 gehört er dem Berufsverband Bildender Künstler Berlin an.

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1972 und 2006 nahm Michael Klein an vielen Ausstellungen teil und führte auch eigene Werksausstellungen durch. Ein konkretes Beispiel für eine Ausstellungsbeteiligung sei hier genannt:

  • 2006 stellte Michael Klein im Rahmen der Werkschau des Künstlers Erich Sauer aus Frankenthal eine Vielzahl seiner Schöpfungen unter dem Titel Skulpturen in Stuck und Bronze aus. Er beteiligte sich damit an der 5. Bildhauer-Sommerakademie Strausberg.[1]

Klein unternahm darüber hinaus Studienreisen nach Italien, Griechenland, Polen, Frankreich, Israel und in die Ukraine.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Klein arbeitet seine Darstellungen überwiegend in Bronze, einige auch in Stuck oder in anderen Steinen wie Granit. Häufig kommen Materialkombinationen zum Einsatz. Die Bronzegüsse entstehen dabei unter anderem in der Kunstgießerei Wilfried Hann.[2]

  • 1980/82: Debütantin. Für Friedrich-Wilhelm-August Fröbel
Eine 150 cm hohe bronzene Frauenfigur steht auf einem Granitsockel. Auf dem Boden vor den Ecken des Postaments liegen die von Fröbel favorisierten Spielelemente Kubus, Zylinder, Kugel.
Standort: Fröbelplatz, Berlin-Prenzlauer Berg
Pelikan
  • 1994: Pelikan, Bronze, Gesamthöhe: 450 cm.
Standort in der Claire-Waldoff-Straße, zuerst Friedrichstraße 129, Berlin-Mitte
  • 1994: Medaille zur Hugenotten-Ehrung; Relief der obigen Pelikan-Skulptur auf Metall geprägt, mit der Inschrift „Hugenotten-Viertel Berlin Friedrichstraße 129“.
(Erläuterung: Unter dem Sinnbild des Pelikans, der in Zeiten größter Not seine Jungen mit dem eigenen Herzblut nährt, betreuten sie ihre Kranken, Alten und Waisen.)
  • 1994: Kain und Abel, Bronze, Gesamthöhe: 450 cm.
Standort Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau bei Berlin
  • 1996: Bettina und Achim von Arnim, Bronzedenkmal.
Standort: Arnimplatz, Berlin-Prenzlauer Berg[3]
  • 1998: Bettinas Bank, ein Rieselbrunnen aus Bronze,
ebenfalls Arnimplatz; eine einfache Bank ohne Lehne, auf deren Sitzfläche ein Kissen mit einem aufgeschlagenen Buch und ein Paar Handschuhe liegen; ein grober Ast befindet sich davor auf dem Boden; alles ist auf einem Kunststeinsockel montiert.[4]
  • 1998: Poesie der Dinge, Bronze/Jura-Marmor.
Standort: Arnimplatz (Ostseite), Berlin-Prenzlauer Berg,
  • 1999/2000: Lesendes Mädchen, Bronze
Über dem Eingang zum Bezirksmuseum Marzahn in Alt-Marzahn; eine Mädchenbüste mit einer nonnenartigen Kopfbedeckung liest in einem aufgeschlagenen Buch[3]
Standort Platz vor dem Freibad in Wandlitzsee
  • 2001: Eule, Bronzekopf auf Stahl
Standort Ost-West-Begegnungsstätte im Schlosspark Berlin-Biesdorf[5]
  • 2004: Zwangsarbeiter, Bronzefigur auf Betonsäule, Gesamthöhe: 340 cm
Standort Parkfriedhof Marzahn; aufgestellt 2010
  • 2006: Schäfer, Bronze, Gesamthöhe: 270 cm,
Standort Schäferplatz in Neuenhagen bei Berlin
  • 2007: Schafrelief, Stuck, getönt; Maße 90 × 25 cm.
Standort: im Kunersdorfer Musenhof[6]
  • 2009: Baumdenkmal, Bronze, Gesamthöhe 350 cm
Auf dem Anton-Saefkow-Platz vor der Bibliothek
  • 2012, am 9. Juni (geplant): Hans Fallada, Bronze
Standort: im Rathausanbau von Neuenhagen/Wegendorf (Theatron). Ein sitzender Fallada wird auf einer Bronzebank platziert. Die Stadtverwaltung hatte im Jahr 2007 Künstler zu Ideen aufgefordert, die „Kunst in Neuenhagen erlebbarer werden lassen soll“. Michael Klein, der sein Atelier ja in Neuenhagen führt, beteiligte sich mit dem Entwurf für Hans Fallada und erhielt den Auftrag für das Denkmal. Der Bürgermeister lobte: „… [es ist] ein Kunstwerk im öffentlichen Raum, das gleichzeitig die Geschichte aufleben lässt.“[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Klein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hauptquelle und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Online-Bericht von der 5. Bildhauer-Sommerakademie Strausberg, abgerufen am 1. Februar 2012
  2. a b Irina Voigt: Ein Ehrenplatz für Hans Fallada. In: Märkische Oderzeitung. vom 24. Januar 2012.
  3. a b Michael Klein auf Bildhauerei in Berlin.de
  4. Bettinas Bank auf berliner-stadtplan.com beschrieben, neu abgerufen am 28. September 2012
  5. Abbildung des Eulenkopfes auf Flickr
  6. Website des Kunersdorfer Musenhofs mit Details zum Schafrelief
  7. Details zu Die Rauchende auf bildindex.de
  8. Kurzbiografie M. Klein auf einer Kiezhomepage von Prenzlauer Berg (Memento vom 23. März 2010 im Internet Archive), abgerufen am 1. Februar 2012